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Weg vom Öl – Alternativen für die Zukunft
Welchen Kurs wir nehmen, bestimmt unsere Zukunft. Eine Zusammenfassung.
Continue Reading 3 comments 10. Juli 2008
Tragfähigkeit: Grundlagen für den Weg zur Nachhaltigkeit
Zuletzt ging es hier um die Grenzen des Wachstums, über die das MIT und der Club of Rome `72 geschrieben hatten. In der Studie wurden materielle und soziale „Grenzen“ deutlich gemacht, über die hinaus man nicht wachsen könne – oder nur um den Preis der Verzehrung unseres Planeten. Dazu gehören natürliche Beschränkungen wie die Menge, in der ein Rohstoff vorhanden ist, aber auch, das Ackerland, dass zur Ernährung einer Person zur Verfügung steht.
Dass dem wirtschaftlichen Wachstum durch die Endlichkeit der Biosphäre (also allem, was es so an Umwelt um uns herum gibt) Grenzen gesetzt sein könnten – daran hatte bislang niemand gedacht. Nun aber trat ein neues Denken ein: Es ist leicht zu sagen, dass, aber schwer zu sagen, wann die Grenzen erreicht werden.
Heute gibt es für genau diese „Grenzen“ einen Begriff: Tragfähigkeit. Die Tragfähigkeit der Erde gibt nämlich an, wie viele Menschen sie irgendwie ernähren, und, mehr noch, beherbergen kann.
Das kann man natürlich auch berechnen. Dazu gibt es das Instrument des
- Ökologischen Fußabdrucks.
Dieser misst jeder Ware oder Tätigkeit, gleich welcher Natur, einen Gegenwert in Form einer Fläche zu. Jedes Land hat einen ökologischen Fußabdruck. Er beschreibt also die Gesamtfläche, die es benötigt, um a) seine Infrastruktur zu errichten, b) Nahrungen und Güter aller Art zu erzeugen, c) Dienstleistungen bereitzustellen und d) die Emissionen (z.B. fossilen Energieverbrauchs) zu absorbieren.
Werden so alle Belastungen der Biosphäre aufsummiert, kann man leicht feststellen, wie großder „Fußabdruck“ der Menschheit insgesamt ist.
Dabei ergibt sich Erschreckendes: Zwischen 1960 und 2000 hat sich der globale ökologische Fußabdruck um 80% vergrößert. Im Verhältnis zur biologisch produktiven Weltfläche – also ohne Sand- und Eiswüsten und tiefe Meere – wird deutlich: Die von der Menschheit benutzte Fläche übersteigt die uns zur Verfügung stehende Fläche!
Momentan übersteigt die von uns „genutzte“ Fläche die gegebene biologisch produktive Fläche um 20-30%. So gelangt man zu der Aussage: „Wir bräuchten bei unserem Lebensstil insgesamt 1,3 Planeten“. Betrachtet man den Fußabdruck nun für einzelne Staaten, so wird deutlich, dass da ein extremes Ungleichgewicht herrscht: US-Amerikaner haben einen größeren Fußabdruck als Ghaner, zum Beispiel.
Die Erkenntnis aus der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks nochmal einfach formuliert: Wir verbrauchen jedes Jahr mehr Ressourcen, als die Erde erneuern kann!
Umweltschutzorganisationen wir Greenpeace sprechen deswegen vom „ökologischen Schuldentag„. 2007 trat dieser am 6. Oktober ein: Dann waren alle Rohstoffe verbraucht, alle Abgase emittiert, jeder Müll entsorgt, jeder Fisch gefangen – mehr kann von der Erde nicht regeneriert werden. Wir „leben auf Pump“, und zehren von der Basis – nämlich unserem Planeten.
Langfristig muss man deswegen einen Weg in eine Nachhaltigkeit finden, und sich so verhalten, dass man „nur von den Zinsen und nicht vom Kapital“ lebt. Dahin werden uns auch die Einträge dieses Blogs führen – doch davon später.
Demnächst geht es hier erstmal um Industrialisierung und Wirtschaftswachstum, um Rohstoffmangel und Technologien, um Modelle und Perspektiven. Wir nähern uns dem Begriff der Nachhaltigkeit. Dort angekommen, wird es erst richtig spannend: Denn dann werden wir globale Zusammenhänge betrachten, weitergehende Klimamodelle und den Gesamtzusammenhang beleuchten.
Bis dahin!
5 comments 26. Mai 2008
Grenzen des Wachstums
Die Studie von 72, Hintergründe, Auswirkungen und Perspektiven – heute im aktuellen Blogeintrag unserer Serie zum „globalen Wandel“.
Continue Reading 3 comments 22. Mai 2008


