<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>green.social blog &#187; Wirtschaft</title>
	<atom:link href="http://greensocial.net/tag/wirtschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://greensocial.net</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Dec 2011 08:57:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
<cloud domain='greensocial.net' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://0.gravatar.com/blavatar/cbb2700415d793da276ce652e8d35313?s=96&#038;d=http%3A%2F%2Fs2.wp.com%2Fi%2Fbuttonw-com.png</url>
		<title>green.social blog &#187; Wirtschaft</title>
		<link>http://greensocial.net</link>
	</image>
	<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" href="http://greensocial.net/osd.xml" title="green.social blog" />
	<atom:link rel='hub' href='http://greensocial.net/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>kn = k0 (1+p/100)n</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/11/15/kn-k0-1p100n/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/11/15/kn-k0-1p100n/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Bankenkreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[freier Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rendite]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zins]]></category>
		<category><![CDATA[Zinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Zinseszins]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=290</guid>
		<description><![CDATA[Eines der spannendsten und zugleich kaum beachteten Themen unserer Zeit: Der Effekt des Zinseszins. Wir werfen einen kontroversen Blick darauf - und erkennen geradezu revolutionäre Tendenzen. Unsere Wirtschaft steht unter dem Dauerbeschuss des Wachstumszwangs durch Zinsen... Und keiner merkt etwas.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=290&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kontoauszug meines Tagesgeldkontos hat mir noch vor <span style="text-decoration:line-through;">(gefühlt)</span> gar nicht so langer Zeit Zinsen in Höhe von über drei Prozent versprochen. Aktienfonds warben zur gleichen Zeit mit einer langfristigen Rendite, die bisweilen im zweistelligen Bereich liegen sollte. <a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/11/renditeversprechen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-292" style="margin:20px;" title="renditeversprechen" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/11/renditeversprechen.jpg?w=133&#038;h=300" alt="Werbung für Investments mit hoher Rendite" width="133" height="300" /></a></p>
<p>Traumhaft! <em>Während man sich selbst auf einer Südseeinsel die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, arbeitet das eigene Geld und vermehrt sich rasant, ohne dass der Besitzer einen Finger krümmt</em> &#8211; dieses Versprechen macht der Zins-Dämon. <strong>Hinterfragt wird das selten:</strong> Schon so landet bei den meisten zu wenig Geld auf dem Konto, da beschwert man sich nicht über die Centbeträge, die als &#8222;Zins&#8220; vom mageren Ersparten abfallen. Und wer viel Geld hat, beschwert sich ohnehin nicht.</p>
<p>Doch nimmt man sich einmal die Zeit, genauer auf dieses wirtschaftliche Phänomen zu blicken, scheint die nützliche Fassade abzubröckeln und einen selbstzerstörerisches Moment der Wirtschaft zu offenbaren.</p>
<p><strong>Die Wirtschaft ist dieser Tage &#8211; systembedingt und absolut gewollt &#8211; die treibende Kraft hinter allen Veränderungen, die Menschen vornehmen.</strong> Denn in den wenigsten Fällen tun wir irgendetwas, ohne anschließend kurz- oderlangfristig davon zu profitieren. Ökonomen bezeichnen das als &#8222;Sanktionssystem&#8220; der Wirtschaft, das mit für die Koordination des freien Marktes sorgt.</p>
<p><img class="alignright" style="margin:10px 20px;" title="Bankensystem" src="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/C96.JPG" alt="" width="253" height="172" /></p>
<p>Damit sind wir wieder bei den Zinsen: Wer sein Geld nicht ausgibt, legt es in der Regel bei Banken an. Der Grund, warum man den Sparstrumpf nicht einfach unter der Matratze versteckt, ist einfach: Denn Banken zahlen in der Regel eine &#8222;Belohnung&#8220; für das ihnen überlassende Kapital &#8211; nämlich Zinsen.</p>
<p>Das so eingenommene Geld verleihen die Banken nun weiter &#8211; und kassieren dafür ihrerseits Zinsen.</p>
<p>Das Problem beginnt, sobald man einen Blick auf die langfristige Perspektive wirft. Werden nach einem Jahr dem angelegten Kapital die Zinsen zugeschlagen und mitverzinst, entsteht im darauf folgenden Jahr der Zinseszins.</p>
<blockquote><p>&#8222;Mit Zins und Zinseszins verdoppeln sich Geldvermögen in regelmäßigen Zeitabständen. Je höher der Zinssatz, umso schneller verdoppelt sich das verzinste Geld: bei 1 Prozent ca. alle 72 Jahre, bei 3 Prozent alle 24 Jahre, bei 6 Prozent alle 12 Jahre, bei 12 Prozent alle 6 Jahre. Diese Form des Wachstums findet sich in der Natur beim „Krebsgeschwür“. Es frisst den Wirt und tötet damit sich selbst.&#8220; (<a href="http://www.neuesgeld.com/page.php?id=25" target="_blank">Quelle: hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Geld arbeitet nicht</strong>, es kann sich nicht vermehren. Zur Wertschöpfung gibt es bislang eigentlich nur zwei bekannte Methoden: Arbeitsleistung durch Menschen, und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen.</p>
<p>Beides ist problematisch: Wertschöpfung durch Arbeit führt in der Regel zu einer Umverteilung von arm zu reich: Die Reichen können ihr Kapital anlegen und entspannen (Stichwort Südseeinsel), während die weniger Begünstigten quasi den Zins für die Reichen miterarbeiten müssen.<br />
Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen kann ebenfalls kein dauerhafter Weg zur Wertschöpfung sein: Denn die Erde ist kein Warenhaus, das unendlich Güter zur Mehrung des menschlichen Wohlstands bereithält, im Gegenteil, unsere Ressourcen sind knapp bemessen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Zins und Zinseszins lassen Geldvermögen wachsen und setzen die Wirtschaft unter einen Wachstumszwang. Das verleitet zu unmoralischen Geschäften&#8220;,</p></blockquote>
<p><a href="http://www.evangelisch.de/themen/wirtschaft/wozu-brauchen-wir-eigentlich-zinsen5622" target="_blank">sagen Kritiker</a> daher über das Zinssystem. Und sie haben noch einen weiteren wesentlichen Kritikpunkt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es gibt schon längst keinen physikalischen Gegenwert auf der Welt mehr für das Geld&#8220;,</p></blockquote>
<p>sagt <a href="http://www.rheinahrcampus.de/Prof-Dr-Juergen-Kremer.1499.0.html?&amp;L=0" target="_blank">Prof. Dr. Kremer</a>, ein süddeutscher Mathematikprofessor, der sich schon seit längerem mit der Thematik befasst. Bildhaft dargestellt wird das durch die Anekdote des &#8222;Josefspfennigs&#8220;: Legte man zur Zeit Jesu den Gegenwert von 1 Mark zu 1% Zins p.a. an, so wäre daraus durch Zins und Zinseszins bis heute ein so großer Wert erwachsen, dass man damit eine <strong>Goldmenge</strong> kaufen könnte, <strong>die größer als die Erdkugel ist</strong>.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin:20px 30px;" src="http://www.neuesgeld.com/getfile.php?id=39" alt="" width="216" height="307" /></p>
<p>Spätestens hier wird deutlich: Das Zinssystem hat einen gewaltigen Haken, und <strong>eines der grundlegenden Paradigmen unseres Wirtschaftsmodells ist nicht zukunftsfest</strong>.</p>
<p>Was also tun?</p>
<p>Für fanatische Kapitalismus-Gegner gibt es nur eine Lösung: Revolution, Umsturz, Weg mit dem System.</p>
<p>Realistisch ist das nicht. Wir brauchen die Möglichkeit, uns auch mal Geld leihen zu können. Nur so können Innovationen entstehen und Täler überwunden werden. Hätte niemand Thomas Eddison Geld geliehen, hätte er nie die Erfindung der Glühbirne machen können. Auch heute sind wir Entrepreneure angewiesen, die Zukunfts-Technologie entwickeln. Aber <strong>die Finanzwirtschaft muss von einem der am wenigsten regulierten Sektoren zu einem hochgradig Kontrollierten werden</strong>. Volatile Schwankungen der Weltwirtschaft können durch eine fortentwickelte Tobin-Tax und eine Deckelung von Zinssätzen &#8211; z.B. auf 7% &#8211; erfolgen.</p>
<p>Dabei ist jede Festlegung willkürlich &#8211; aber je niedriger sie ist, desto besser. Es könnte uns einmal das Genick retten.</p>
<blockquote><p><span style="color:#888888;">Die Überschrift dieses Posts ist übrigens die</span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zinseszins" target="_blank"><span style="color:#888888;"> Zinseszinsformel</span></a><span style="color:#888888;"> in Klarschrift.</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=290&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2009/11/15/kn-k0-1p100n/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/11/renditeversprechen.jpg?w=133" medium="image">
			<media:title type="html">renditeversprechen</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/C96.JPG" medium="image">
			<media:title type="html">Bankensystem</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.neuesgeld.com/getfile.php?id=39" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Wäre die Welt eine Bank&#8230;</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/05/30/ware-die-welt-eine-bank/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/05/30/ware-die-welt-eine-bank/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 May 2009 15:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Rationalität]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
		<category><![CDATA[sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsverschuldung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=195</guid>
		<description><![CDATA[...hättet ihr sie längst gerettet! Eigentlich wäre es das Gebot der Stunde, intelligente Lösungen zur Überwindung zweier Krisen zu finden - der ökologischen Klimakrise auf der einen, und der ökonomischen Wirtschaftskrise auf der anderen Seite. Ideen gibt es genug: erneuerbare Energien, Effizienz, Innovationen.

Und mangelnder Aktionismus ist nicht das Problem: Der Staat wirft mit Geld um sich, und die Schuldenuhr tickt weiter.
Doch was man tut, ist oftmals falsch, beklagen unsere Autoren, und stellen einmal mehr fest: Wirtschaft und Soziales geht nur mit Umwelt - und umgekehrt. Doch diese Erkenntnis fehlt in der Politik bisher, und von selbst bewegt sich nichts.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=195&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So mancher schüttelt in diesen Tagen seinen Kopf. die Bundesregierung <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE54Q01720090527" target="_blank">verabschiedete soeben einen Nachtragshaushalt</a>, der nicht etwa regelt, wie die zur Verfügung stehenden Gelder verteilt werden. Nein &#8211; der zweite Nachtragshaushalt 2009 regelt, in welchen Bereichen die Neuverschuldung angesiedelt wird.</p>
<p>Während die Sorgen von Otto Normalverbraucher eher in Richtung des übelasteten Dispokredits gehen, wirft der Staat mit vollen Händen Geld durch die Gegend &#8211; <a title="green social blog: Plädoyer für`s Fahrrad" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">wie etwa bei der Abwrackprämie</a>, über deren (etwas zweifelhaften) Sinn wir schon <a title="green social blog: Plädoyer für`s Fahrrad" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">geschrieben</a> hatten.</p>
<p>Dabei tickt die Schuldenuhr &#8211; <a title="BdSt: Schuldenuhr" href="http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html" target="_blank">4.439€ beträgt der sekündliche Schuldenzuwachs der BRD laut Angaben des Bundes der Steuerzahler (BdSt)</a>. Die Verschuldung pro Kopf liegt damit bei über 19.000€ (Stand Ende 5/2009) &#8211; egal, ob bei Kleinkindern, Erwachsenen, Alten, Frauen oder Männern: Der Durchschnitt ist gemein, und er kennt keine Gnade.</p>
<p>Eine<a title="Wikipedia: Schuldenbremse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_(Deutschland)" target="_blank"> &#8222;Schuldenbremse&#8220; in die Verfassung</a> aufzunehmen, ist deswegen absolut richtig &#8211; gerade in der sogenannten Finanzkrise sollte uns klar sein: Immer mehr Schulden abzuwälzen auf zukünftige Generationen ist nicht nur unfair, sondern führt irgendwann &#8211; ganz automatisch &#8211; zum Crash.</p>
<p>Doch  das komplette Ausmaß der krisenhaften globalen Situation ist damit noch gar nicht erfasst. Denn <strong>die Finanzkrise kommt vom Zeitpunkt her sehr unpassend</strong>: Für Umweltschutz ist meistens nur dann Geld da, wenn die Wirtschaft &#8222;brummt&#8220;.<a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-201" style="margin:10px;" title="Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg?w=240&#038;h=158" alt="Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!" width="240" height="158" /></a></p>
<p>Fatal &#8211; gerade, wo wir jetzt die entscheidenden Schritte tun müssten, um über unsere Zukunft zu entscheiden. Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung, schon der kommenden Jahre, erst recht der kommenden Generationen. Diese Entwicklung zu verschlafen und nicht zu handeln, nur weil gerade eine Wirtschaftskrise zu bewältigen ist, wird in einem viel größeren Crash münden, als Finanzmarktvolatilitäten ihn je verursachen könnten.</p>
<blockquote><p>Soziale Erungenschaften lassen sich nur verteidigen, wenn die Grundlagen unserer Existenz &#8211; die Umwelt &#8211; intakt sind. Und umgekehrt.</p></blockquote>
<p>Doch das will heute niemand wahrhaben:</p>
<p><strong>Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet! </strong>- ein  Banner mit diesem Aufdruck haben Greenpeace-Aktivisten kürzlich an einem Bankentower in der Frankfurter Innenstadt befestigt.</p>
<p>Genau den staatlichen und privatwirtschaftlichen Aktionismus, der im Hinblick auf &#8222;die Krise&#8220; um sich greift, brauchen wir zu Bewältigung der (viel gefährlicheren) Klimakrise. In den letzten Tagen befasste sich eine <a title="FAZ: Entwaffnet die Industrie!" href="http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EDA41E475128646DCBBB7C72DF1606712~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Konferenz von Nobelpreisträgern mit genau diesem Thema und hat dazu eindringliche Zeilen vorgelegt (unbedingt lesenswert!)</a>.</p>
<p>Doch <strong>obwohl die Problematik des Klimawandels empirisch fassbar und wissenschaftlich unumstritten ist, verharren wir</strong> in unseren Verhältnissen. Wieso? Ist es eine Schrecksekunde, sind wir zu bequem, oder begreifen wir nur nicht, was uns bevorsteht?</p>
<p>&#8222;Rationalität überfordert den Menschen&#8220;, sagt Prof. Dr. Erich Weede, Soziologe, Psychologe und Politikwissenschaftler an der Uni Bonn und befindet trocken:</p>
<blockquote><p>&#8222;Während die Rationalitätsprämisse den Menschen kognitiv überfordert, wird die Eigennutzprämisse unseren kognitiven Möglichkeiten eher gerecht. (&#8230;) Nur wer für die Folgen seines Handelns (und Unterlassenes) verantwortlich gemacht wird, hat den Anreiz, sich um Rationalität zu bemühen (&#8230;)&#8220;. (FAZ, 25.5.09, S.12)</p></blockquote>
<p>Oder, einfacher formuliert:  <strong>Wir handeln nur, wenn wir dazu gezwungen werden, und nicht aus eigenem Antrieb</strong> &#8211; schon gar nicht, wenn es unbequem wird. Und da die Politik nicht handelt, bleibt alles beim alten.</p>
<p>Düstere Aussichten. Die Hoffnung dürfen wir deswegen trotzdem nicht aufgeben. Denn in zehn Jahren nagt der gestiegende Meeresspiegel schon an Amsterdam. Und dabei wird es nicht bleiben. Handeln: Jetzt!</p>
<blockquote><p><span style="color:#888888;">Foto: (c) Bert Bostelmann/Greenpeace</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=195&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2009/05/30/ware-die-welt-eine-bank/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wirtschaft und Politik. Ein Lobbymärchen.</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby Control]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=173</guid>
		<description><![CDATA[Einmal mehr gibt uns die Wirtschaftskrise Anlass für eine kritische Reflexion: Wir beleuchten das Verhältnis von Wirtschaft und Politik - das wohl allzu häufig von übergroßem Wohlwollen geprägt ist.

Korrumpiert Lobbyismus unsere Politik, und schädigt er nicht unsere Gesellschaft?
Ist es nicht eine Frage der Anständigkeit, als Politiker nicht gleich zum nächstbesten Beratervertrag zu hechten? Können wir solche Werteforderungen überhaupt an unsere gesellschaftlichen Eliten stellen? Oder ist es doch Gewissenlosigkeit, die die Verflechtung zwischen Wirtschaft und Politik zulässt?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=173&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschen sind fassungslos. Gestern waren sie noch nichtsahnend im Büro, heute fischen sie ihre Kündigung aus dem Briefkasten. Es ist kein Einzelfall, der sich so skizzieren lässt &#8211; Arbeitsplätze in der Finanzbranche sind heute nicht die sichersten. Aber wo gibt es die schon noch? Gerade nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers zeigte sich, wie hurtig Arbeitsplätze mitunter den Bach hinunter sind. Doch (nicht nur) das Beispiel des Staates Island zeigt, dass sich diese Krise der Finanzindustrie nur allzu schnell auch auf die Realwirtschaft, gar auf Staaten ausweiten kann.</p>
<p>Szenenwechsel. Eine große Einkaufsstraße einer deutschen Metropole. Ein Aktivist an einem Infostand drückt mir einen Zettel in die Hand:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Lobby der Finanzbranche hat viele Jahre darauf hingearbeitet, optimale Bedingungen für ihre<br />
Geschäfte zu schaffen. Sie hat mitgestrickt an den Gesetzen, die ihre spekulativen Geschäfte ermöglicht<br />
haben. Die Regeln für die Finanzbranche wurden gelockert und spekulative Anlagen erleichtert,<br />
ohne wirkungsvolle Kontrollen zu schaffen. Die Folgen bekommen nun wir alle zu spüren&#8220;,</p></blockquote>
<p>steht darauf (Quelle: <a title="LobbyControl: Flyer Finanzlobby [pdf!]" href="http://www.lobbycontrol.de/blog/wp-content/uploads/0903-demoflyer-finanzlobby.pdf" target="_blank">LobbyControl</a>).</p>
<p>Und wahr ist es &#8211; wer einmal genau hinschaut, entdeckt eine immense Verflechtung von Wirtschaft und Politik. Die Krise gibt einmal mehr Anlass, diesen Zustand kritisch zu hinterfragen &#8211; denn er ist eng verkettet mit Wirtschaftsethik und Werten, die unsere Gesellschaft prägen.</p>
<p>Wirtschaftsunternehmen haben riesige Budgets für die Beeinflussung der Politik &#8211; mitunter versteckt unter Bilanzposten wir &#8222;Sonderausgaben&#8220;, &#8222;Verschiedenes&#8220;, oder &#8222;Werbungskosten&#8220;. <strong>Im Deutschen Bundestag gibt es 612 Abgeordnete, die gewählte Volksvertreter sind. Doch sie entscheiden nicht alleine: Es gibt allein 6000 Lobbyisten, die sogar einen Hausausweis des Bundestags besitzen!</strong> Und auch vor den Türen des Parlaments warten sie, die Abgesandten von Pharma-, Tabak- und Rüstungsindustrie, von Vereinen und Verbänden, in Hundertschaften. Allzu einfach kann man es sich zwar nicht machen &#8211; nicht jede Interessensvertretung ist grundsätzlich zu verdammen. Fragt man Bundestagsabgeordnete, so erhält man häufig zur Antwort, dass kein Abgeordneter alles wissen könne &#8211; und deswegen Hilfe und Beratung durch Dritte benötigt. Doch die Frage bleibt trotzdem: <strong>Wird unser politisches System nicht durch die Verflechtung von Wirtschaft und Politik korrumpiert?</strong></p>
<p>Denn es geht weiter: Kürzungen von Haushaltsposten haben die Budgets der Ministerien zusammenschnurren lassen. Wie Organisationen wie LobbyControl oder  investigative Medienvertreter aufzeigen, gibt es etliche dokumentierte Fälle, in denen Mitarbeiter von Lobbyverbänden als &#8222;Berater&#8220; und &#8222;Hilfskräfte&#8220; an deutsche Ministerien &#8222;ausgeliehen&#8220; wurden &#8211; und so etwa Vertreter der Finanzlobby an Gesetzen mitgeschrieben haben, die die Finanzindustrie eigentlich begrenzen sollten!</p>
<p>Von aufmerksamen Beobachtern könnte sich die Öffentlichkeit &#8211; so sie denn hingucken würde! &#8211; über den &#8222;Drehtür&#8220;-Effekt unterrichten lassen: Politiker und hochrangige Entscheidungsträger etwa aus Ministerien wechseln schamlos direkt nach ihrem Ausscheiden aus dem politischen Dienst in Lobbyorganisationen. Sie nehmen Beraterverträge an und lassen die Privatwirtschaft von ihrem Insiderwissen profitieren &#8211; womöglich zulasten der Gemeinschaft.</p>
<p>Ein besonders krasses Beispiel stellt Bert Rürup dar. Der Wirtschaftsweise hat im Dienst des Staates die nach ihm benannte &#8222;Rürup-Rente&#8220; entwickelt,  und wechselte nun für eine vermutlich nicht unwesentliche Summe zum Finanzoptimierer AWD &#8211; der genau solche Produkte verkauft (<a title="FTD: AWD bewahrt Rürup vor Rente" href="http://www.ftd.de/koepfe/:Wechsel-in-die-Wirtschaft-AWD-bewahrt-R%FCrup-vor-der-Rente/441150.html" target="_blank">Quelle: FTD</a>).</p>
<p>Die Menschen, die ihr Kündigungsschreiben fassungslos das dritte Mal lesen und es immer noch nicht fassen können, es auf dem Küchentisch glattstreichen und erkennen, dass sie als 50-Jährige womöglich keinen Job mehr finden &#8211; sie könnten da wohl zurecht empört sein, und vor Wut in die Tischkante beißen.</p>
<ul>
<li>Mehr Informationen zum Thema:</li>
<li><a title="LobbyControl - Hintergrundpapiere" href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/hintergrundpapiere/" target="_blank">LobbyControl &#8211; Initiative für Transparenz und Demokratie</a>.</li>
<li><a title="APuZ (bpb) Lobbyismus [pdf!]" href="http://www.bpb.de/files/NVFQ8X.pdf" target="_blank">&#8222;Aus Politik und Zeitgeschichte&#8220; &#8211; APuZ &#8211; Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema &#8222;Lobbyismus&#8220;</a></li>
<li><a title="Zeit Online: Lobbyismus" href="http://www.zeit.de/online/2006/10/lobbyismus" target="_blank">Lobbyismus &#8211; Die fünfte Gewalt. Von Thomas Leif und Rudolf Speth | © ZEIT online, 2.3.2006</a></li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/173/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=173&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>ein grüner Aufschwung?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/03/06/ein-gruner-aufschwung/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/03/06/ein-gruner-aufschwung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 15:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschwung]]></category>
		<category><![CDATA[avaaz.org]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=167</guid>
		<description><![CDATA[Die Welt steckt in der Krise - Zeit für einen grünen Aufschwung? Zweifellos. Doch wo stehen wir, und wie soll unsere Welt von morgen aussehen?
"grüner Aufschwung?" ist die Einleitung zu einer neuen Serie: green.social startet eine Themenreihe über zukünftige Gesellschaftsmodelle - für ein Deutschland der Zukunft, und für eine Gesellschaft der Zukunft.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=167&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wir haben uns viel in Krisenrhetorik geübt. Schon zum Ende letzten Jahres <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/12/31/2009-die-krise-meistern/" target="_blank">haben wir vorrausgesagt</a>, dass sich &#8222;die Krise&#8220;, begonnen im Finanzsektor, auf die gesamte Gesellschaft ausweiten wird &#8211; und dazu brauchte es ja auch gar nicht so viel Weitsicht. Zuletzt haben wir dann die <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/02/05/demokratie-in-der-krise/" target="_blank">Auswirkungen auf unser demokratisches System untersucht</a>.</p>
<p>Der vielgerühmte US-Präsident Barack Obama ist nun in der Realpolitik angekommen. Was ihn im eigenen Land ein &#8211; wenn auch sehr kleines &#8211; Stück unpopulärer macht, ehrt ihn aus der Distanz betrachtet: Seine Entscheidungen zeugen von Weitsicht und stehen durchaus in Kontinuität zu seinen formulierten Überzeugungen.<br />
Reformen und Krisenpakete durch immense, nie gehabte Schuldenberge zu finanzieren, ist dennoch unverantwortlich und widerspricht dem Gedanken der Nachhaltigkeit.</p>
<p>Dennoch: die Aktionsplattform avaaz.org beobachtet eine Philosophie des &#8222;<a href="http://www.avaaz.org/blog/en/" target="_blank">green recovery</a>&#8222;, des &#8222;grünen Aufschwungs&#8220;, und schreibt:</p>
<blockquote><p><strong>In the face of the global economic downturn and the climate crisis, a brilliant new idea is taking hold: green recovery.</strong> From China&#8217;s Hu Jintao to Obama in the U.S., leaders are realizing that a green recovery &#8212; investing in renewable fuels, efficiency, and new technology &#8212; <strong>is the best way to create jobs and save the planet</strong> at the same time.</p></blockquote>
<p>Politische Führer auf der ganzen Welt würden momentan die Erkenntnis gewinnen, dass die Beachtung ökologischer Aspekte auch im Hinblick auf soziale und ökonomische Ziele Früchte trägt.</p>
<p>Gut so &#8211; denn damit setzt sich die Vernunft durch (ganz unbescheiden können wir auch schreiben, dass es das ist, was wir seit hier beschreiben &#8211; und was dem Blog seinen Namen gibt: green.social). Doch tut sie es auch? Erkennen die politischen Entscheider, die Spitzen der mächtigsten und größten Nationen, wirklich die Dimension der Probleme, die vor uns stehen &#8211; gerade in ökologischer Sicht, und dass der Klimawandel weitaus schlimmere Auswirkungen haben wird als eine rein ökonomische Krise wie diese? Und vor allem, tun sie auch etwas?</p>
<p>Diese Fragen müssen wir uns stellen, denn es geht um unsere Zukunft &#8211; nicht mehr und nicht weniger. Ganz pathetisch.</p>
<p>Auch wir möchten uns diesen Fragen in den kommenden Einträgen verstärkt widmen. Zunächst werden wir, Stück für Stück, unsere Wünsche zusammentragen:</p>
<p>In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Welche Ängste, aber auch Chancen und Visionen haben wir? Wie wird sich unser gesellschaftliches Zusammenleben verändern? Was erwarten wir von unserer Gesellschaft?<br />
Solche Idealvorstellungen müssen kritisch überprüft werden &#8211; auch auf ihre Durchsetzbarkeit hin: Können wir es uns überhaupt leisten, weiter so zu leben wie bislang?</p>
<p>Ein grüner Aufschwung ist bislang noch nicht erkennbar. Weder grün, noch Aufschwung. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.</p>
<p>Mit unserer Serie möchten wir anregen und gestalten.<br />
<strong>Für ein Deutschland der Zukunft.</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/167/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=167&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2009/03/06/ein-gruner-aufschwung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>&#8230;immer wieder Krisen?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 16:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen des Wachstums]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Keynes]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltzerstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=155</guid>
		<description><![CDATA[Beim Blick in das Geschichtsbuch fällt auf: Immer wieder hat die Menschheit mit Krisen zu kämpfen. Wieso?, fragen wir uns. Und stellen fest: Die derzeitige Krise können wir nutzen, um uns für die Zukunft fit zu machen. Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten, ist das Credo unserer Ausführungen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wiederholt sich Geschichte?&#8220;, fragte sich der FAZ-Kolumnist Hanno Beck in seinem &#8222;Beck-Office&#8220; kürzlich. In der gleichen Zeitung wurden im letzten Monat Artikel veröffentlicht mit dem Titel &#8222;Mit der Finanzkrise wiederholt sich die Geschichte&#8220; sowie &#8222;Die Geschichte wiederholt sich nicht&#8220; &#8211; natürlich immer mit unterschiedlichen Autoren.</p>
<p>Doch ganz gleich, von welcher Seite man sich der Frage nähert,  ob es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der regelmäßig Krisen auftreten &#8211; eines ist klar. Es gab immer wieder in der Geschichte der Menschheit Krisen.</p>
<p>Dafür liegen drei Erklärungen nahe. Zum einen ist natürliche die keynesianische Periodik heranzuziehen, nach der Auf- und Abschwungsphasen aufeinander folgen. Zum anderen  liegt es in der menschlichen Natur, dem Gegenwärtigen krass entgegengesetzte Positionen zu ergreifen; dabei wird im gesellschaftlichen und ökonomischen Spektrum die &#8222;Wellenbewegung&#8220; verstärkt und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes" target="_blank">Keynes</a>-Effekt betont.</p>
<p>Zudem  ist aus sozio-ökologischer Perspektive eine weitere gesellschaftliche Erklärung aufzuweisen. Die Frage nach den &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; wird für so manchen, der sich mit Ökologie beschäftigt, zur Sinnfrage.</p>
<blockquote><p>Kann ein Kapitalismus, dessen marktwirtschaftliches System &#8222;immer mehr&#8220; will, wirklich ökologisch und ökonomisch ausgeglichen sein?</p></blockquote>
<p>Eine Wachstumsrate für jede Volkswirtschaft von mindestens 2% wird als geradezu selbstverständlich empfunden, um hohen Wohlstand wie in den westlichen Gesellschaften zu sichern.<br />
Doch führt man sich vor Augen, was das bedeutet, so fällt auf: Für einen Erhalt des Wohlstands soll Wachstum, auf Ressourcenausbeutung aufgebaut, notwendig sein? Jedes Jahr soll unsere Wirtschaft 2% erfolgreicher sein als zuvor, und im nächsten Jahr vom erhöhten Betrag nochmal 2% mehr, und immer so weiter? Da muss klar sein, dass es nicht unendlich weiter geht &#8211; die &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; werden erreicht werden. Die Wachstumsspirale nach oben wird sich nicht unendlich fortsetzen lassen und irgendwann ihr Ende finden.</p>
<p>In Rezessionszeiten über &#8222;<a href="http://http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a>&#8220; zu philosophieren, ist zwar bequem &#8211; man wirkt prophetisch &#8211; aber dennoch unabdingbar. Um eine Lösung zu finden, die zwar weiter Wohlstand sichert &#8211; zukünftig auch mehr Menschen als bisher -, aber dennoch <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">nachhaltig</a> ist, müssen wir uns anstrengen. Übertreiben wir die Sucht nach Wachstum nämlich, könnte es irgendwann zu einer &#8222;harten Landung&#8220; kommen, einem abrupten Versagen unserer globalökonomischen Systeme. Dies muss kein apokalyptisches Szenario sein &#8211; schließlich ist es möglich, Wachstum mehr an Nachhaltigkeit auszurichten.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten.</strong></p></blockquote>
<p>Die derzeitige Krise &#8211; mit international zu beobachtenden Staatseingriffen in die Märkte &#8211; bietet hervorragende Chancen, die globale Wirtschaft und Gesellschaft auf die Zukunft vorzubereiten, und die <em>&#8222;Chancen des Wachstums&#8220;</em> zu nutzen. Denn wenn mit Ressourcenausbeutung und Treibhausgasemission wie bislang fortfahren, werden wir an Umweltschäden nur allzu früh bemerken, dass dies langfristig nicht tragbar ist.</p>
<p>Besonders der Klimawandel schwebt hier als Damoklesschwert über uns, das baldiges Handeln erfordert. Die Reaktionen der Bundesregierung auf die derzeitige Weltwirtschaftskrise sind nicht durchweg sinnvoll, in manchem auch kontraproduktiv. Steuern für besonders große Autos als Anreiz zu senken &#8211; wie es angedacht ist -, erscheint schlichtweg wahnsinnig.<br />
Wer nun kurzfristig denkt und Geld verpulvert, gewinnt nichts.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Klimakrise ist langfristig gefährlicher als die Wirtschaftskrise&#8220;,</p></blockquote>
<p> schreibt auch die <a href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/qdie_klimakrise_ist_gefaehrlicher_als_die_wirtschaftskriseq/" target="_blank">Umweltschutzorganisation Greenpeace </a> in ihrer &#8222;Klimabilanz 2008&#8243;: &#8222;Es drohen Orkane und Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, das Auftauen der Arktis &#8211; die Folgen des Treibhauseffektes werden uns schneller ereilen als bislang angenommen&#8220;, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von <span lang="en">Greenpeace</span>. <q>&#8222;<strong>Die Regierung hat in der Bankenkrise schnell gehandelt, das muss sie endlich auch in der Klimakrise leisten.</strong> 2009 darf keine Chance für Klimaschutz verspielt werden.&#8220;</q></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wirtschaftskrise vs. Umwelt?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 13:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[B90/Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=142</guid>
		<description><![CDATA[Eine Bestandsaufnahme. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, die derzeit über uns hereinbricht, ist das bestimmende Thema dieser Wochen. Und wird es wohl auch bleiben. Deswegen widmen wir uns dem Thema und versuchen, den Umweltgedanken auch in der "Krise" wieder voranzubringen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=142&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>O tempores, o mores &#8211; jetzt schreiben wir auch schon darüber. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, die derzeit über uns hereinbricht, ist das bestimmende Thema dieser Wochen. Und wird es wohl auch bleiben. Deswegen widmen wir uns dem Thema und versuchen, den Umweltgedanken auch in der &#8222;Krise&#8220; wieder voranzubringen.</p>
<p>Gerade hat die Bundesregierung <a title="Kommentar zum Konjunkturpaket" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601205,00.html" target="_blank">ein neues Konjunkturpaket in Arbeit</a>, über das so kontrovers gestritten wird wie über kaum eine Krisenlösungs-Maßnahme in den vergangenen Monaten. Während die große Koalition fest zusammensteht, hackt die Opposition auf dem Paket herum. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der goldenen Mitte:  Das Konjunkturpakte ist nicht optimal, aber was ist das schon? Handeln ist besser als Resignieren &#8211; nur kommt es natürlich auf die Qualität an.</p>
<p>Einige Gedanken zum Thema müssen wir vorwegschicken.  Zum einen,  ganz essentiell ist der Punkt der Verschuldung. <strong>Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, so gilt das nicht nur für die Umwelt.</strong> &#8222;Nachhaltige Entwicklung&#8220; ist eine Entwicklung, die nicht auf Kosten kommender Generationen statt findet (<a title="Nachhaltigkeit" href="http://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/n/nachhaltigkeit_432.htm" target="_blank">Quelle</a>), und enorme Schuldenberge anzuhäufen, ist definitiv ein Handeln auf Kosten kommender Generationen.</p>
<p>Zum anderen, wir haben es hier schon häufig erwähnt: Umwelt wird oft erst dann ein Thema mit hoher Priorität, wenn die Wirtschaft floriert.</p>
<blockquote><p>&#8222;Erst wenn der Laden läuft, machen wir uns Gedanken über Luxusthemen wir Umwelt&#8220;,</p></blockquote>
<p>denken scheinbar viele Entscheidungsträger. Dass diese Einstellung längst überholt ist, muss jedem klar sein. Dass sie immer noch in den Köpfen ist, lässt sich täglich beobachten. Entwicklungsländer wie die VR China bauen in einem solchen Umfang umweltschädliche Technologien wie Kohlekraftwerke aus, dass es nicht einmal im Traum als nachhaltig bezeichnet werden kann &#8211; doch zunächst gilt es dem chinesischen Regime, koste es, was es wolle, den westlichen Wohlstand zu erreichen.<br />
Ein Recht, dass diesen Ländern nicht versagt werden kann: Die DDR tat es genauso, die BRD auch &#8211; und <strong>letzten Endes sind alle  Industriestaaten groß geworden, indem sie die Umwelt hemmungslos ausbeuteten</strong>.</p>
<p>Auch der Blick auf die aktuelle Entwicklung bestätigt das: 2007 war der Klimawandel &#8211; neu bestätigt durch IPCC-Report und Al Gores Engagement &#8211; das absolute Topthema von Gesellschaft und Medien. Mit der 2008 vollends aufblühenden Subprime-Krise im US-Immobilienmarkt, die Quelle unserer heutigen globalen Finanzkrise ist, wurden die wirtschaftlichen Ängste wieder Hauptthema. Na klar &#8211; verständlich ist das:</p>
<blockquote><p>Individuell geht jedem die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes näher als das Abschmelzen der Polkappen.</p></blockquote>
<p>Doch rational begründen lässt sich die Präferenz gesellschaftlicher Entscheider, Wirtschaftsthemen über Umweltproblemen auf die Agenda zu setzen, nicht. Denn das Umwelt die Grundlage unserer Wirtschaft, ja, unserer Existenz ist, bleibt volkswirtschaftlich unbestritten. Und logisch ist es natürlich zudem.</p>
<p><strong>Umweltprobleme waren immer schon global. Die Weltwirtschaft ist es heute auch.</strong> Doch die Politik kann auf diese veränderte Situation bislang noch nicht in ausreichendem Maße reagieren &#8211; denn sie ist weiterhin in nationalen Gefäßen &#8211; Nationalstaaten &#8211; gefangen und hat höchstens noch auf supranationaler Ebene eine Mitwirkung (Beispiel EU).<br />
Doch eine wirklich schlagkräftige Einigung unter <span style="text-decoration:line-through;">allen von Umweltproblemen betroffenen, also</span> allen Ländern im Bereich Klimawandel etc. gibt es nicht. Umwelt bleibt politisch nachrangig.</p>
<p>Auch das deutsche Konjunkturpaket zielt, <a title="B90/Grüne" href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/beschluesse/dokbin/265/265208.beschluss_frankfurter_erklaerung.pdf" target="_blank">wie die Grünen kritisieren</a>, hauptsächlich auf  &#8222;Beton statt Umwelt und Bildung&#8220; ab. Da wäre ein Ansatzpunkt gewesen: Schon heute entstehen allein im Bereich &#8222;Erneuerbare Energie&#8220; Tausende von Jobs.</p>
<p>Wieso nicht mal selbstbewusst das Thema Umwelt vertreten? <strong>Umwelt und Wirtschaft sind kein Widerspruch, sie können gemeinsam politisch behandelt werden. Und nur zu häufig zeigt sich, dass das sogar sehr effektiv ist.</strong> <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/13/wirtschaft-der-zukunft-okologische-marktwirtschaft/" target="_blank">(vgl. &#8222;Ökologische soziale Marktwirtschaft&#8220;)</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=142&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Beziehungskrise: Wirtschaft &amp; Umwelt</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 20:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[IPCC]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezession]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=103</guid>
		<description><![CDATA[Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise geht es hier um die Prioritäten, die zu setzen sind.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=103&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt schlittert in eine Krise. Das tut sie zwar häufig, wenn nicht gar ständig &#8211; glaubt man den Medien. Doch dass wir global nun in der Tat eine schwierige Situation vorliegen haben, verkommt in diesen Tagen zum Gemeinplatz.</p>
<p><em>Eine gute Gelegenheit, sich einmal wesentliche Aspekte der Verknüpfung unserer Systeme anzusehen: Wirtschaft, Umwelt und Politik hängen eng zusammen.</em></p>
<p>Aber beginnen wir &#8211; von ganz vorne. Das heißt, beginnen wir vor einigen Jahren. Denn für die drei Handlungsstränge, denen wir nun folgen möchten, sind zunächst diese Jahre von Belang. Das erste Ereignis ist ein sich klar abzeichnender Klimawandel.<br />
<img class="alignleft" style="border:1px solid #000000;margin:4px 5px;" title="IPCC" src="http://joellegergis.com/wp-content/uploads/2007/02/ipcc-cartoon.jpg" alt="" width="192" height="262" />Im Jahr 2007 legte das IPCC, der UN-Klimaauschuss, einen Bericht vor. Erstmals wurde hier unumstritten, klar und deutlich ausgesagt, dass die Welt einem antrophogenen (=menschengemachten) Klimawandel unterliegt. War bislang noch eine immense Kontroverse um die Frage, ob es a) einen Klimawandel gebe und ob er b) vom Menschen verursacht sein, so war dies nun kein Streitpunkt mehr.<br />
Diesen &#8211; erst seit 2007 &#8211; wirklich gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, einem gesteigerten politischen Engagement vor allem linker Gruppen (als bekannte Protagonisten bei uns in Deutschland dürften u.A. Greenpeace, B90/Grüne, SPD, aber auch der US-Demokrat Al Gore stehen) und einer geänderten öffentlichen Wahrnehmung ist es zu verdanken, dass Klimawandel mehr als ein Jahr unangefochtenes Leitmotiv von Medien, Literatur, Intellektuellen und öffentlichem Diskurs war. Nie wurden mehr Bücher über Umweltschutz allgemein und den Klimawandel im besonderen veröffentlicht als in diesen knapp zwei Jahren.</p>
<p>Der Einsatz gegen den Klimawandel wurde immer mehr als gesellschaftliche Aufgabe anerkannt. Sigmar Gabriel (SPD), als Bundesumweltminister notwendigerweise auch ein Protagonist des deutschen Klima-Engagements, fasst diese Einstellung in einem Satz zusammen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Wir sind reich genug, uns Klimaschutz zu leisten &#8211;  und zu arm, um darauf zu verzichten!&#8220;</strong></p></blockquote>
<p>Die fatalen Auswirkungen des Klimawandels, wie wir ihn heute erleben, zeigen sich u.A. im angesprochenen <a title="Wikipedia (english) Publikationen IPCC 2007" href="http://en.wikipedia.org/wiki/IPCC_Fourth_Assessment_Report#External_links" target="_blank">IPCC-Bericht 2007 [hier Überblick über die Publikationen]</a>. Auf die ethische Dimension, die Klimawandel zweifelsfrei besitzt, <a title="Klimawandel - Ungerechtigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank">gehen wir hier ein</a>.</p>
<p>Doch im Spätsommer 2008 ereignet sich, was später als für dieses Jahr wesentlichstes Ereignis erkannt werden wird: Die <a title="Subprime US-Finanzkrise" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_2007/2008#M.C3.B6gliche_Auswirkungen_auf_die_Realwirtschaft" target="_blank">Finanzkrise, die schon seit 2007 in den USA wütet</a>, greift vollends auf die globalen Finanzmärkte über.<br />
Und mehr noch: Sie beendet mit der Gewalt, mit der sie sich über die gesamte Welt entlädt, eine Phase des Aufschwungs. Bei uns in Deutschland war sie eher vorsichtig und schwindet vollkommen, in asiatischen Boomregionen war sie intensiv und mächtig und wird zunächst nur abgeschwächt.<img class="alignright" style="border:1px solid #000000;margin:3px 4px;" title="Finanzkrise 07/08" src="http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,438985,00.jpg" alt="" width="146" height="113" /><br />
Doch zwei Dinge lassen sich charakteristisch feststellen:  Zunächst einmal sind wir &#8211; wie so häufig &#8211; natürlich selbst schuld. Eine Krise war unvermeidlich, sogar systemimmanent. Sowohl in den USA, wie auch in Europa und der gesamten Finanzwelt lagen faule Kredite und falsche Rechnungen herum. Das bricht nun alles hervor.</p>
<p>Und zum anderen lässt sich eine Feststellung treffen, die viel beunruhigender ist:</p>
<blockquote><p><strong>Umweltschutz ist meist zweite Priorität, nach wirtschaftlichem Wachstum.</strong></p></blockquote>
<p>Das lässt sich besonders gut beobachten bei Entwicklungs- und Schwellenländern. Als Beispiel sei die diktatorische VR China genannt: Dort geht jede Woche ein Kohlekraftwerk ans Netz, statistisch. Das geschieht, weil Kohle billig ist und man zunächst wachsen will. (Erst) ab einem bestimmten Wohlstandsniveau wird erfahrungsgemäß auch Umweltschutz zu einem gesellschaftlichen Interesse.</p>
<p>Deutschland war schon weit &#8211; wir hatten prinzipiell unsere erste Priorität auf Nachhaltigkeit ausgerichtet &#8211; <a title="Infos zu Nachhaltigkeit, Tragfähigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">ein verträgliches Wachstum, das Umwelt und Wirtschaft vereint.</a> Doch nun könnte die Gefahr bestehen, in wirtschaftliche Verbelendung zurückzufallen. Bankenbilanzen first, scheint das Motto zu sein.</p>
<blockquote><p><strong>Finanzkrise und Klimawandel haben Gemeinsamkeiten.</strong></p></blockquote>
<p>Wirtschaften auf Pump führt in den Finanzcrash. Das Überziehen unseres ökologischen Kontos, führt hingegen in den Klimawandel. Anders als die Finanzprobleme lässt sich der Klimawandel aber auch mit Milliarden Euro nicht rückgängig machen, überlegen BUND-Vorstand und Evangelische Kirchedieser Tage <a title="Klimawandel und Finanzkrise" href="http://www.focus.de/panorama/welt/klimawandel-parallelen-zwischen-finanzkrise-und-klimawandel_aid_345773.html" target="_blank">gemeinsam</a>.</p>
<p>Es ist richtig, gerade jetzt über Klimaschutz zu reden, wo alle nur über die Wirtschaftskrise reden. Dringende finanzielle Probleme dürfen die wichtigsten ökologischen Probleme der Zeit nicht verdrängen.</p>
<p>Das ist richtig, und wichtig erst recht. Denn soziale Wohlfahrt kann nicht auf Kosten der Umwelt erreicht werden, im Gegenteil: Soziales und Ökologisches bedingen sich gegenseitig.<br />
Daher ist es wichtig, in diesen Tagen auch vor dem Hintergrund der Medienberichterstattung eigene Prioritäten zu setzen. Und das kann nicht heißen, Wirtschaft vor Umwelt.</p>
<blockquote><p><strong>Wirtschaft und Umwelt müssen gleichberechtigt nebeneinander gepflegt und geschützt werden. Es gibt sie nur als Einheit. </strong></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=103&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://joellegergis.com/wp-content/uploads/2007/02/ipcc-cartoon.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">IPCC</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,438985,00.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Finanzkrise 07/08</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 11:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
		<category><![CDATA[Benzinpreis]]></category>
		<category><![CDATA[C02]]></category>
		<category><![CDATA[Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[fossile Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltige Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=70</guid>
		<description><![CDATA[Mobilität wird immer mehr zum bestimmenden Faktor in unserem Alltag. Dabei unterstützt sie unsere Lebensweise, gefährdet sie jedoch auch. Flugverkehr, Autos, Schiffe - sie alle sind nützlich, aber umweltschädlich. Ein Ausbau der Mobilität, wie wir sie heute leben, kann nicht möglich sein.
Dennoch brauchen wir Mobilität. Wie können wir sie nachhaltig gestalten?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=70&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Zeit war der &#8222;<a title="Ölpreis stoppt Globalisierung" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/21/olpreis-stoppt-globalisierung/" target="_blank">Ölpreis</a>&#8220; hier natürlich mehrfach <a title="Index der Einträge" href="http://greensocial.wordpress.com/index-der-eintrage/" target="_blank">Thema</a>. Unsere Grundthese dazu ist:</p>
<blockquote><p>Das Angebot [an fossilen Energiequellen] sinkt, die Nachfrage jedoch steigt stetig. Dieser Trend bewirkt, dass es langfristig nur zu einer Preissteigerung kommen kann.<br />
Klar ist: Alle Menschen müssen sich um Alternativen bemühen &#8211; allein schon, um die verheerenden ökologischen Folgen der Energiegewinnung durch fossile Energieträger abzumildern.</p></blockquote>
<p>Heute wollen wir uns mit einem wesentlichen Teil nachhaltiger Entwicklung beschäftigen: <strong>Verkehr</strong>.</p>
<p>Schon ein Blick auf eine Hauptverkehrsstraße in einer Metropole zeigt: (individuelle) Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der Anforderungen von Menschen an Wohlstand &#8211; hat aber gerade deswegen einen großen Einfluss auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Entwicklungsländer streben nach Wohlstand &#8211; und innerhalb dieses Strebens nimmt die Unabhängigkeit und Macht, die z.B. ein Auto dem Besitzer verleiht, ein wichtiges Ziel ein.</p>
<p>Nehmen wir zunächst die Fakten auf. Die Umweltschutzorganisation <a title="Greenpeace - Autowahn" href="http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/verkehr/artikel/der_autowahn_fuehrt_ins_klimachaos/" target="_blank">Greenpeace schreibt dazu</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Klimaschutz erstickt an den Verkehrsabgasen. Die weltweite Autoflotte explodiert und wird bald die <em>Milliardengrenze</em> überschreiten. Immer mehr Güter werden verfrachtet und der Flugverkehr steigt dramatisch. Damit steigen auch die <em>klimaschädlichen Abgase</em>. So wirkt der Verkehr allen Klimaschutz-Anstrengungen entgegen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Jeder zweite Bundesbürger besitzt ein Auto. In Berlin gibt es ca. 300 Autos auf 1000 Einwohner, in Frankfurt/Main liegt die Zahl bei etwa <strong>600 bis 700 Autos auf 1000 Ewh</strong>. Jeder Bürger unternimmt, statistisch gesehen, wenigstens einmal jährlich eine Flugreise. Doch diese Art der Mobilität hat langfristig einen zu großen Preis: den drohenden Klimakollaps.<br />
Allein die deutschen PKWs hatten 1995 einen C02-Ausstoß von 109 Millionen Tonnen. Laut Experten ist klar, dass diese Zahl in naher Zukunft kaum abnehmen wird. Beim LKW-Verkehr werden bis zum Jahr 2010 eine Steigerung um fünfzehn Millionen Tonnen auf insgesamt 63 Millionen Tonnen CO2 prognostiziert. Noch düsterer ist die Perspektive beim Flugverkehr: Hier erwarten die Wissenschaftler bis zum Jahr 2010 fast eine Verdoppelung der CO2-Emissionen auf 33,6 Millionen Tonnen, verglichen mit dem Jahr 1995 (17 Millionen).<br />
&#8222;Die Menschen wollen fahren, wie sie es gewohnt sind: jederzeit, in vertrauter Umgebung&#8220;, sagt Mobilitätsforscher Andreas Knie.</p>
<p>Weder wissenschaftliche Erkenntnisse oder gute Beteuerungen noch politische Forderungen konnten erreichen, den ungezügelten Anwuchs des Verkehrs zu bremsen.<br />
Anders das wirtschaftlichste aller wirtschaftlichen Argumente: <strong>der Preis</strong>.</p>
<p>Für Reedereien lohnt es sich ob des teuren Treibstoffes, das Tempo zu drosseln und dafür mehr Schiffe einzusetzen. Der internationale Luftverkehr fliegt in die Krise: Die Margen sind ohnehin gering, und der Kerosin(=Öl)preis frisst sie ganz auf. Und: Die Deutschen kaufen mehr kleine und sparsame Autos, wie die SZ berichtet. Der Preis für Esel als günstige, ökologische Alternative stieg in der Türkei innerhalb eines Jahres von 26 auf 180€. In ihrer 27. Ausgabe (2008 ) berichtet die renommierte &#8222;Wirtschaftswoche&#8220; über ein Elektro-Auto als &#8222;Ihr nächstes Auto&#8220; und schreibt: &#8222;Der hohe Ölpreis, der Klimawandel und Forschritte in der Batterietechnik lassen die Strom-Autos erst richtig attraktiv werden. Die Industrie steht vor einer Revolution.&#8220;</p>
<div id="attachment_77" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2008/08/nachhaltige-mobilitat.jpg"><img class="size-full wp-image-77" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2008/08/nachhaltige-mobilitat.jpg?w=455" alt="Nachhaltige Mobilität"   /></a><p class="wp-caption-text">Nachhaltige Mobilität</p></div>
<p>Nachhaltige Mobilität lautet das Stichwort (s. Grafik oben). &#8222;Ein nachhaltiges Verkehrssystem ist ein Aspekt der globalen Nachhaltigkeit und beinhaltet die Befriedigung der gegenwärtigen Bedürfnisse, ohne dass dabei die Möglichkeiten [und Rechte] künftiger Generationen beeinträchtigt werden (&#8230;).&#8220;, schreibt der UITP (Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen, Urheber obiger Grafik).</p>
<p>Nachhaltigkeit könne nur erreicht werden, heißt es weiter, &#8222;wenn alle drei miteinander verbundenen Elemente, nämlich Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.<br />
Der Verband schließt aber mit der zuversichtlichen Feststellung: &#8222;Eine nachhaltige Mobilität ist umweltpolitisch solide, sozial gerecht und in wirtschaftlicher Hinsicht machbar (&#8230;).&#8220;</p>
<ul>
<li>Zum Weiterlesen:<br />
<a title="UITP - Drei Eckpunkte einer nachhaltigen Mobilität" href="http://uitp.org/Project/pics/susdev/Leaflet-D.pdf" target="_blank">In diesem Papier [pdf] lassen sich die Positionen nachlesen</a>, die sehr objektiv und und gut ausformuliert sind.</li>
</ul>
<ul>
<li>Mobilität wird hier bei green.social weiter Thema sein. Weitere Inhalte zum Thema finden sich u.a. <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/07/21/verkehr-morgen/" target="_blank">hier</a> (&#8222;Verkehr morgen&#8220;) und <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/08/11/verkehr-praktisch/" target="_blank">hier</a> (&#8222;Verkehr praktisch&#8220;).</li>
</ul>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/70/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/70/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=70&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://greensocial.files.wordpress.com/2008/08/nachhaltige-mobilitat.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Nachhaltige Mobilität</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ölhahn Saudi</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/08/21/olhahn-saudi/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/08/21/olhahn-saudi/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 08:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Ölförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Aramco]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=53</guid>
		<description><![CDATA[Öl, Schmierstoff der Welt. Doch wo kommt es eigentlich her? Zum großen Teil aus Saudi-Arabien, wie in diesem Post deutlich wird.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=53&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Wichtigkeit des Öls hatten wir umfangreich berichtet (u.A. hier), über ethische Hintergründe zuletzt im vorletzten Eintrag.<br />
Doch wo kommt das ganze Zeug eigentlich her? BP, Shell, etc. okay, klar &#8211; die großen Mineralölkonzerne, deren Namen häufig kryptisch klingen und Joint-Ventures sind. Einer von ihnen ist aber dominant. Und ist im Alltag dennoch weitgehend unbekannt.</p>
<p>Saudi Aramco ist der weltgrößte Ölförderer. Wie der Name nahe legt,  ist es eine saudische Gesellschaft. Damit nicht genug &#8211; es ist eine staatliche saudische Gesellschaft, im Besitz von Staat und Königshaus. Als Wächter der Ölhähne sind die Saudi-Aramco-Ingineure gleichzeitig in einer enormen Verantwortung für die Weltwirtschaft, die auf das &#8222;schwarze Gold&#8220; angewiesen ist. Und: sie sind Saudi-Arabiens wichtigste Geldquelle, mit dem zwölffachen Börsenwert von Siemens.</p>
<p>Innenpolitisch brisant: Für Staat und Königshaus ist der Ölkonzern die bedeutendeste Kostbarkeit in der Schatztruhe. Um ein gleichmäßiges Fließen von Öl und Einnahmen zu gewährleisten, darf der Konzern westliche Mitarbeiter heranziehen &#8211; und auf dem Konzerngelände gelten ganz andere Regeln als im übrigen, streng konservativ-wahabistischen Saudi-Arabien.<br />
Der Konzern operiert, naturgemäß, viel im Umgang mit dem &#8222;Westen&#8220; &#8211; Amerika, Asien, Europa, den Abnehmern des Öls. Das bringt ihn, obwohl arabisch-muslimischen Ursprungs, in die Zielscheibe von Terroristen. Zumindestens wird der Konzern deswegen kritisch beäugt, und nicht etwa, wie man ob der sprudelnden Einnahmen denken könnte, bejubelt.</p>
<p>Für Saudi-Arabien ist das Öl eine Chance. Leider bisher eine verpasste: Die Demokratisierung geht nicht voran. Das Königshaus hängt einer extrem konservativen Form des Islam an und setzt diese im Land durch; demokratische Strukturen sind nicht gegeben. Obgleich die Könige außenpolitisch zuletzt eher liberal waren, so ist Saudi-Arabien doch absolutistisch, und vom Reichtum kommt bei den Bürgern (zu) wenig an. Die Erlöse aus den ungewöhnlichen Ressourcen müssten in Bildung und Zukunfstechnologien investiert werden &#8211; damit würde man den Saudis eine gute Zukunft versprechen.</p>
<p>Denn Zukunftstechnologien meint vor allem: erneuerbare Energien. Momentan ist es noch so, dass für die Implementierung erneuerbarer Energien in umfangreichem Ausmaß viel Geld benötigt wird. Gleichzeitig geben zwei Fakten den Anstoß zum Handeln: Erstens, das Öl fließt noch und wirft derzeit reichliche Gewinne ab. Zweitens, es wird bald Versiegen.<br />
Eigentlich der Moment, sich nach einem Geschäftsmodell für die Zukunft umzusehen &#8211; die regenerativen Energiequellen wären eines.</p>
<p>Doch da gibt es zwei Gründe. Der eine ist einfach, aber heikel: &#8222;Wir sind die Königsfamilie &#8211; wieso vorsorgen oder teilen?&#8220;, mögen sich die hohen al-Sauds denken.<br />
Der andere Grund ist geopolitischer Natur: Würde man jetzt bereits massiv erneuerbare Energien einsetzen, verlöre Öl möglicherweise (etwas) an Attraktivität. Solange noch Öl da ist, hat man in Saudi-Arabien deswegen kein Interesse an Alternativen.<br />
Dass das falsch gedacht ist, liegt für uns nahe: Öl hat einfach auch neben der Energieproduktion einen zu hohen Stellenwert, als dass es nicht mehr benötigt würde. Aber, in der Tat: der &#8211; momentan künstlich hochspekulierte &#8211; Preis würde vielleicht etwas nachgeben.<br />
Und auch insgesamt ist die Saudi-Strategie falsch gedacht. Denn demokratische Teilhabe mit nachhaltigen, vorsorgenden Modellen für die Zukunft bewährt sich in der Regel dann doch am Meisten.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/53/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/53/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/53/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=53&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2008/08/21/olhahn-saudi/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Energieverbrauch der USA</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 11:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energieverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[G8]]></category>
		<category><![CDATA[Klimarente]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Leapfrogging]]></category>
		<category><![CDATA[Treibhausgas]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://greensocial.wordpress.com/?p=42</guid>
		<description><![CDATA[Im letzten Eintrag haben wir, wie das in solchen Diskussionen üblich ist, anklagend mit dem Zeigefinger auf die USA gezeigt: Die haben einen viiiiiiel höheren Energieverbrauch! Das stimmt so, und eine Ausrede Entschuldigung lässt sich dafür nur schwer finden. Scot Stevenson hat es trotzdem versucht und schreibt in seinem Blog über Deutsch-Amerikanische Missverständnisse: &#8222;Die einzig [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=42&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Eintrag haben wir, wie das in solchen Diskussionen üblich ist, anklagend mit dem Zeigefinger auf die USA gezeigt: Die haben einen viiiiiiel höheren Energieverbrauch! Das stimmt so, und eine <span style="text-decoration:line-through;">Ausrede</span> Entschuldigung lässt sich dafür nur schwer finden. Scot Stevenson hat es trotzdem versucht und schreibt in seinem <a title="Energieverbrauch der USA" href="http://usaerklaert.wordpress.com/2008/03/20/einige-bemerkungen-zum-energieverbrauch-der-usa/">Blog über Deutsch-Amerikanische Missverständnisse</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die einzig sinnvolle Antwort [auf den höheren US-Energieverbrauch] lautet: well, duh, denn die Bedingungen sind anders. In Mitteleuropa würden Temperaturen wie in Minnesota oder Arizona als Klimakatastrophen eingestuft. Deutschland ist zwar eine große Nation mit großartigen Menschen, aber als Staat eher kompakt.</p>
<p>Schon allein wegen des Klimas und der Entfernungen verbrauchen die Amerikaner im Durchschnitt mehr Energie, und sie werden es bei vergleichbarer Lebensqualität auch immer tun. Selbst wenn die westliche Zivilisation morgen zusammenbrechen sollte, würden die Menschen in Minnesota mehr Brennholz verfeuern als in Hessen [...].&#8220;</p></blockquote>
<p>Bei allem Respekt für einen wirklich schönen Blog (der hier nur als Beispiel dienen muss): Das ist leider in der Tat nur eine Ausrede. Zwar wird im Folgenden versucht, Kanada als sinnvollste Vergleichsmöglichkeit darzustellen (Fläche, Wohlstand, Wirtschaftsentwicklung). Aber ganz stimmig ist das nicht.<br />
Zum einen könnten als Beispiel China oder Indien gewählt werden: Beides ebenfalls große Länder, mit florierender Industrie, vielen Einwohnern und verschiedenen Klimaten. Doch das ginge in die falsche Richtung &#8211; denn von beiden Ländern erwartet man, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft an das hohe CO2-Niveau der westlichen Welt heranreichen werden.<br />
Zum anderen ist ein bloßer Vergleich keine Begründung. Ja, mag sein, dass Kanada bei vergleichbaren Kennzahlen einen ähnlich hohen Treibhausgas-Ausstoß hat. Aber das darf nicht einfach hingenommen werden im Sinne eines &#8222;So ist das halt&#8220;. Denn hier kommt wieder die ethische Dimension zur Anwendung: Der US-Bürger, der mit seinem Straßenkreuzer über die Highways tuckert, trägt mit seinen Emissionen weiter zur globalen Erwärmung bei.</p>
<p>Doch bleiben wir rational: letzten Endes weiß man auch bei den &#8222;Kollegen&#8220; von &#8222;USA erklärt&#8220;:</p>
<blockquote><p>&#8222;Damit soll nicht behauptet werden, die USA würden absolut gesehen nicht zu viel Energie verbrauchen. Die Effizienz von vielen Dingen ist (räusper) ausbaufähig.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und genau da können wir aufgreifen, wie ein Lösungsansatz aussehen könnte: Die westlichen (Industrie-)Staaten kommen den Entwicklungsländern entgegen und man trifft sich in der Mitte. Dabei können die Entwicklungsländer den Ansatz des <a title="Weg vom Öl - Alternativen für die Zukunft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/" target="_blank">Leapfrogging</a> umsetzen, während die Industriestaaten entweder Umverteilung oder Hilfe über Marktmechanismen anwenden und gleichzeitig, z.B. durch Emissionszertifikate-Handel, einen finanziellen Ausgleich (&#8222;Klimarente&#8220;) schaffen. Dieser soll bereits verursachte Schäden kompensieren. Gleichzeitig müssen global Mechanismen installiert werden, die erneuerbare Energien fördern, Energieverbrauch senken, Effizienz erhöhen (3E).</p>
<p><a title="BBC G8 to halv greenhouse gases" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7494702.stm" target="_blank">Beim letzten G8-Gipfel</a> hat genau das leider <a title="G8-Gipfel Tokayo" href="http://www.welt.de/politik/article2193306/.html" target="_blank">nicht so richtig geklappt</a>. Weil die USA dagegen waren. Aber wer weiß, wie sich das <a href="http://www.barackobama.com/issues/energy/" target="_blank">entwickelt</a>.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/42/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/42/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/42/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=42&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://greensocial.net/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/fc2c1e6e65f46efe6959c4eb9ab5dbae?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">greensocial</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>
