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	<title>green.social blog &#187; Konsum</title>
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		<title>Papst: Umweltschutz statt Konsum</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 08:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Über globale Gerechtigkeit, nach Papst-Input. Aus dem Sommerloch.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=50&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Papst sprach auf dem Weltjugendtag in Sydney, der vor einigen Wochen stattfand, über &#8222;grenzenlosen Konsum&#8220;. Greifen wir aus diesem religiösen Input einmal die wesentlichen Kernpunkte heraus, die das Oberhaupt der Katholiken angesprochen hatte:</p>
<ul>
<li> &#8222;Zerstörung und Ausbeutung der Erde&#8220;, u.A. durch Entwaldung, Erosion, Ressourcenverschwendung und Klimawandel, &#8222;um einen unersättlichen Konsumhunger zu befriedigen&#8220;.</li>
<li>Welche Welt wollen wir künftigen Generationen übergeben?</li>
<li>Untaten ermöglicht durch &#8222;geistige Leere infolge materiellen Wohlstands&#8220; und &#8222;falsch verstandene Freiheit&#8220;</li>
</ul>
<p>Wie auch immer man zu katholischer Theologie stehen mag &#8211; das ist nicht Thema dieses Blogs. Dass sich der Papst allerdings zu Umweltschutz und &#8222;grenzenlosem Konsum&#8220; äußert, beweist eines: Umweltschutz hat tatsächlich mit sozialer Gerechtigkeit und mit Ethik zu tun.</p>
<p>Wenn der Papst über &#8222;Ausbeutung der Erde&#8220; spricht, so ist das keine Neuigkeit. Wichtig werden die folgenden Punkte, die auch weiterhin eine große Bedeutung haben:<br />
Denn diese &#8222;Ausbeutung&#8220; kann durchaus angemessen sein &#8211; aus soziologischer und wirtschaftlicher Sicht. Kritisch wird es nur, wenn das unausgeglichen erfolgt (also einige mehr ausbeuten als andere), oder über das Maß der Belastbarkeit hinaus. In der Tat ist in unserer heutigen Wirklichkeit beides der Fall.</p>
<p>Das berüht verschiedene Ebenen der (Un-)Gerechtigkeit. Einerseits die Gerechtigkeit, die innerhalb der Lebenden herrschen soll: intragenerationelle Gerechtigkeit. Andererseits der Gerechtigkeit gegenüber kommenden Menschen und Lebewesen, also über Generationen hinweg: intergenerationelle Gerechtigkeit.</p>
<p>Das ist der zweite Punkt des Papstes: Welche Welt wir nämlich kommenden Generationen übergeben wollen. Ein heute zehnjähriger Junge wird von den Folgen des Klimawandels bereits massiv getroffen. Die Folgen unseres Handelns wirken sich global bereits heute aus &#8211; wenn auch höchst ungerecht. In der Zeitleiste verschoben und Richtung Zukunft orientiert, wirkt das noch viel mehr.<br />
Alle kommende Lebewesen werden z.B. vom Klimawandel negativ betroffen sein. Das muss stets vor Augen bleiben.</p>
<p>Und schließlich geht es schwer ins Moralische: Eine &#8222;falsch verstandene Freiheit&#8220; wohne laut Papst diesem Verhalten inne. Und ja: Lässt man sich auf eine moralische Beurteilung ein, so kann man unmöglich zu einem anderen Schluss kommen. Wenn die globale Minderheit der Reichen und Privilegierten die große Masse der ärmeren Menschen ausbeutet, so resultiert das aus der Freiheit, sich zu &#8222;Weltbeherrschern&#8220; aufzuschwingen. Doch falsch verstanden wurde iese Freiheit dann allemal. Und die Gedankenlosigkeit, mit der wir konsumieren, ist zum Teil erschreckend: Nicht nur, dass wir viel Konsum betreiben &#8211; wir tun es auch noch, ohne die Folgen gründlich abzuwägen!</p>
<p>Der Papst selbst kommt zu dem Schluss:</p>
<blockquote><p>„Das Wunder der göttlichen Schöpfung erinnert uns, dass es nötig ist, die Umwelt zu schützen und mit den Schätzen der Erde verantwortlich umzugehen“</p></blockquote>
<p>Auch so kann man es sehen. Wie auch immer: Umweltschutz und Gerechtigkeit gehören zusammen &#8211; und beides muss bei uns weiter verwirklicht werden.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/50/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/50/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/50/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=50&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von der Hand in den Mund: Bedeutung intakter Ökosysteme</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 16:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Ökosystem]]></category>
		<category><![CDATA[ökologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bedeutung intakter Ökosysteme besonders für arme Menschen und der Zusammenhang Konsum - Wirtschaft - Soziales - Ökologie: Darum geht es in diesem Blogpost.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=15&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a title="Grenzen erreicht (green.social)" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/03/grenzen-erreicht-soziale-balance-kippt/" target="_blank">letzten Kurzeintrag</a> haben wir die bekannte Wahrheit erwähnt, nach der die Übernutzung von Ökosystemen verantwortlich ist für massive Naturkatastrophen, zuletzt gesehen in Myanmar und China. Dass dies großes Leid nach sich zieht, bedarf keiner Erklärung.</p>
<p>Aber es geht um mehr: Denn gerade für die Ärmsten der Armen haben intakte Ökosysteme eine enorme Bedeutung. Die eigene Umwelt &#8211; Wälder, Äcker, Gewässer, Steppen, wie auch Tiere und Pflanzen &#8211; sind häufig ein wertvolles Mittel zum Lebensunterhalt. Wer sich nämlich kein Brot leisten kann, wird möglicherweise im Wald Wurzeln, Beeren und Früchte sammeln gehen. Er wird vielleicht einige wneige Pflanzen anbauen, mit deren kargen Ertrag er sich eben so  - &#8222;<strong>von der Hand in den Mund</strong>&#8220; &#8211; ernährt. Oder er wird Brennholz oder Heilkräuter sammeln, um diese Waren auf dem Markt zu verkaufen.<br />
Hier gibt es also gleich mindestens zwei gute Argumente für Umweltschutz: Zum einen das &#8222;normale&#8220; &#8211; die Biosphäre um uns hat einen guten Schutz verdient. Aber zum anderen hängt die Existenzsicherung für viele mit den Schutz dieser Umwelt zusammen!<br />
Das ist nicht gut &#8211; aber wir haben nun einmal eine Situation, die manche Menschen der Welt zu &#8222;Verlierern&#8220; macht (was natürlich abgeschafft gehört &#8211; wie, davon wird hier später die Rede sein). Zerstört man diesen nun auch ihren Lebensraum oder vergiftet mit einer Fabrik den Wald, in dem sie Beeren gepflückt hatten &#8211; so verdammt man sie endgültig in ein unwürdiges Dasein oder gar den Tod. Oder:</p>
<blockquote><p>Ein Drittel der Weltbevölkerung hängt für Güter des täglichen Bedarfs vom unentgeltlichen Zugang zu den natürlichen Ressourcen direkt ab. Mit der Zerstörung von Naturräumen werden daher ihre Existenzrechte untergraben.</p></blockquote>
<p>Und auch, was oben angesprochen worden ist, hat große Bedeutung: Empirisch ist hinreichend belegt, dass sich große Katastrophen unseres Zeitgeschehens auf die antrophogene (=Menschliche) Einwirkung zurückführen lassen.<br />
Der Hurrikan &#8222;Katrina&#8220; zum Beispiel, der über die USA fegte, entstand aufgrund der zunehmenden Erwärmung hoher Wasserschichten aufgrund des Klimawandels und globaler Erwärmung.<br />
Größer noch ist das Leid, wenn solcherleich Geschehnisse über geringer ausgestattete Länder hereinbrechen &#8211; Burma, Birma oder Myanmar, gleich wie es heißt: Die Wassermassen und Katastrophen, die das Land getroffen haben, wurden durch jahrelange Treibhausgasemissionen etc. der Industrieländer mitverursacht! Auch hier zeigt sich wieder ein Zusammenhang: Zum einen wird die globale Vernetzung deutlich, die den Planeten und seine Prozesse umspannt. Zum anderen:</p>
<blockquote><p>Von Katastrophen, die durch kaputte oder überlastete Ökosysteme hervorgerufen werden, sind die ausgesprochen armen Länder meist besonders betroffen.</p></blockquote>
<p>Von der Betrachtung dieses Themas gelangt man schnell zu weitergehenden Fragen, die  auch ethischer Natur sind: Wenn die Treibhausgase der Industriestaaten schuld an den Katastrophen sind, wer hat dann die Konsequenzen zu tragen? Ist es akzeptabel, dass die Entwicklungsländer die Zeche unseres jahrelangen und gedankenlosen Verbrauchs von Rohstoffen bezahlen? Nur weil wir <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">über unsere Verhältnisse</a> leben, müssen Arme leiden? Können wir Existenzrechte und -bedingungen der Einwohner von Entwicklungsländern untergraben, nur um unseres Wohlstands willen?<br />
Überspitzt formuliert: Wollen wir für den Tod von etlichen Menschen verantwortlich sein, nur weil wir unseren Luxus behalten wollen?</p>
<p>Denn diesen Zusammenhang muss man herstellen: Immer wieder geraten Natur-Lebensräume armer Menschen in die Klauen der internationalen Märkte &#8211; einzig und allein Profitgier und dem Verlangen ferner Staaten wegen. Die Geschichte der Globalisierung ist gleichzeitig eine &#8222;Geschichte der Landnahme&#8220;, heißt es in einer Publikation: &#8222;Von Tee und Zuckerrohr bis Baumwolle und Kiwis: es werden Agrarsysteme aufgebaut, um den Tisch ferner Verbraucher zu decken.&#8220;</p>
<blockquote><p><strong>Schwerwiegende Eingriffe in den Naturraum sind nicht nur von ökologischer, sondern auch von wirtschaftlicher und gleichzeitig sozialer Bedeutung.</strong><em> (green.social)</em></p></blockquote>
<p>Als Beispiel sei ein Wald gegeben: Er trägt zur Ernährung der Bevölkerung bei (sozialer Aspekt), sichert ihr ein schmales Einkommen durch Brennholzverkauf und gibt Arbeitern der Holzindustrie einen Job (wirtschaftliche Bedeutung) und er dient als Wasserreservoir und Lebensraum für seltene Arten (ökologische Funktion).<br />
Wird dieser Wald nun gerodet &#8211; z.B., um energetische Pflanzen (vgl. Biosprit-Debatte) oder Soja (zur Viehmast) anzubauen, so gehen alle Vorteile verloren: Die Menschen können sich nicht mehr ernähren, es droht der Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen, Artensterben setzt ein, vielleicht auch Desertifikation.</p>
<p>Und das alles nur, weil anderswo unbedacht konsumiert wird, Sprit verbraucht wird, Fleisch gegessen wird. Niemand muss deswegen zum Gutmenschen verkommen.<br />
Aber darüber nachdenken wäre schon mal ein Anfang:  Dass <strong>unser </strong><strong>Konsum, das Leben anderer Menschen und eine gesunde Umwelt zusammenhängen</strong>. Dieser Zusammenhang ist der wichtigste und grundlegendste unserer Zeit.</p>
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