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	<title>green.social blog &#187; sozial</title>
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		<title>Krise längst vergessen?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 17:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr und mehr grassiert der Hunger auf der ganzen Welt. Trotzdem werden nun, so kurz nach der Finanzkrise, schon wieder Bonuszahlungen an Top-Banker ausgelobt - in Rekordhöhe! Das Kasino läuft wieder - und darüber scheint die Krise längst vergessen. Zumindest für die, die nicht zu den 1,2 Milliarden Hungernden gehören.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=282&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer am vergangenen Donnerstag die Zeitung aufschlug, konnte interessante Beobachtungen machen. Agenturmeldungen über einen Brandbrief der Welternährungsprogramm (WFP) an das UNO-Generalsekretariat wurden in den Redaktionen höchst unterschiedlich verarbeitet: Mal tauchten sie gar nicht auf, mal in der Randspalte als kleine Notiz, mal sogar als Nebensatz in einem Artikel. Unter den großen deutschen Zeitungen machte einzig der Berliner Tagesspiegel die katastrophale weltweite Situation, in der weltweit 1,2 Milliarden Menschen hungern, zum Thema. <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages-Hunger;art693,2923874" target="_blank">Auf Seite 2 erklärte er die Suche nach dem Grund dafür zur &#8222;Frage des Tages&#8220;</a>. Darin heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Weltwirtschaftskrise setzt die armen Haushalte in den Ländern mit einer unsicheren Ernährungssituation noch weiter unter Druck. (&#8230;) Die Hungersituation [ist] in 29 Ländern als sehr ernst oder sogar gravierend einzuschätzen ist. Auch Indien zählt mit einem Indexwert von 23,9 zu den Ländern mit einem sehr ernsten <strong>Hungerproblem</strong>.&#8220;</p></blockquote>
<p>Grund dafür, dass dort auch die Sterberate von Kindern eine der weltweit höchsten ist, sei auch die mangelnde soziale Versorgung der Frauen, die &#8222;einen schlechten Ernährungs-, Bildungs- und Sozialstatus&#8220; hätten. Auch hier zeigt sich wieder: Der weltweite Kapitalismus erzeugt mit seinen Volatilitäten viele Gewinner &#8211; und die Millionen Verlierer sitzen meist auf der anderen Seite der Erde. Wer täglich virtuelle Devisen- und Aktienmillionen in den Händen hält und damit handelt, der ist vom grassierenden Hunger auf der Welt weit weg. Ursache für das viele Elend sind hier unter anderem globale Verteilungsprobleme und Unzulänglichkeiten des Wirtschaftssystems. Folge sind soziales Elend, und Konsequenz dessen ist nur zu häufig auch ökologische Destruktion, die die Lebensgrundlagen Stück für Stück zerstört, und letztendlich oft auch regionale und sogar globale Ressourcenkonflikte, wie Harald Welzer in seinem Buch &#8222;Klimakriege&#8220; <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/415/439158/text/" target="_blank">überzeugend darlegt</a>.</p>
<p>Ganz weit weg von all dem sind in der Tat auch die, die vom gleichen ungerechten Lauf der Globalwirtschaft profitieren. Makaber ist, dass sich die dazu passende Schlagzeile in der gleichen Zeitung findet &#8211; jedoch weiter hinten und nicht so groß, das Thema soll schließlich nicht zu öffentlich werden:</p>
<blockquote><p>&#8222;<strong>Millionen-Boni </strong>fließen wieder&#8220;,</p></blockquote>
<p>schreibt der <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzkrise-Bonuszahlungen-Wall-Street;art271,2923685" target="_blank">Tagesspiegel ebenfalls am 15.10., hier auf S.19</a>.  An der Wall Street, aber auch in Deutschland, würden sich große Bankhäuser Bonus-Wettläufe liefern. Und nicht nur dass &#8211; so kurz nach dem erstmaligen internationalen Konsens, an der kurzfristigen Boni-Praxis etwas zu ändern: &#8222;mehr als je zuvor&#8220;, kann die dpa nur nüchtern in Worte fassen, was die Menge der Zahlungen betrifft.</p>
<p><strong>Das Kasino läuft wieder</strong> &#8211; ist die Krise schon wieder vergessen?</p>
<p>Noch sind längst nicht alle Folgen der größten weltumspannenden Wirtschaftskrise seit etlichen Jahrzehnten aufgeräumt worden, zum Teil werden sie erst sichtbar. Aber nach dem  munteren Prinzip der Sozialisierung der Verluste wird weitergearbeitet, munter ins Blaue, unsere Zukunft, hinein.<br />
Wir sitzen global auf zu vielen Problemen, als dass es nach der Krise einfach &#8222;Weiter so!&#8220; heißen könnte. Müsste man eigentlich denken. Aber die Wirtschaftsbosse haben ja schon immer ein bisschen anders gedacht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=282&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wäre die Welt eine Bank&#8230;</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/05/30/ware-die-welt-eine-bank/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 15:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
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		<description><![CDATA[...hättet ihr sie längst gerettet! Eigentlich wäre es das Gebot der Stunde, intelligente Lösungen zur Überwindung zweier Krisen zu finden - der ökologischen Klimakrise auf der einen, und der ökonomischen Wirtschaftskrise auf der anderen Seite. Ideen gibt es genug: erneuerbare Energien, Effizienz, Innovationen.

Und mangelnder Aktionismus ist nicht das Problem: Der Staat wirft mit Geld um sich, und die Schuldenuhr tickt weiter.
Doch was man tut, ist oftmals falsch, beklagen unsere Autoren, und stellen einmal mehr fest: Wirtschaft und Soziales geht nur mit Umwelt - und umgekehrt. Doch diese Erkenntnis fehlt in der Politik bisher, und von selbst bewegt sich nichts.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=195&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So mancher schüttelt in diesen Tagen seinen Kopf. die Bundesregierung <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE54Q01720090527" target="_blank">verabschiedete soeben einen Nachtragshaushalt</a>, der nicht etwa regelt, wie die zur Verfügung stehenden Gelder verteilt werden. Nein &#8211; der zweite Nachtragshaushalt 2009 regelt, in welchen Bereichen die Neuverschuldung angesiedelt wird.</p>
<p>Während die Sorgen von Otto Normalverbraucher eher in Richtung des übelasteten Dispokredits gehen, wirft der Staat mit vollen Händen Geld durch die Gegend &#8211; <a title="green social blog: Plädoyer für`s Fahrrad" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">wie etwa bei der Abwrackprämie</a>, über deren (etwas zweifelhaften) Sinn wir schon <a title="green social blog: Plädoyer für`s Fahrrad" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">geschrieben</a> hatten.</p>
<p>Dabei tickt die Schuldenuhr &#8211; <a title="BdSt: Schuldenuhr" href="http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html" target="_blank">4.439€ beträgt der sekündliche Schuldenzuwachs der BRD laut Angaben des Bundes der Steuerzahler (BdSt)</a>. Die Verschuldung pro Kopf liegt damit bei über 19.000€ (Stand Ende 5/2009) &#8211; egal, ob bei Kleinkindern, Erwachsenen, Alten, Frauen oder Männern: Der Durchschnitt ist gemein, und er kennt keine Gnade.</p>
<p>Eine<a title="Wikipedia: Schuldenbremse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_(Deutschland)" target="_blank"> &#8222;Schuldenbremse&#8220; in die Verfassung</a> aufzunehmen, ist deswegen absolut richtig &#8211; gerade in der sogenannten Finanzkrise sollte uns klar sein: Immer mehr Schulden abzuwälzen auf zukünftige Generationen ist nicht nur unfair, sondern führt irgendwann &#8211; ganz automatisch &#8211; zum Crash.</p>
<p>Doch  das komplette Ausmaß der krisenhaften globalen Situation ist damit noch gar nicht erfasst. Denn <strong>die Finanzkrise kommt vom Zeitpunkt her sehr unpassend</strong>: Für Umweltschutz ist meistens nur dann Geld da, wenn die Wirtschaft &#8222;brummt&#8220;.<a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-201" style="margin:10px;" title="Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg?w=240&#038;h=158" alt="Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!" width="240" height="158" /></a></p>
<p>Fatal &#8211; gerade, wo wir jetzt die entscheidenden Schritte tun müssten, um über unsere Zukunft zu entscheiden. Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung, schon der kommenden Jahre, erst recht der kommenden Generationen. Diese Entwicklung zu verschlafen und nicht zu handeln, nur weil gerade eine Wirtschaftskrise zu bewältigen ist, wird in einem viel größeren Crash münden, als Finanzmarktvolatilitäten ihn je verursachen könnten.</p>
<blockquote><p>Soziale Erungenschaften lassen sich nur verteidigen, wenn die Grundlagen unserer Existenz &#8211; die Umwelt &#8211; intakt sind. Und umgekehrt.</p></blockquote>
<p>Doch das will heute niemand wahrhaben:</p>
<p><strong>Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet! </strong>- ein  Banner mit diesem Aufdruck haben Greenpeace-Aktivisten kürzlich an einem Bankentower in der Frankfurter Innenstadt befestigt.</p>
<p>Genau den staatlichen und privatwirtschaftlichen Aktionismus, der im Hinblick auf &#8222;die Krise&#8220; um sich greift, brauchen wir zu Bewältigung der (viel gefährlicheren) Klimakrise. In den letzten Tagen befasste sich eine <a title="FAZ: Entwaffnet die Industrie!" href="http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EDA41E475128646DCBBB7C72DF1606712~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Konferenz von Nobelpreisträgern mit genau diesem Thema und hat dazu eindringliche Zeilen vorgelegt (unbedingt lesenswert!)</a>.</p>
<p>Doch <strong>obwohl die Problematik des Klimawandels empirisch fassbar und wissenschaftlich unumstritten ist, verharren wir</strong> in unseren Verhältnissen. Wieso? Ist es eine Schrecksekunde, sind wir zu bequem, oder begreifen wir nur nicht, was uns bevorsteht?</p>
<p>&#8222;Rationalität überfordert den Menschen&#8220;, sagt Prof. Dr. Erich Weede, Soziologe, Psychologe und Politikwissenschaftler an der Uni Bonn und befindet trocken:</p>
<blockquote><p>&#8222;Während die Rationalitätsprämisse den Menschen kognitiv überfordert, wird die Eigennutzprämisse unseren kognitiven Möglichkeiten eher gerecht. (&#8230;) Nur wer für die Folgen seines Handelns (und Unterlassenes) verantwortlich gemacht wird, hat den Anreiz, sich um Rationalität zu bemühen (&#8230;)&#8220;. (FAZ, 25.5.09, S.12)</p></blockquote>
<p>Oder, einfacher formuliert:  <strong>Wir handeln nur, wenn wir dazu gezwungen werden, und nicht aus eigenem Antrieb</strong> &#8211; schon gar nicht, wenn es unbequem wird. Und da die Politik nicht handelt, bleibt alles beim alten.</p>
<p>Düstere Aussichten. Die Hoffnung dürfen wir deswegen trotzdem nicht aufgeben. Denn in zehn Jahren nagt der gestiegende Meeresspiegel schon an Amsterdam. Und dabei wird es nicht bleiben. Handeln: Jetzt!</p>
<blockquote><p><span style="color:#888888;">Foto: (c) Bert Bostelmann/Greenpeace</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=195&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Weg vom Öl &#8211; Alternativen für die Zukunft</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 20:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welchen Kurs wir nehmen, bestimmt unsere Zukunft. Eine Zusammenfassung.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=32&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Weg vom Öl&#8220; &#8211; dass muss, wie wir in den <a title="NATO-Energiesicherheitspolitik" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/04/nato-energiesicherheitspolitik/" target="_blank">vergangenen</a> <a title="Energiepreis und Folgen" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/01/benzinpreis-und-folgen/" target="_blank">Einträgen</a> <a title="Öl und Gesellschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/" target="_blank">festgestellt</a> <a title="Öl und Wirtschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/24/ol-und-wirtschaft-dreamteam-ohne-zukunft/" target="_blank">haben</a>, die Devise sein. Sei es aus ökologischen, aus sozialen, aus moralischen, politischen, sicherheitsrelevanten oder ganz individuellen Gründen, eines ist klar:<br />
Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (also neben Öl auch Kohle, Gas, Uran, etc.) treibt uns in die Krise. Ihre Verbrennung zum Zwecke der Energiegewinnung setzt so enorm viel Treibhausgase frei, führt zu sozialen Benachteiligungen, schürt eine geopolitische Instabilität, dass unsere &#8222;ölgeschmierte&#8220; Weltwirtschaft auf Dauer nicht mehr überlebensfähig ist.</p>
<p>Wissenschaftler und Publizisten werden in vielen Jahren möglicherweise in unseren Jahren den Trennstrich ansetzen &#8211; zwischen dem fossilen Zeitalter, und einer neuen Periode: <strong>dem solaren Zeitalter</strong>.<br />
Wir haben in den vergangenen Posts ein pessimistisches Bild gezeichnet. Es wird schwer, uns schnell genug vom Öl zu lösen, bevor es zu einer &#8222;<strong>harten Landung</strong>&#8220; kommt &#8211; dem plötzlichen Versiegen des Öls, ein Zusammenbrechen der Weltwirtschaft, womöglich Unruhen oder Krieg.</p>
<p>Doch es gibt diese Möglichkeit. Sie manifestiert sich für uns heute hin und wieder als entfernte, abstrakte Technologie, die es noch zu erforschen gilt. Aber das Wichtigste ist: Wir haben bereits greifbare Alternativen, die unseren Planeten in eine Zukunft führen können, die nachhaltig für alle Gutes bietet.</p>
<p>Alternative Energieträger aus regenerativen &#8211; sprich, erneuerbaren &#8211; Quellen spielen da eine große Rolle. Sonne, Wind, Wasser, Strömung, Geothermie, Biomasse&#8230; Es gibt viele Wege, die man beschreiten kann. Atomenergie gehört nicht dazu &#8211; die <a title="Atom-Unfall FR / Atomdebatte in DE" href="http://afp.google.com/article/ALeqM5gA5usfv1UVO9nuaiJZ6bO_0Deg7A" target="_blank">aktuelle Debatte</a> in Deutschland verwirrt.<br />
Sonne hingegen liefert mehr Energie, als die Menschheit verbrauchen kann. Wärme macht uns gegenwärtig als Klimawandel eher Sorgen &#8211; aber auch sie ist eine (niedrige) Form der Energie. Wind, Strömung und Gezeiten; Geothermie, Biomasse. In jeder Region der Welt lässt sich regenerative Energie erfolgreich etablieren.<br />
Mindestens aber muss es darum gehen, die drei Maxime der Umweltschützer und Ökonomen in diesem Bereich einzuhalten: Energie sparen, effizienter Verbrauch der Energie, lokale Produktion mit Kraft/Wärme-Kopplung (KWK). Damit wäre schon viel gewonnen &#8211; doch es widerspricht unserer momentanen Situation:<br />
Energiekonzerne haben ein Interesse daran, möglichst viel ihrer &#8222;Ware&#8220; abzusetzen und sich als Hauptanbieter zu stabilisieren. Eine nennenswerte Verringerung des Verbrauchs würde ihre Position gefährden, eine Dezentralisierung der Erzeugung auch (wozu Stromkonzern, wenn jeder sein eigenes Kraftwerk hat?). Unsere Gesellschaft muss stark genug sein, um diese misslichen Umstände zu überwinden &#8211; dass trotz aller Kritik nur die Martkwirtschaft das leisten kann, muss klar sein.</p>
<p>Momentan sind wir noch in einer Situation, die trotz der gefährlichen Lage in politischen und Umweltfragen ein Umlenken gut möglich macht.<br />
Gewiss, es erfordert geschlossenes, engagiertes Vorgehen, um die Folgen des Klimawandels abzumildern &#8211; denn ganz verhindern können wir ihn nicht mehr. Aber es ist schaffbar, global vereint. Scheitern wir jedoch daran, unsere Klimaschutzziele in naher Zukunft umzusetzen, wird uns der Klimawandel mit voller Wucht treffen: über 4°C Erwärmung gegenüber vorindustrieller Zeit, mindestens, sagt das IPCC. Meeresspiegelanstieg um 7 Meter, Verlust der Biodiversität: Das ganze Programm der Apokalypse-Szenarien von Umweltschützern.<br />
Vor allem aber wird es dann wehtun: Wir werden auf gewohnte Annehmlichkeiten verzichten müssen (&#8222;Hannover Hafenstadt!&#8220;) &#8211; und zudem noch weitere Einschränkungen hinnehmen, um den Klimawandel zu begrenzen. Und das wird dann hart.</p>
<p>Aber bleiben wir bei der globalen Perspektive. Und zwar gilt es etwas zu beachten, was ebenso oft wiederholt wurde und wird wie obengenanntes Szenario &#8211; diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden am meisten darunter. Entwicklungsländer, die Armen der Erde.<br />
Hier spätestens beginnt die ethische Dimension der Frage; es geht um das Recht auf Entwicklung dieser Menschen.<br />
In unserer Verantwortung steht es, ihnen eine Zukunft zu ermöglichen: Experten prägten den Begriff des &#8222;Leapfrogging&#8220;. Mit einem Sprung wie dem eines Frosches sollen die Entwicklungsländer mit modernen Technologien eine Entwicklung beginnen. Statt zunächst mit simplen &#8211; umweltverschmutzenden! &#8211; Technologien bekommen sie von den Industriestaaten moderne, umweltfreundliche, Technologie. Damit überspringen sie die gesamte Entwicklungsphase und bekommen Chancen in der Weltpolitik. Hier prallt der Ansatz der Umverteilung auf den der Marktliberalisierung.</p>
<p>Doch zugleich entscheidet sich in der Lösung von Klimafrage und sozialem Ungleichgewicht die Zukunft unseres Planeten. Nicht mehr, und nicht weniger.<br />
Darum geht es hier demnächst.</p>
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		<title>Von der Hand in den Mund: Bedeutung intakter Ökosysteme</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 16:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bedeutung intakter Ökosysteme besonders für arme Menschen und der Zusammenhang Konsum - Wirtschaft - Soziales - Ökologie: Darum geht es in diesem Blogpost.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=15&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a title="Grenzen erreicht (green.social)" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/03/grenzen-erreicht-soziale-balance-kippt/" target="_blank">letzten Kurzeintrag</a> haben wir die bekannte Wahrheit erwähnt, nach der die Übernutzung von Ökosystemen verantwortlich ist für massive Naturkatastrophen, zuletzt gesehen in Myanmar und China. Dass dies großes Leid nach sich zieht, bedarf keiner Erklärung.</p>
<p>Aber es geht um mehr: Denn gerade für die Ärmsten der Armen haben intakte Ökosysteme eine enorme Bedeutung. Die eigene Umwelt &#8211; Wälder, Äcker, Gewässer, Steppen, wie auch Tiere und Pflanzen &#8211; sind häufig ein wertvolles Mittel zum Lebensunterhalt. Wer sich nämlich kein Brot leisten kann, wird möglicherweise im Wald Wurzeln, Beeren und Früchte sammeln gehen. Er wird vielleicht einige wneige Pflanzen anbauen, mit deren kargen Ertrag er sich eben so  - &#8222;<strong>von der Hand in den Mund</strong>&#8220; &#8211; ernährt. Oder er wird Brennholz oder Heilkräuter sammeln, um diese Waren auf dem Markt zu verkaufen.<br />
Hier gibt es also gleich mindestens zwei gute Argumente für Umweltschutz: Zum einen das &#8222;normale&#8220; &#8211; die Biosphäre um uns hat einen guten Schutz verdient. Aber zum anderen hängt die Existenzsicherung für viele mit den Schutz dieser Umwelt zusammen!<br />
Das ist nicht gut &#8211; aber wir haben nun einmal eine Situation, die manche Menschen der Welt zu &#8222;Verlierern&#8220; macht (was natürlich abgeschafft gehört &#8211; wie, davon wird hier später die Rede sein). Zerstört man diesen nun auch ihren Lebensraum oder vergiftet mit einer Fabrik den Wald, in dem sie Beeren gepflückt hatten &#8211; so verdammt man sie endgültig in ein unwürdiges Dasein oder gar den Tod. Oder:</p>
<blockquote><p>Ein Drittel der Weltbevölkerung hängt für Güter des täglichen Bedarfs vom unentgeltlichen Zugang zu den natürlichen Ressourcen direkt ab. Mit der Zerstörung von Naturräumen werden daher ihre Existenzrechte untergraben.</p></blockquote>
<p>Und auch, was oben angesprochen worden ist, hat große Bedeutung: Empirisch ist hinreichend belegt, dass sich große Katastrophen unseres Zeitgeschehens auf die antrophogene (=Menschliche) Einwirkung zurückführen lassen.<br />
Der Hurrikan &#8222;Katrina&#8220; zum Beispiel, der über die USA fegte, entstand aufgrund der zunehmenden Erwärmung hoher Wasserschichten aufgrund des Klimawandels und globaler Erwärmung.<br />
Größer noch ist das Leid, wenn solcherleich Geschehnisse über geringer ausgestattete Länder hereinbrechen &#8211; Burma, Birma oder Myanmar, gleich wie es heißt: Die Wassermassen und Katastrophen, die das Land getroffen haben, wurden durch jahrelange Treibhausgasemissionen etc. der Industrieländer mitverursacht! Auch hier zeigt sich wieder ein Zusammenhang: Zum einen wird die globale Vernetzung deutlich, die den Planeten und seine Prozesse umspannt. Zum anderen:</p>
<blockquote><p>Von Katastrophen, die durch kaputte oder überlastete Ökosysteme hervorgerufen werden, sind die ausgesprochen armen Länder meist besonders betroffen.</p></blockquote>
<p>Von der Betrachtung dieses Themas gelangt man schnell zu weitergehenden Fragen, die  auch ethischer Natur sind: Wenn die Treibhausgase der Industriestaaten schuld an den Katastrophen sind, wer hat dann die Konsequenzen zu tragen? Ist es akzeptabel, dass die Entwicklungsländer die Zeche unseres jahrelangen und gedankenlosen Verbrauchs von Rohstoffen bezahlen? Nur weil wir <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">über unsere Verhältnisse</a> leben, müssen Arme leiden? Können wir Existenzrechte und -bedingungen der Einwohner von Entwicklungsländern untergraben, nur um unseres Wohlstands willen?<br />
Überspitzt formuliert: Wollen wir für den Tod von etlichen Menschen verantwortlich sein, nur weil wir unseren Luxus behalten wollen?</p>
<p>Denn diesen Zusammenhang muss man herstellen: Immer wieder geraten Natur-Lebensräume armer Menschen in die Klauen der internationalen Märkte &#8211; einzig und allein Profitgier und dem Verlangen ferner Staaten wegen. Die Geschichte der Globalisierung ist gleichzeitig eine &#8222;Geschichte der Landnahme&#8220;, heißt es in einer Publikation: &#8222;Von Tee und Zuckerrohr bis Baumwolle und Kiwis: es werden Agrarsysteme aufgebaut, um den Tisch ferner Verbraucher zu decken.&#8220;</p>
<blockquote><p><strong>Schwerwiegende Eingriffe in den Naturraum sind nicht nur von ökologischer, sondern auch von wirtschaftlicher und gleichzeitig sozialer Bedeutung.</strong><em> (green.social)</em></p></blockquote>
<p>Als Beispiel sei ein Wald gegeben: Er trägt zur Ernährung der Bevölkerung bei (sozialer Aspekt), sichert ihr ein schmales Einkommen durch Brennholzverkauf und gibt Arbeitern der Holzindustrie einen Job (wirtschaftliche Bedeutung) und er dient als Wasserreservoir und Lebensraum für seltene Arten (ökologische Funktion).<br />
Wird dieser Wald nun gerodet &#8211; z.B., um energetische Pflanzen (vgl. Biosprit-Debatte) oder Soja (zur Viehmast) anzubauen, so gehen alle Vorteile verloren: Die Menschen können sich nicht mehr ernähren, es droht der Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen, Artensterben setzt ein, vielleicht auch Desertifikation.</p>
<p>Und das alles nur, weil anderswo unbedacht konsumiert wird, Sprit verbraucht wird, Fleisch gegessen wird. Niemand muss deswegen zum Gutmenschen verkommen.<br />
Aber darüber nachdenken wäre schon mal ein Anfang:  Dass <strong>unser </strong><strong>Konsum, das Leben anderer Menschen und eine gesunde Umwelt zusammenhängen</strong>. Dieser Zusammenhang ist der wichtigste und grundlegendste unserer Zeit.</p>
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