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	<title>green.social blog &#187; Nachhaltigkeit</title>
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		<title>green.social blog &#187; Nachhaltigkeit</title>
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		<title>Verkehr morgen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 15:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Weltbevölkerung steigt, und mit ihr das Verkehrsaufkommen. Der Individualverkehr setzt gewaltige Emissionen frei, verstopft Innenstädte, macht krank, verursacht Unfälle, und trägt massiv bei zum Klimawandel. Ein Verkehrskollaps droht, gerade in den Schwellenländern, die sich schnell motorisieren.
Doch gleichzeitig brauchen wir Mobilität; sie ist ein Schlüssel zum selbstbestimmten, modernen und urbanen Leben.
"Verkehr morgen" ist keine Staumeldung, sondern ein engagierter Artikel über die Verkehrspolitik der Zukunft - und die ist grün und gehört keineswegs dem Auto!<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=236&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Weltbevölkerung steigt, und mit ihr steigt das Verkehrsaufkommen. Immer mehr Menschen leben in riesigen Großstädten, in den Industriestaaten geht der Trend zum Drittauto für den Zwei-Personen-Haushalt und in Ländern wie Indien oder China kommt die Massenmotorisierung gerade erst auf Touren.</p>
<p>Schon vor gut einem Jahr haben wir uns hier mit dem Thema<a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank"> &#8222;nachhaltige Mobilität&#8220;</a> beschäftigt. Optimistisch konnten wir damals in die Zukunft blicken, in der sicheren Gewissheit, dass sich etwas tun müsse &#8211; die steigenden Ölpreise würden dem automobilen Wahnsinn irgendwann schon ein Ende bereiten.<br />
Doch ein Ende ist, realistisch betrachtet, nicht abzusehen. Wirtschaftlicher Abschwung bedeutet für die großen Schwellenländer nicht notwendigerweise einen Wachstumsrückgang, sondern nur ein langsameres Wachstum. Und mit mehr Wohlstand erfüllen sich viele ihren Traum von der unabhängigen Mobilität. <strong>Motorisierung versprach uns vor hundert Jahren die Zukunft &#8211; den Entwicklungsländern geht es heute ebenso. Eine fatale Entwicklung</strong>.</p>
<blockquote><p>&#8222;Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der Anforderungen von Menschen an Wohlstand – hat aber gerade deswegen einen großen Einfluss auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Entwicklungsländer streben nach Wohlstand – und innerhalb dieses Strebens nimmt die Unabhängigkeit und Macht, die z.B. ein Auto dem Besitzer verleiht, ein wichtiges Ziel ein. &#8222;</p></blockquote>
<p>In Neu-Delhi, dem einstigen Mekka Fahrrad-gefüllter Straßen, in Mexico City, Sao Paulo oder Mumbai tauschen Menschen ihr umweltfreundliches Zweirad gegen billige Motorroller, Autos, Kleinlaster &#8211; also alles, was einen Motor hat, Benzin verbrennt, und etwas schneller ist als das Fahrrad. <strong>Das Umweltschädliche wird zum Prestigeobjekt, und das Verkehrschaos nimmt zu.</strong><br />
Wo in Europa ein grünes Gewissen Einzug hält, versucht man, den umgekehrten Weg zu gehen: Paris, Berlin und Hamburg haben Fahrradleihsysteme eingeführt, die dem potentiellen Stau-Steher geradezu zurufen: Nimm das Fahrrad, lass das Auto stehen.</p>
<p>Klar ist: &#8222;die Zukunft gehört nicht der autogerechten Stadt &#8211; die Konzepte von morgen sind grün&#8220;, wie die Deutsche Bahn zuletzt in ihrem Magazin schrieb. Denn: Wirft man einen ökonomischen Blick auf den Autoverkehr, so kann die Bilanz unmöglich positiv ausfallen. 1,2 Mio. Verkehrstote <a href="http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0404/07_verkehr.php" target="_blank">jedes Jahr</a>, bis zu 50 Mio. Verletzte. Ruß, Abgase und Lärm machen die Städte unschön und die Menschen krank. Die Ausgaben für Verkehrsinfrastruktur steigen sprunghaft &#8211; doch nur, um den Bestand zu erhalten, und jedem Bürger zuzusichern, dass er mit dem eigenen Auto jederzeit überall hinfahren kann.</p>
<blockquote><p>&#8222;Unsere Art der Mobilität ist global nicht nachhaltig&#8220;,</p></blockquote>
<p>sagt der Stuttgarter Oberbürgermeister dazu. Recht hat er &#8211; und noch mehr: Unsere Art der Mobilität ist global unmöglich. Die deutsche Bevölkerungszahl stagniert &#8211; trotzdem wird, <a title="Mobilität der Zukunft [pdf!]" href="http://www.ifmo.de/basif/pdf/publikationen/2002/Zukunft_der_Mobilitaet_Szenarien_2020.pdf" target="_blank">laut einer Studie</a>, der PKW-Verkehr um 20% zunehmen. Die Autobauer halten sich nicht an ihre Selbstverpflichtung, die Autos sauberer und effizienter zu machen, und Vorreiter auf diesem Gebiet ist so ausgerechnet Toyota: Mit ihren Hybrid-Autos leisten die Japaner effektiv den größten Beiträg aller Autokonzerne.</p>
<p>Vor dem Hintergrund des Klimawandels besteht die Notwendigkeit, den Treibhausgas-Ausstoß des Mobilitätssektors zu senken &#8211; denn nach wie vor trägt der Bereich mit einem guten Viertel der globalen Emissionen zu Buche. Und das könnte weniger sein: Stadtplaner und Staatskasse ebenso wie Privatpersonen und Umwelt würden sich freuen.</p>
<p>Projekte gibt es genug: Die Bahn berichtet stolz von einem System in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotà, in dem eine Sonderspur für Busse eingerichtet ist. Die Nutzung des öffentlichen Busverkehrs wird so attraktiv, weil der einfach am Stau vorbeifährt &#8211; und so viel schneller unterwegs ist.<br />
Der <strong>Radverkehr</strong> <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">muss ausgebaut werden</a> &#8211; gerade in Großstädten sind die Vorraussetzungen eigentlich ideal: Eine Viertel einer Autofahrbahn, durch Markierungen oder Grünstreifen abgetrennt, genügt, um Radfahrern eine sichere Piste zu gewähren, und den Radverkehrsanteil in Metropolen langfristig auf bis zu 25% anzuheben. Auch zu Fuß ist man überraschend gut unterwegs, stellen wir heute fest &#8211; auch wenn jahrzehntelang dem Auto bei der Straßenplanung der Vorrang gegeben wurde.<br />
Wer dem Regen entgehen will, muss <strong>ein eng verzahntes, kostengünstiges und komfortables System aus Bahnen und Bussen</strong> nutzen können. Dabei gibt es viele Variationsmöglichkeiten: So können die Busse, wie in Indien, mit Naturgas fahren, wie in Brasilien mit Pflanzenöl, oder wie in Deutschland mit Wasserstoff. Sie können eine eigene Spur haben, um schneller voranzukommen. Bahnen können die trägen Regionalverkehrszüge sein, die flitzenden Magnetschwebebahnen, U-Bahnen, Straßen- oder Stadtbahnen. Damit hat Straßbourg gute Erfahrungen gemacht: Per Schnellzug weit ins Hinterland angebunden, fährt man in der Stadt gut&amp;schnell mit der Stadtbahn &#8211; einer niederflurigen und geräumigen Bahn, die wieder `94 eingeführt wurde, nachdem die Straßenbahn 30 Jahre zuvor stillgelegt wurde.</p>
<p><strong>Wo die gesteigerte Annehmlichkeit des Öffentlichen Personennahverkers (ÖPNV) nicht reicht, um die Verkehrsteilnehmer zum Umstieg zu bewegen, darf auch mal eine rabiate Maßnahme her</strong>: schon heute müssten Autos 1. nach Verbrauch und 2. nach CO2-Ausstoß besteuert werden. In Deutschland ist man damit noch vorsichtig &#8211; in London müssen CO2-Schleudern, die in die Innenstadt fahren, pro Tag 8 Pfund berappen.</p>
<p>Niemand will den Autoverkehr ganz ausrotten &#8211; gerade die Wirtschaft ist auf individuellen Transport angewiesen -, aber doch eindämmen. Autoverkehr muss auf ein vernünftiges Maß zurückgeschraubt werden &#8211; um damit auch den Schwellenländern Vorbild zu sein. Das ist&#8230;</p>
<ul>
<li>gut für die Umwelt<em> </em><em>- geringerer Schadstoffausstoß und weniger Treibhausgase -</em>,</li>
<li>gut für die Menschen <em>- weniger Unfälle, weniger Krankheiten, weniger Stress -</em>,</li>
<li>gut für die Städte <em>- mehr grün, weniger Asphalt, lebendigere Cities -</em>,</li>
<li>gut für unsere Geldbeutel <em>- weniger Ausgaben für Verkehrsinfrastruktur und Individualverkehr, geringere Spritkosten -</em>,</li>
<li>gut für die Zeit <em>- wir sind schneller, flexibler, bequemer unterwegs und können die Zeit im Verkehr nutzen -</em></li>
</ul>
<p>Doch ob wir Verkehrskollaps und Klimawandel durch Mobilität entgehen, weiß heute niemand. Letzten Endes ist es auch eine Frage von unserer Entscheidungsfreudigkeit: <strong>Bereiten wir uns heute auf die Notwendigkeiten einer grünen Zukunft vor, oder lassen wir uns kalt erwischen?</strong></p>
<p>Ich steige um &#8211; und fahre jetzt mit dem Rad zur S-Bahn.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/236/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=236&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8230;immer wieder Krisen?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 16:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Blick in das Geschichtsbuch fällt auf: Immer wieder hat die Menschheit mit Krisen zu kämpfen. Wieso?, fragen wir uns. Und stellen fest: Die derzeitige Krise können wir nutzen, um uns für die Zukunft fit zu machen. Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten, ist das Credo unserer Ausführungen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wiederholt sich Geschichte?&#8220;, fragte sich der FAZ-Kolumnist Hanno Beck in seinem &#8222;Beck-Office&#8220; kürzlich. In der gleichen Zeitung wurden im letzten Monat Artikel veröffentlicht mit dem Titel &#8222;Mit der Finanzkrise wiederholt sich die Geschichte&#8220; sowie &#8222;Die Geschichte wiederholt sich nicht&#8220; &#8211; natürlich immer mit unterschiedlichen Autoren.</p>
<p>Doch ganz gleich, von welcher Seite man sich der Frage nähert,  ob es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der regelmäßig Krisen auftreten &#8211; eines ist klar. Es gab immer wieder in der Geschichte der Menschheit Krisen.</p>
<p>Dafür liegen drei Erklärungen nahe. Zum einen ist natürliche die keynesianische Periodik heranzuziehen, nach der Auf- und Abschwungsphasen aufeinander folgen. Zum anderen  liegt es in der menschlichen Natur, dem Gegenwärtigen krass entgegengesetzte Positionen zu ergreifen; dabei wird im gesellschaftlichen und ökonomischen Spektrum die &#8222;Wellenbewegung&#8220; verstärkt und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes" target="_blank">Keynes</a>-Effekt betont.</p>
<p>Zudem  ist aus sozio-ökologischer Perspektive eine weitere gesellschaftliche Erklärung aufzuweisen. Die Frage nach den &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; wird für so manchen, der sich mit Ökologie beschäftigt, zur Sinnfrage.</p>
<blockquote><p>Kann ein Kapitalismus, dessen marktwirtschaftliches System &#8222;immer mehr&#8220; will, wirklich ökologisch und ökonomisch ausgeglichen sein?</p></blockquote>
<p>Eine Wachstumsrate für jede Volkswirtschaft von mindestens 2% wird als geradezu selbstverständlich empfunden, um hohen Wohlstand wie in den westlichen Gesellschaften zu sichern.<br />
Doch führt man sich vor Augen, was das bedeutet, so fällt auf: Für einen Erhalt des Wohlstands soll Wachstum, auf Ressourcenausbeutung aufgebaut, notwendig sein? Jedes Jahr soll unsere Wirtschaft 2% erfolgreicher sein als zuvor, und im nächsten Jahr vom erhöhten Betrag nochmal 2% mehr, und immer so weiter? Da muss klar sein, dass es nicht unendlich weiter geht &#8211; die &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; werden erreicht werden. Die Wachstumsspirale nach oben wird sich nicht unendlich fortsetzen lassen und irgendwann ihr Ende finden.</p>
<p>In Rezessionszeiten über &#8222;<a href="http://http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a>&#8220; zu philosophieren, ist zwar bequem &#8211; man wirkt prophetisch &#8211; aber dennoch unabdingbar. Um eine Lösung zu finden, die zwar weiter Wohlstand sichert &#8211; zukünftig auch mehr Menschen als bisher -, aber dennoch <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">nachhaltig</a> ist, müssen wir uns anstrengen. Übertreiben wir die Sucht nach Wachstum nämlich, könnte es irgendwann zu einer &#8222;harten Landung&#8220; kommen, einem abrupten Versagen unserer globalökonomischen Systeme. Dies muss kein apokalyptisches Szenario sein &#8211; schließlich ist es möglich, Wachstum mehr an Nachhaltigkeit auszurichten.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten.</strong></p></blockquote>
<p>Die derzeitige Krise &#8211; mit international zu beobachtenden Staatseingriffen in die Märkte &#8211; bietet hervorragende Chancen, die globale Wirtschaft und Gesellschaft auf die Zukunft vorzubereiten, und die <em>&#8222;Chancen des Wachstums&#8220;</em> zu nutzen. Denn wenn mit Ressourcenausbeutung und Treibhausgasemission wie bislang fortfahren, werden wir an Umweltschäden nur allzu früh bemerken, dass dies langfristig nicht tragbar ist.</p>
<p>Besonders der Klimawandel schwebt hier als Damoklesschwert über uns, das baldiges Handeln erfordert. Die Reaktionen der Bundesregierung auf die derzeitige Weltwirtschaftskrise sind nicht durchweg sinnvoll, in manchem auch kontraproduktiv. Steuern für besonders große Autos als Anreiz zu senken &#8211; wie es angedacht ist -, erscheint schlichtweg wahnsinnig.<br />
Wer nun kurzfristig denkt und Geld verpulvert, gewinnt nichts.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Klimakrise ist langfristig gefährlicher als die Wirtschaftskrise&#8220;,</p></blockquote>
<p> schreibt auch die <a href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/qdie_klimakrise_ist_gefaehrlicher_als_die_wirtschaftskriseq/" target="_blank">Umweltschutzorganisation Greenpeace </a> in ihrer &#8222;Klimabilanz 2008&#8243;: &#8222;Es drohen Orkane und Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, das Auftauen der Arktis &#8211; die Folgen des Treibhauseffektes werden uns schneller ereilen als bislang angenommen&#8220;, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von <span lang="en">Greenpeace</span>. <q>&#8222;<strong>Die Regierung hat in der Bankenkrise schnell gehandelt, das muss sie endlich auch in der Klimakrise leisten.</strong> 2009 darf keine Chance für Klimaschutz verspielt werden.&#8220;</q></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wirtschaftskrise vs. Umwelt?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 13:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Bestandsaufnahme. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, die derzeit über uns hereinbricht, ist das bestimmende Thema dieser Wochen. Und wird es wohl auch bleiben. Deswegen widmen wir uns dem Thema und versuchen, den Umweltgedanken auch in der "Krise" wieder voranzubringen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=142&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>O tempores, o mores &#8211; jetzt schreiben wir auch schon darüber. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, die derzeit über uns hereinbricht, ist das bestimmende Thema dieser Wochen. Und wird es wohl auch bleiben. Deswegen widmen wir uns dem Thema und versuchen, den Umweltgedanken auch in der &#8222;Krise&#8220; wieder voranzubringen.</p>
<p>Gerade hat die Bundesregierung <a title="Kommentar zum Konjunkturpaket" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601205,00.html" target="_blank">ein neues Konjunkturpaket in Arbeit</a>, über das so kontrovers gestritten wird wie über kaum eine Krisenlösungs-Maßnahme in den vergangenen Monaten. Während die große Koalition fest zusammensteht, hackt die Opposition auf dem Paket herum. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der goldenen Mitte:  Das Konjunkturpakte ist nicht optimal, aber was ist das schon? Handeln ist besser als Resignieren &#8211; nur kommt es natürlich auf die Qualität an.</p>
<p>Einige Gedanken zum Thema müssen wir vorwegschicken.  Zum einen,  ganz essentiell ist der Punkt der Verschuldung. <strong>Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, so gilt das nicht nur für die Umwelt.</strong> &#8222;Nachhaltige Entwicklung&#8220; ist eine Entwicklung, die nicht auf Kosten kommender Generationen statt findet (<a title="Nachhaltigkeit" href="http://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/n/nachhaltigkeit_432.htm" target="_blank">Quelle</a>), und enorme Schuldenberge anzuhäufen, ist definitiv ein Handeln auf Kosten kommender Generationen.</p>
<p>Zum anderen, wir haben es hier schon häufig erwähnt: Umwelt wird oft erst dann ein Thema mit hoher Priorität, wenn die Wirtschaft floriert.</p>
<blockquote><p>&#8222;Erst wenn der Laden läuft, machen wir uns Gedanken über Luxusthemen wir Umwelt&#8220;,</p></blockquote>
<p>denken scheinbar viele Entscheidungsträger. Dass diese Einstellung längst überholt ist, muss jedem klar sein. Dass sie immer noch in den Köpfen ist, lässt sich täglich beobachten. Entwicklungsländer wie die VR China bauen in einem solchen Umfang umweltschädliche Technologien wie Kohlekraftwerke aus, dass es nicht einmal im Traum als nachhaltig bezeichnet werden kann &#8211; doch zunächst gilt es dem chinesischen Regime, koste es, was es wolle, den westlichen Wohlstand zu erreichen.<br />
Ein Recht, dass diesen Ländern nicht versagt werden kann: Die DDR tat es genauso, die BRD auch &#8211; und <strong>letzten Endes sind alle  Industriestaaten groß geworden, indem sie die Umwelt hemmungslos ausbeuteten</strong>.</p>
<p>Auch der Blick auf die aktuelle Entwicklung bestätigt das: 2007 war der Klimawandel &#8211; neu bestätigt durch IPCC-Report und Al Gores Engagement &#8211; das absolute Topthema von Gesellschaft und Medien. Mit der 2008 vollends aufblühenden Subprime-Krise im US-Immobilienmarkt, die Quelle unserer heutigen globalen Finanzkrise ist, wurden die wirtschaftlichen Ängste wieder Hauptthema. Na klar &#8211; verständlich ist das:</p>
<blockquote><p>Individuell geht jedem die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes näher als das Abschmelzen der Polkappen.</p></blockquote>
<p>Doch rational begründen lässt sich die Präferenz gesellschaftlicher Entscheider, Wirtschaftsthemen über Umweltproblemen auf die Agenda zu setzen, nicht. Denn das Umwelt die Grundlage unserer Wirtschaft, ja, unserer Existenz ist, bleibt volkswirtschaftlich unbestritten. Und logisch ist es natürlich zudem.</p>
<p><strong>Umweltprobleme waren immer schon global. Die Weltwirtschaft ist es heute auch.</strong> Doch die Politik kann auf diese veränderte Situation bislang noch nicht in ausreichendem Maße reagieren &#8211; denn sie ist weiterhin in nationalen Gefäßen &#8211; Nationalstaaten &#8211; gefangen und hat höchstens noch auf supranationaler Ebene eine Mitwirkung (Beispiel EU).<br />
Doch eine wirklich schlagkräftige Einigung unter <span style="text-decoration:line-through;">allen von Umweltproblemen betroffenen, also</span> allen Ländern im Bereich Klimawandel etc. gibt es nicht. Umwelt bleibt politisch nachrangig.</p>
<p>Auch das deutsche Konjunkturpaket zielt, <a title="B90/Grüne" href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/beschluesse/dokbin/265/265208.beschluss_frankfurter_erklaerung.pdf" target="_blank">wie die Grünen kritisieren</a>, hauptsächlich auf  &#8222;Beton statt Umwelt und Bildung&#8220; ab. Da wäre ein Ansatzpunkt gewesen: Schon heute entstehen allein im Bereich &#8222;Erneuerbare Energie&#8220; Tausende von Jobs.</p>
<p>Wieso nicht mal selbstbewusst das Thema Umwelt vertreten? <strong>Umwelt und Wirtschaft sind kein Widerspruch, sie können gemeinsam politisch behandelt werden. Und nur zu häufig zeigt sich, dass das sogar sehr effektiv ist.</strong> <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/13/wirtschaft-der-zukunft-okologische-marktwirtschaft/" target="_blank">(vgl. &#8222;Ökologische soziale Marktwirtschaft&#8220;)</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/142/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/142/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=142&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Beziehungskrise: Wirtschaft &amp; Umwelt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 20:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise geht es hier um die Prioritäten, die zu setzen sind.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=103&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt schlittert in eine Krise. Das tut sie zwar häufig, wenn nicht gar ständig &#8211; glaubt man den Medien. Doch dass wir global nun in der Tat eine schwierige Situation vorliegen haben, verkommt in diesen Tagen zum Gemeinplatz.</p>
<p><em>Eine gute Gelegenheit, sich einmal wesentliche Aspekte der Verknüpfung unserer Systeme anzusehen: Wirtschaft, Umwelt und Politik hängen eng zusammen.</em></p>
<p>Aber beginnen wir &#8211; von ganz vorne. Das heißt, beginnen wir vor einigen Jahren. Denn für die drei Handlungsstränge, denen wir nun folgen möchten, sind zunächst diese Jahre von Belang. Das erste Ereignis ist ein sich klar abzeichnender Klimawandel.<br />
<img class="alignleft" style="border:1px solid #000000;margin:4px 5px;" title="IPCC" src="http://joellegergis.com/wp-content/uploads/2007/02/ipcc-cartoon.jpg" alt="" width="192" height="262" />Im Jahr 2007 legte das IPCC, der UN-Klimaauschuss, einen Bericht vor. Erstmals wurde hier unumstritten, klar und deutlich ausgesagt, dass die Welt einem antrophogenen (=menschengemachten) Klimawandel unterliegt. War bislang noch eine immense Kontroverse um die Frage, ob es a) einen Klimawandel gebe und ob er b) vom Menschen verursacht sein, so war dies nun kein Streitpunkt mehr.<br />
Diesen &#8211; erst seit 2007 &#8211; wirklich gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, einem gesteigerten politischen Engagement vor allem linker Gruppen (als bekannte Protagonisten bei uns in Deutschland dürften u.A. Greenpeace, B90/Grüne, SPD, aber auch der US-Demokrat Al Gore stehen) und einer geänderten öffentlichen Wahrnehmung ist es zu verdanken, dass Klimawandel mehr als ein Jahr unangefochtenes Leitmotiv von Medien, Literatur, Intellektuellen und öffentlichem Diskurs war. Nie wurden mehr Bücher über Umweltschutz allgemein und den Klimawandel im besonderen veröffentlicht als in diesen knapp zwei Jahren.</p>
<p>Der Einsatz gegen den Klimawandel wurde immer mehr als gesellschaftliche Aufgabe anerkannt. Sigmar Gabriel (SPD), als Bundesumweltminister notwendigerweise auch ein Protagonist des deutschen Klima-Engagements, fasst diese Einstellung in einem Satz zusammen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Wir sind reich genug, uns Klimaschutz zu leisten &#8211;  und zu arm, um darauf zu verzichten!&#8220;</strong></p></blockquote>
<p>Die fatalen Auswirkungen des Klimawandels, wie wir ihn heute erleben, zeigen sich u.A. im angesprochenen <a title="Wikipedia (english) Publikationen IPCC 2007" href="http://en.wikipedia.org/wiki/IPCC_Fourth_Assessment_Report#External_links" target="_blank">IPCC-Bericht 2007 [hier Überblick über die Publikationen]</a>. Auf die ethische Dimension, die Klimawandel zweifelsfrei besitzt, <a title="Klimawandel - Ungerechtigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank">gehen wir hier ein</a>.</p>
<p>Doch im Spätsommer 2008 ereignet sich, was später als für dieses Jahr wesentlichstes Ereignis erkannt werden wird: Die <a title="Subprime US-Finanzkrise" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_2007/2008#M.C3.B6gliche_Auswirkungen_auf_die_Realwirtschaft" target="_blank">Finanzkrise, die schon seit 2007 in den USA wütet</a>, greift vollends auf die globalen Finanzmärkte über.<br />
Und mehr noch: Sie beendet mit der Gewalt, mit der sie sich über die gesamte Welt entlädt, eine Phase des Aufschwungs. Bei uns in Deutschland war sie eher vorsichtig und schwindet vollkommen, in asiatischen Boomregionen war sie intensiv und mächtig und wird zunächst nur abgeschwächt.<img class="alignright" style="border:1px solid #000000;margin:3px 4px;" title="Finanzkrise 07/08" src="http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,438985,00.jpg" alt="" width="146" height="113" /><br />
Doch zwei Dinge lassen sich charakteristisch feststellen:  Zunächst einmal sind wir &#8211; wie so häufig &#8211; natürlich selbst schuld. Eine Krise war unvermeidlich, sogar systemimmanent. Sowohl in den USA, wie auch in Europa und der gesamten Finanzwelt lagen faule Kredite und falsche Rechnungen herum. Das bricht nun alles hervor.</p>
<p>Und zum anderen lässt sich eine Feststellung treffen, die viel beunruhigender ist:</p>
<blockquote><p><strong>Umweltschutz ist meist zweite Priorität, nach wirtschaftlichem Wachstum.</strong></p></blockquote>
<p>Das lässt sich besonders gut beobachten bei Entwicklungs- und Schwellenländern. Als Beispiel sei die diktatorische VR China genannt: Dort geht jede Woche ein Kohlekraftwerk ans Netz, statistisch. Das geschieht, weil Kohle billig ist und man zunächst wachsen will. (Erst) ab einem bestimmten Wohlstandsniveau wird erfahrungsgemäß auch Umweltschutz zu einem gesellschaftlichen Interesse.</p>
<p>Deutschland war schon weit &#8211; wir hatten prinzipiell unsere erste Priorität auf Nachhaltigkeit ausgerichtet &#8211; <a title="Infos zu Nachhaltigkeit, Tragfähigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">ein verträgliches Wachstum, das Umwelt und Wirtschaft vereint.</a> Doch nun könnte die Gefahr bestehen, in wirtschaftliche Verbelendung zurückzufallen. Bankenbilanzen first, scheint das Motto zu sein.</p>
<blockquote><p><strong>Finanzkrise und Klimawandel haben Gemeinsamkeiten.</strong></p></blockquote>
<p>Wirtschaften auf Pump führt in den Finanzcrash. Das Überziehen unseres ökologischen Kontos, führt hingegen in den Klimawandel. Anders als die Finanzprobleme lässt sich der Klimawandel aber auch mit Milliarden Euro nicht rückgängig machen, überlegen BUND-Vorstand und Evangelische Kirchedieser Tage <a title="Klimawandel und Finanzkrise" href="http://www.focus.de/panorama/welt/klimawandel-parallelen-zwischen-finanzkrise-und-klimawandel_aid_345773.html" target="_blank">gemeinsam</a>.</p>
<p>Es ist richtig, gerade jetzt über Klimaschutz zu reden, wo alle nur über die Wirtschaftskrise reden. Dringende finanzielle Probleme dürfen die wichtigsten ökologischen Probleme der Zeit nicht verdrängen.</p>
<p>Das ist richtig, und wichtig erst recht. Denn soziale Wohlfahrt kann nicht auf Kosten der Umwelt erreicht werden, im Gegenteil: Soziales und Ökologisches bedingen sich gegenseitig.<br />
Daher ist es wichtig, in diesen Tagen auch vor dem Hintergrund der Medienberichterstattung eigene Prioritäten zu setzen. Und das kann nicht heißen, Wirtschaft vor Umwelt.</p>
<blockquote><p><strong>Wirtschaft und Umwelt müssen gleichberechtigt nebeneinander gepflegt und geschützt werden. Es gibt sie nur als Einheit. </strong></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/103/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=103&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 11:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mobilität wird immer mehr zum bestimmenden Faktor in unserem Alltag. Dabei unterstützt sie unsere Lebensweise, gefährdet sie jedoch auch. Flugverkehr, Autos, Schiffe - sie alle sind nützlich, aber umweltschädlich. Ein Ausbau der Mobilität, wie wir sie heute leben, kann nicht möglich sein.
Dennoch brauchen wir Mobilität. Wie können wir sie nachhaltig gestalten?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=70&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Zeit war der &#8222;<a title="Ölpreis stoppt Globalisierung" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/21/olpreis-stoppt-globalisierung/" target="_blank">Ölpreis</a>&#8220; hier natürlich mehrfach <a title="Index der Einträge" href="http://greensocial.wordpress.com/index-der-eintrage/" target="_blank">Thema</a>. Unsere Grundthese dazu ist:</p>
<blockquote><p>Das Angebot [an fossilen Energiequellen] sinkt, die Nachfrage jedoch steigt stetig. Dieser Trend bewirkt, dass es langfristig nur zu einer Preissteigerung kommen kann.<br />
Klar ist: Alle Menschen müssen sich um Alternativen bemühen &#8211; allein schon, um die verheerenden ökologischen Folgen der Energiegewinnung durch fossile Energieträger abzumildern.</p></blockquote>
<p>Heute wollen wir uns mit einem wesentlichen Teil nachhaltiger Entwicklung beschäftigen: <strong>Verkehr</strong>.</p>
<p>Schon ein Blick auf eine Hauptverkehrsstraße in einer Metropole zeigt: (individuelle) Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der Anforderungen von Menschen an Wohlstand &#8211; hat aber gerade deswegen einen großen Einfluss auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Entwicklungsländer streben nach Wohlstand &#8211; und innerhalb dieses Strebens nimmt die Unabhängigkeit und Macht, die z.B. ein Auto dem Besitzer verleiht, ein wichtiges Ziel ein.</p>
<p>Nehmen wir zunächst die Fakten auf. Die Umweltschutzorganisation <a title="Greenpeace - Autowahn" href="http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/verkehr/artikel/der_autowahn_fuehrt_ins_klimachaos/" target="_blank">Greenpeace schreibt dazu</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Klimaschutz erstickt an den Verkehrsabgasen. Die weltweite Autoflotte explodiert und wird bald die <em>Milliardengrenze</em> überschreiten. Immer mehr Güter werden verfrachtet und der Flugverkehr steigt dramatisch. Damit steigen auch die <em>klimaschädlichen Abgase</em>. So wirkt der Verkehr allen Klimaschutz-Anstrengungen entgegen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Jeder zweite Bundesbürger besitzt ein Auto. In Berlin gibt es ca. 300 Autos auf 1000 Einwohner, in Frankfurt/Main liegt die Zahl bei etwa <strong>600 bis 700 Autos auf 1000 Ewh</strong>. Jeder Bürger unternimmt, statistisch gesehen, wenigstens einmal jährlich eine Flugreise. Doch diese Art der Mobilität hat langfristig einen zu großen Preis: den drohenden Klimakollaps.<br />
Allein die deutschen PKWs hatten 1995 einen C02-Ausstoß von 109 Millionen Tonnen. Laut Experten ist klar, dass diese Zahl in naher Zukunft kaum abnehmen wird. Beim LKW-Verkehr werden bis zum Jahr 2010 eine Steigerung um fünfzehn Millionen Tonnen auf insgesamt 63 Millionen Tonnen CO2 prognostiziert. Noch düsterer ist die Perspektive beim Flugverkehr: Hier erwarten die Wissenschaftler bis zum Jahr 2010 fast eine Verdoppelung der CO2-Emissionen auf 33,6 Millionen Tonnen, verglichen mit dem Jahr 1995 (17 Millionen).<br />
&#8222;Die Menschen wollen fahren, wie sie es gewohnt sind: jederzeit, in vertrauter Umgebung&#8220;, sagt Mobilitätsforscher Andreas Knie.</p>
<p>Weder wissenschaftliche Erkenntnisse oder gute Beteuerungen noch politische Forderungen konnten erreichen, den ungezügelten Anwuchs des Verkehrs zu bremsen.<br />
Anders das wirtschaftlichste aller wirtschaftlichen Argumente: <strong>der Preis</strong>.</p>
<p>Für Reedereien lohnt es sich ob des teuren Treibstoffes, das Tempo zu drosseln und dafür mehr Schiffe einzusetzen. Der internationale Luftverkehr fliegt in die Krise: Die Margen sind ohnehin gering, und der Kerosin(=Öl)preis frisst sie ganz auf. Und: Die Deutschen kaufen mehr kleine und sparsame Autos, wie die SZ berichtet. Der Preis für Esel als günstige, ökologische Alternative stieg in der Türkei innerhalb eines Jahres von 26 auf 180€. In ihrer 27. Ausgabe (2008 ) berichtet die renommierte &#8222;Wirtschaftswoche&#8220; über ein Elektro-Auto als &#8222;Ihr nächstes Auto&#8220; und schreibt: &#8222;Der hohe Ölpreis, der Klimawandel und Forschritte in der Batterietechnik lassen die Strom-Autos erst richtig attraktiv werden. Die Industrie steht vor einer Revolution.&#8220;</p>
<div id="attachment_77" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2008/08/nachhaltige-mobilitat.jpg"><img class="size-full wp-image-77" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2008/08/nachhaltige-mobilitat.jpg?w=455" alt="Nachhaltige Mobilität"   /></a><p class="wp-caption-text">Nachhaltige Mobilität</p></div>
<p>Nachhaltige Mobilität lautet das Stichwort (s. Grafik oben). &#8222;Ein nachhaltiges Verkehrssystem ist ein Aspekt der globalen Nachhaltigkeit und beinhaltet die Befriedigung der gegenwärtigen Bedürfnisse, ohne dass dabei die Möglichkeiten [und Rechte] künftiger Generationen beeinträchtigt werden (&#8230;).&#8220;, schreibt der UITP (Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen, Urheber obiger Grafik).</p>
<p>Nachhaltigkeit könne nur erreicht werden, heißt es weiter, &#8222;wenn alle drei miteinander verbundenen Elemente, nämlich Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.<br />
Der Verband schließt aber mit der zuversichtlichen Feststellung: &#8222;Eine nachhaltige Mobilität ist umweltpolitisch solide, sozial gerecht und in wirtschaftlicher Hinsicht machbar (&#8230;).&#8220;</p>
<ul>
<li>Zum Weiterlesen:<br />
<a title="UITP - Drei Eckpunkte einer nachhaltigen Mobilität" href="http://uitp.org/Project/pics/susdev/Leaflet-D.pdf" target="_blank">In diesem Papier [pdf] lassen sich die Positionen nachlesen</a>, die sehr objektiv und und gut ausformuliert sind.</li>
</ul>
<ul>
<li>Mobilität wird hier bei green.social weiter Thema sein. Weitere Inhalte zum Thema finden sich u.a. <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/07/21/verkehr-morgen/" target="_blank">hier</a> (&#8222;Verkehr morgen&#8220;) und <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/08/11/verkehr-praktisch/" target="_blank">hier</a> (&#8222;Verkehr praktisch&#8220;).</li>
</ul>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/70/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/70/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/70/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=70&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Nachhaltige Mobilität</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Wirtschaftswachstum: Quelle allen Wandels</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/06/16/wirtschaftswachstum-quelle-wandels/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 14:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr, und immer mehr. Um Wirtschaftswachstum geht es im aktuellen Post.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=19&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle ging es zuletzt um Effekte des <a title="Globaler Wandel" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/17/globaler-wandel-bevolkerungswachstum/" target="_blank">globalen Wandels</a> und um die <a title="Grenzen des Wachstums" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a>, um <a title="Tragfähigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">Tragfähigkeit</a> und auch um die <a title="Von der Hand in den Mund" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/" target="_blank">Wichtigkeit intakter Ökosysteme</a>.</p>
<p>In all diesen Themenbereichen geht es im weitesten Sinne darum, dass sich in komplexen Systemen Wandel ergeben. Doch wie kommt es überhaupt zu diesem Wandel?<br />
Um eine Ursache soll es  heute gehen. Wir beginnen eine Grundlektion über wirtschaftliche Systeme und über Wirtschaftswachstum.</p>
<p>Fangen wir ganz einfach an. Jeder möchte ab und zu etwas Neues haben: einen mp3-player, ein Handy,  eine Jeans, ein Auto, eine Reise. Und natürlich will jeder, dass seine Grundbedürfnisse immer befriedigt werden: Nahrung, Wasser, Wohnung, Wärme, Strom. Damit man sich das leisten kann, freut man sich über jede Gehaltserhöhung (schließlich steigen ja auch die Preise).<br />
Und damit sind wir schon beim Wirtschaftswachstum &#8211; denn die meisten unserer Wünsche können nur  erfüllt werden, wenn jedes Jahr mehr Möglichkeiten  und mehr Geld zur Verfügung stehen. Oder kurz:</p>
<blockquote><p>Jeder möchte, dass es ihm im kommenden Jahr noch etwas besser geht als im vergangenen Jahr. Und deswegen gibt es Wirtschaftswachstum.</p></blockquote>
<p>Bei uns ist es sogar so, dass &#8222;Wachstum&#8220; als Normalzustand empfunden wird. Bleibt das Wirtschaftswachstum in einem Jahr gleich (Stagnation), so spricht man von &#8222;Nullwachstum&#8220; &#8211; das ist dann gleich negativ belegt. Wenn man sich nocheinmal ansieht, was wir zu den <a title="Grenzen des Wachstums" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a> überlegt hatten, ist das eigentlich unnatürlich:  Wie um alles in der Welt soll ein Planet das aushalten, dass alle 6 Milliarden Menschen jedes Jahr ein bisschen mehr haben wollen? Einfach gesagt, es geht nicht &#8211; genau da ist im Prinzip das Problem:</p>
<blockquote><p>Jedes Jahr wächst die Weltbevölkerung um etwa 75 Millionen Menschen, und zudem wollen alle mehr Wohlstand erreichen. Gleichzeitig stehen lebenswichtige Ressourcen wie Wasser, Ackerland, Fischgründe und Wälder nur begrenzt zur Verfügung.</p></blockquote>
<p>Wer die Frage löst, wie mit diesem Dilemma umzugehen ist, bringt die Menschen einen großen Schritt weiter. Grundsätzlich ist die volkswirtschaftliche Antwort: Steigerung der Effizienz (also aus den eingesetzten Gütern &#8222;mehr&#8220; herausholen) und Steigerung der Produktion (also schlicht und einfach mehr herstellen). Aber da zeigt sich wieder: Ewig kann es so nicht weitergehen &#8211; und schon relativ bald wird man sich Gedanken machen müssen um eine langfristige Lösung im Sinne eines <em>nachhaltigen</em> Wirtschaftens.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/19/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/19/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/19/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=19&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tragfähigkeit: Grundlagen für den Weg zur Nachhaltigkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 19:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologischer Fußabdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen des Wachstums]]></category>
		<category><![CDATA[Limits to Growth]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
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		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt ging es hier um die Grenzen des Wachstums, über die das MIT und der Club of Rome `72 geschrieben hatten. In der Studie wurden materielle und soziale &#8222;Grenzen&#8220; deutlich gemacht, über die hinaus man nicht wachsen könne &#8211; oder nur um den Preis der Verzehrung unseres Planeten. Dazu gehören natürliche Beschränkungen wie die Menge, in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=14&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuletzt ging es hier um die Grenzen des Wachstums, über die das MIT und der Club of Rome `72 geschrieben hatten. In der Studie wurden materielle und soziale &#8222;Grenzen&#8220; deutlich gemacht, über die hinaus man nicht wachsen könne &#8211; oder nur um den Preis der Verzehrung unseres Planeten. Dazu gehören natürliche Beschränkungen wie die Menge, in der ein Rohstoff vorhanden ist, aber auch, das Ackerland, dass zur Ernährung einer Person zur Verfügung steht.</p>
<p>Dass dem wirtschaftlichen Wachstum durch die Endlichkeit der Biosphäre (also allem, was es so an Umwelt um uns herum gibt) Grenzen gesetzt sein könnten &#8211; daran hatte bislang niemand gedacht. Nun aber trat ein neues Denken ein: Es ist leicht zu sagen,<em> dass</em>, aber schwer zu sagen, <em>wann</em> die Grenzen erreicht werden.</p>
<p><strong>Heute gibt es für genau diese &#8222;Grenzen&#8220; einen Begriff: </strong><em>Tragfähigkeit</em>.<strong> </strong>Die Tragfähigkeit der Erde gibt nämlich an, wie viele Menschen sie irgendwie ernähren, und, mehr noch, beherbergen kann.<br />
Das kann man natürlich auch berechnen. Dazu gibt es das Instrument des</p>
<ul>
<li><em>Ökologischen Fußabdrucks</em>.</li>
</ul>
<p>Dieser misst jeder Ware oder Tätigkeit, gleich welcher Natur, einen Gegenwert in Form einer Fläche zu. Jedes Land hat einen ökologischen Fußabdruck. Er beschreibt also die Gesamtfläche, die es benötigt, um a) seine Infrastruktur zu errichten, b) Nahrungen und Güter aller Art zu erzeugen, c) Dienstleistungen bereitzustellen und d) die Emissionen (z.B. fossilen Energieverbrauchs) zu absorbieren.<br />
Werden so alle Belastungen der Biosphäre aufsummiert, kann man leicht feststellen, wie großder &#8222;Fußabdruck&#8220; der Menschheit insgesamt ist.</p>
<p>Dabei ergibt sich Erschreckendes: Zwischen 1960 und 2000 hat sich der globale ökologische Fußabdruck um 80% vergrößert. Im Verhältnis zur biologisch produktiven Weltfläche &#8211; also ohne Sand- und Eiswüsten und tiefe Meere &#8211; wird deutlich: Die von der Menschheit benutzte Fläche übersteigt die uns zur Verfügung stehende Fläche!<br />
Momentan übersteigt die von uns &#8222;genutzte&#8220; Fläche die gegebene biologisch produktive Fläche um 20-30%. So gelangt man zu der Aussage: &#8222;Wir bräuchten bei unserem Lebensstil insgesamt 1,3 Planeten&#8220;. Betrachtet man den Fußabdruck nun für einzelne Staaten, so wird deutlich, dass da ein extremes Ungleichgewicht herrscht: US-Amerikaner haben einen größeren Fußabdruck als Ghaner, zum Beispiel.</p>
<p>Die Erkenntnis aus der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks nochmal einfach formuliert: <strong>Wir verbrauchen jedes Jahr mehr Ressourcen, als die Erde erneuern kann!</strong><br />
Umweltschutzorganisationen wir Greenpeace sprechen deswegen vom &#8222;<a title="Ökologischer Schuldentag" href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/nachrichten/artikel/leben_auf_pump_ressourcen_fuer_2007_aufgebraucht/" target="_blank">ökologischen Schuldentag</a>&#8222;. 2007 trat dieser  am 6. Oktober ein: Dann waren alle Rohstoffe verbraucht, alle Abgase emittiert, jeder Müll entsorgt, jeder Fisch gefangen &#8211; mehr kann von der Erde nicht regeneriert werden. Wir &#8222;leben auf Pump&#8220;, und zehren von der Basis &#8211; nämlich unserem Planeten.</p>
<p>Langfristig muss man deswegen einen  Weg in eine Nachhaltigkeit finden, und sich so verhalten, dass man &#8222;nur von den Zinsen und nicht vom Kapital&#8220; lebt.  Dahin werden uns auch die Einträge dieses Blogs führen &#8211; doch davon später.</p>
<p>Demnächst geht es hier erstmal um Industrialisierung und Wirtschaftswachstum, um Rohstoffmangel und Technologien, um Modelle und Perspektiven. Wir nähern uns dem Begriff der Nachhaltigkeit. Dort angekommen, wird es erst richtig spannend: Denn dann werden wir globale Zusammenhänge betrachten, weitergehende Klimamodelle und den Gesamtzusammenhang beleuchten.</p>
<p>Bis dahin!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/14/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/14/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/14/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=14&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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