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	<title>green.social blog &#187; Katastrophe</title>
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		<title>green.social blog &#187; Katastrophe</title>
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		<title>Zeit für Klimagerechtigkeit!</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/10/07/zeit-fur-klimagerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 07:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[In 60 Tagen ist der weltweite Klimagipfel in Kopenhagen - und noch zeichnet sich kein starker Beschluss ab. Und das, obwohl wir nun schon längst mit Sicherheit wissen, dass wir vor der Herausforderungen eines menschengemachten Klimawandels stehen, der  in seinen Dimension ungekannte Ausmaße erreicht: Selbst die Erwärmung um +2°C gegenüber vorindustrieller Zeit ist mittlerweile nicht mehr aufzuhalten. Durch das langsame Reagieren der Staatengemeinschaft geht es nicht mehr darum, den Klimawandel zu verhindern. Sondern nur noch darum, seine katastrophalen Folgen zu begrenzen.
Aber wieso tut sich nichts? Was muss passieren, um die Gesellschaft in Bewegung zu versetzen?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=261&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang regelte das Kyoto-Abkommen die Treibhausgasemissionen und ihre Beschränkungen, die für die internationale Staatengemeinschaft gelten &#8211; das heißt, nur für die, die das Protokoll ratifiziert haben. Zum Beispiel die USA haben das nicht getan.</p>
<p>Den Anstoß zu internationalen Regelungen (den sog. &#8222;Regimes&#8220;) gab ein UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio de Janeiro im Jahre 1992 &#8211; dort wurden wichtige Rahmenkonventionen beschlossen. Seit Kyoto hat sich auch wieder einiges getan: Wir wissen nun mit Sicherheit, dass wir vor der Herausforderungen eines menschengemachten Klimawandels stehen, der  in seinen Dimension ungekannte Ausmaße erreicht: Selbst die Erwärmung um +2°C gegenüber vorindustrieller Zeit ist mittlerweile nicht mehr aufzuhalten. <strong>Durch das langsame Reagieren der Staatengemeinschaft geht es nicht mehr darum, den Klimawandel zu verhindern. Sondern nur noch darum, seine katastrophalen Folgen zu begrenzen.</strong> Und diese Entwicklung vollzog sich allein schon in der Lebenszeit dieses Blog.</p>
<p>Die gesellschaftliche Resonanz ist&#8230; bescheiden. Genau genommen haben Themen wie Abwrackprämie, Opel-Rettung, Kurzarbeit das Problem &#8222;Klimawandel&#8220; von der Agenda gewischt. Nur SPD und die GRÜNEN haben im Wahlkampf versucht, das Thema zu setzen &#8211; doch gelungen ist ihnen das nicht. Wenn, dass wurde &#8222;Klima&#8220; nur als Stichwort benutzt, um auf das <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/07/07/atomkraft-nein-danke-2-0/" target="_blank">Reizthema &#8222;Atomenergie&#8220;</a> umzuschwenken.</p>
<p>Das ist ungerechtfertigt: In Kopenhagen werden wesentliche Entscheidungen gefällt, die die kommenden Jahrzehnte betreffen. Selbst wenn gar nichts entschieden wird: Denn dann ist das auch eine Entscheidung &#8211; nämlich für noch mehr Zögern und Verharren.</p>
<p><a href="http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/sorgen-oder-panik/#more-2999" target="_blank">Die Kollegin Lilli Fuhr  bringt es im Blog &#8222;Klima der Gerechtigkeit&#8220; auf den Punkt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;[Wer sich mit dem Thema Klimawandel beschäftigt], macht sich schon lange keine Sorgen mehr. Ich finde, das Gefühl ist eher mit <strong>schleichender Panik</strong> zu beschreiben.&#8220;</p></blockquote>
<p>Was also ist zu tun? Schon längst sind weltweit hunderte NGOs und Verbände ins Feld gezogen, um für ambitionierte Beschlüsse in Kopenhagen zu werben. Wissenschaftler schieben Massen an Papier umher und bringen etliche überzeugende Konzepte hervor. Unterhändler von Regierungen feilschen um Halbsätze und Formulierungen, während ihre Chefs, die Staatenlenker, sich nicht auf wirklich Ziele einigen können. Die Industrieländer wollen ihren auf tonnenweise Treibhausgas gebetteten Komfort nicht aufgeben, und die Entwicklungsländer können nicht verstehen, wieso man ihnen keine Entwicklung zugestehen möchte.</p>
<p>Der einzige Weg, voranzukommen, bleibt eine Bewusstseinsänderung. Ja, es ist schwer, sich den Klimawandel &#8211; eine abstrakte und globale Gefahr &#8211; vorzustellen und ihn auf die eigene Lebenswelt zu beziehen. Wer bei der Darstellung übertreibt, wird bald als Apokalyptiker abgestempelt, der  den teufel an die Wand malt. Wer untertreibt, wird nicht wahrgenommen.</p>
<p>Auch der ehemalige, nach wie vor überall geschätzte UN-Generalsekretär Kofi Annan wird mittlerweile recht nevös und nicht müde, immer wieder auf die Klima-Gefahren hinzuweisen.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://greensocial.net/2009/10/07/zeit-fur-klimagerechtigkeit/"><img src="http://img.youtube.com/vi/aBTZOg6l6cA/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Vielleicht ist unsere Gesellschaft nicht in der Lage, sich zügig zu bewegen? Müssen uns erst von außen &#8211; durch massive Veränderungen des Ökosystems &#8211; grobe Unannehmlichkeiten zugemutet werden, damit wir den Ernst der Lage begreifen? Muss uns erst das Wasser bis zum Hals stehen? Ich hoffe nicht.</p>
<p><a href="http://www.greenpeace.org/international/campaigns/climate-change" target="_blank">YOU-TURN the earth!</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/261/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/261/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=261&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Katastrophenjahr 2008</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/12/29/katastrophenjahr-2008/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 13:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Jahresende naht, und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Die "Münchner Rück" hat das getan - und kommt zu einem unschönen Ergebnis. Zeit, sich auch einmal mit den ökonomischen Zusammenhängen von Umwelt und Klimawandel zu beschäftigen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=147&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahresende naht und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Versicherungsinstitut  &#8222;Münchner Rück&#8220; hat das getan &#8211; und kommt zu einem unschönen Ergebnis.</p>
<p>&#8222;2008 gab es so viele Katastrophen wie lange nicht&#8220;, weiß die SZ, und die <a href="http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2653370.html" target="_blank">dpa meldet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;MÜNCHEN (dpa-AFX) &#8211; Zahlreiche Naturkatastrophen wie Wirbelstürme und Erdbeben haben das Jahr 2008 nach Angaben der Münchener Rück zu einem der schlimmsten seit mehr als hundert Jahren gemacht. Weltweit seien 2008 <strong>mehr als 220 000 Menschen ums Leben gekommen</strong>, teilte der Rückversicherer am Montag in München mit. <strong>Der gesamtwirtschaftliche Schaden lag bei rund 200 Milliarden US-Dollar (140 Mrd Euro).</strong> Damit sei 2008 eines der schlimmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Noch verheerender war die Bilanz nur 1995 mit dem Erdbeben von Kobe in Japan, 2004 mit dem Tsunami in Südostasien und 2005 mit seinen zahlreichen Wirbelstürmen.&#8220; <em>(Hervorhebungen von uns)</em></p></blockquote>
<p>2005 beliefen sich die insgesamt angefallenen Schäden wegen der Tsunami-Katastrophe auf 210 Mrd US-$. Die Jahre zuvor lag er immer deutlich niedriger. Noch im vergangenen Jahr, 2007, betrugen die gesamtwirtschaftlichen Schäden nur 82 Mrd $ &#8211; und damit nur 40% der Schäden diesen Jahres.</p>
<p>Gewiss wäre es vermessen, diese Effekte vollständig auf Klimaerwärmung und globalem Wandel zurückzuführen &#8211; sie jedoch überhaupt nicht damit in Verbindung zu bringen, wäre noch gefährlicher!</p>
<p>Auch die Münchner Rück selber analysiert:</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Klimawandel hat bereits eingesetzt und trägt mit großer Wahrscheinlichkeit zu immer häufigeren Wetterextremen und dadurch bedingten Naturkatastrophen bei. Diese wiederum richten immer größere Schäden an, da weltweit auch die Wertekonzentration in risikoexponierten Gegenden, etwa an den Küsten, weiter steigt.&#8220;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.munichre.com/de/press/press_releases/2008/2008_12_29_press_release.aspx">(vgl hierzu: Pressemitteilung der Münchner Rück)</a></p>
<p>Zwar tragen auch geologische Schäden &#8211; also z.B. Erdbeben &#8211; zum Schadensvolumen bei. Doch laut Münchner Rück machen Wetterereignisse schon mit die größte Position bei den Naturkatastrophen aus.</p>
<p>Kühl rechnen die Analysten des Rückversicherers aus, dass 2008 das Jahr mit den größten Schäden seit Beginn der Aufzeichnungen ist &#8211; nach 2005 (Hauptfaktor Hurrikans und Tsunami) und 1995 (Erdbeben in Asien).</p>
<p><strong>Es fällt auf: Die katastrophenreichsten Jahre liegen alle in den letzten 15 Jahren.</strong><br />
Wie wird es das nächste Jahrzehnt weitergehen?</p>
<p>Sir Nicholas Stern, der ehemalige Chefökonom der Weltbank, hat der britischen Regierung dazu schon vor einiger Zeit einen Bericht vorgelegt. Im &#8222;Stern-Report&#8220; legt der Autor dar:</p>
<blockquote><p>Der Klimawandel ist die größte Katastrophe, der sich die Menschheit gegenübersieht, und hat das Potential, uns auszulöschen.<br />
Es kostet uns 1% des weltweiten Bruttosozialprodukts, die Klimawandel-Folgen auf einem erträglichen Maß zu halten.<br />
Tun wir das nicht, so kann uns der Klimawandel 20% &#8211; ein Fünftel! &#8211; des globalen BSP kosten, in Schwellenländern mehr.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.hm-treasury.gov.uk/d/stern_shortsummary_german.pdf" target="_blank">(vgl. dazu Kurzfassung des Stern-Report [pdf])</a></p>
<p>Damit ist eine Handlungsperspektive gegeben &#8211; und Handlungsbedarf aufgezeigt. Dieser Tage gilt das öffentliche Interesse und alle Aufmerksamkeit der Finanzkrise, welche aus der unreflektierten Kreditvergabe in den USA resultiert.</p>
<p>Wichtiger wäre es, sich vor Augen zu rufen, was uns für eine Krise droht, wenn wir dem Klimawandel nicht entgegensteuern &#8211; eine immens gefährlichere Krise nämlich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/147/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=147&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Von der Hand in den Mund: Bedeutung intakter Ökosysteme</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 16:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bedeutung intakter Ökosysteme besonders für arme Menschen und der Zusammenhang Konsum - Wirtschaft - Soziales - Ökologie: Darum geht es in diesem Blogpost.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=15&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a title="Grenzen erreicht (green.social)" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/03/grenzen-erreicht-soziale-balance-kippt/" target="_blank">letzten Kurzeintrag</a> haben wir die bekannte Wahrheit erwähnt, nach der die Übernutzung von Ökosystemen verantwortlich ist für massive Naturkatastrophen, zuletzt gesehen in Myanmar und China. Dass dies großes Leid nach sich zieht, bedarf keiner Erklärung.</p>
<p>Aber es geht um mehr: Denn gerade für die Ärmsten der Armen haben intakte Ökosysteme eine enorme Bedeutung. Die eigene Umwelt &#8211; Wälder, Äcker, Gewässer, Steppen, wie auch Tiere und Pflanzen &#8211; sind häufig ein wertvolles Mittel zum Lebensunterhalt. Wer sich nämlich kein Brot leisten kann, wird möglicherweise im Wald Wurzeln, Beeren und Früchte sammeln gehen. Er wird vielleicht einige wneige Pflanzen anbauen, mit deren kargen Ertrag er sich eben so  - &#8222;<strong>von der Hand in den Mund</strong>&#8220; &#8211; ernährt. Oder er wird Brennholz oder Heilkräuter sammeln, um diese Waren auf dem Markt zu verkaufen.<br />
Hier gibt es also gleich mindestens zwei gute Argumente für Umweltschutz: Zum einen das &#8222;normale&#8220; &#8211; die Biosphäre um uns hat einen guten Schutz verdient. Aber zum anderen hängt die Existenzsicherung für viele mit den Schutz dieser Umwelt zusammen!<br />
Das ist nicht gut &#8211; aber wir haben nun einmal eine Situation, die manche Menschen der Welt zu &#8222;Verlierern&#8220; macht (was natürlich abgeschafft gehört &#8211; wie, davon wird hier später die Rede sein). Zerstört man diesen nun auch ihren Lebensraum oder vergiftet mit einer Fabrik den Wald, in dem sie Beeren gepflückt hatten &#8211; so verdammt man sie endgültig in ein unwürdiges Dasein oder gar den Tod. Oder:</p>
<blockquote><p>Ein Drittel der Weltbevölkerung hängt für Güter des täglichen Bedarfs vom unentgeltlichen Zugang zu den natürlichen Ressourcen direkt ab. Mit der Zerstörung von Naturräumen werden daher ihre Existenzrechte untergraben.</p></blockquote>
<p>Und auch, was oben angesprochen worden ist, hat große Bedeutung: Empirisch ist hinreichend belegt, dass sich große Katastrophen unseres Zeitgeschehens auf die antrophogene (=Menschliche) Einwirkung zurückführen lassen.<br />
Der Hurrikan &#8222;Katrina&#8220; zum Beispiel, der über die USA fegte, entstand aufgrund der zunehmenden Erwärmung hoher Wasserschichten aufgrund des Klimawandels und globaler Erwärmung.<br />
Größer noch ist das Leid, wenn solcherleich Geschehnisse über geringer ausgestattete Länder hereinbrechen &#8211; Burma, Birma oder Myanmar, gleich wie es heißt: Die Wassermassen und Katastrophen, die das Land getroffen haben, wurden durch jahrelange Treibhausgasemissionen etc. der Industrieländer mitverursacht! Auch hier zeigt sich wieder ein Zusammenhang: Zum einen wird die globale Vernetzung deutlich, die den Planeten und seine Prozesse umspannt. Zum anderen:</p>
<blockquote><p>Von Katastrophen, die durch kaputte oder überlastete Ökosysteme hervorgerufen werden, sind die ausgesprochen armen Länder meist besonders betroffen.</p></blockquote>
<p>Von der Betrachtung dieses Themas gelangt man schnell zu weitergehenden Fragen, die  auch ethischer Natur sind: Wenn die Treibhausgase der Industriestaaten schuld an den Katastrophen sind, wer hat dann die Konsequenzen zu tragen? Ist es akzeptabel, dass die Entwicklungsländer die Zeche unseres jahrelangen und gedankenlosen Verbrauchs von Rohstoffen bezahlen? Nur weil wir <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">über unsere Verhältnisse</a> leben, müssen Arme leiden? Können wir Existenzrechte und -bedingungen der Einwohner von Entwicklungsländern untergraben, nur um unseres Wohlstands willen?<br />
Überspitzt formuliert: Wollen wir für den Tod von etlichen Menschen verantwortlich sein, nur weil wir unseren Luxus behalten wollen?</p>
<p>Denn diesen Zusammenhang muss man herstellen: Immer wieder geraten Natur-Lebensräume armer Menschen in die Klauen der internationalen Märkte &#8211; einzig und allein Profitgier und dem Verlangen ferner Staaten wegen. Die Geschichte der Globalisierung ist gleichzeitig eine &#8222;Geschichte der Landnahme&#8220;, heißt es in einer Publikation: &#8222;Von Tee und Zuckerrohr bis Baumwolle und Kiwis: es werden Agrarsysteme aufgebaut, um den Tisch ferner Verbraucher zu decken.&#8220;</p>
<blockquote><p><strong>Schwerwiegende Eingriffe in den Naturraum sind nicht nur von ökologischer, sondern auch von wirtschaftlicher und gleichzeitig sozialer Bedeutung.</strong><em> (green.social)</em></p></blockquote>
<p>Als Beispiel sei ein Wald gegeben: Er trägt zur Ernährung der Bevölkerung bei (sozialer Aspekt), sichert ihr ein schmales Einkommen durch Brennholzverkauf und gibt Arbeitern der Holzindustrie einen Job (wirtschaftliche Bedeutung) und er dient als Wasserreservoir und Lebensraum für seltene Arten (ökologische Funktion).<br />
Wird dieser Wald nun gerodet &#8211; z.B., um energetische Pflanzen (vgl. Biosprit-Debatte) oder Soja (zur Viehmast) anzubauen, so gehen alle Vorteile verloren: Die Menschen können sich nicht mehr ernähren, es droht der Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen, Artensterben setzt ein, vielleicht auch Desertifikation.</p>
<p>Und das alles nur, weil anderswo unbedacht konsumiert wird, Sprit verbraucht wird, Fleisch gegessen wird. Niemand muss deswegen zum Gutmenschen verkommen.<br />
Aber darüber nachdenken wäre schon mal ein Anfang:  Dass <strong>unser </strong><strong>Konsum, das Leben anderer Menschen und eine gesunde Umwelt zusammenhängen</strong>. Dieser Zusammenhang ist der wichtigste und grundlegendste unserer Zeit.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/15/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/15/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/15/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=15&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Grenzen erreicht: soziale Balance kippt</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/06/03/grenzen-erreicht-soziale-balance-kippt/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/06/03/grenzen-erreicht-soziale-balance-kippt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 17:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen des Wachstums]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Naturkatastrophe]]></category>

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		<description><![CDATA[Umweltkatastrophen sind die Folge von Übernutzung der globalen Ökosphäre! Drastische Folgen sind die Konsequenz.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=12&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Blog haben wir vor nicht allzu langer Zeit über die <a title="Grenzen des Wachstums (green.social)" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a> geschrieben, und darüber, <a title="Tragfähigkeit (green.social)" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">was die Erde aushalten kann</a> (Tragfähigkeit).<br />
Dabei ging es darum, dass bei Überschreiten einer gewissen Grenze mitunter verheerende Folgen drohen. Die Umwelt schlägt zurück, wenn wir sie zu sehr belasten &#8211; könnte man sagen.</p>
<p>Gerade gibt es mit den Katastrophe in Myanmar und China gute aktuelle Beispiele. Werden die &#8222;Grenzen&#8220; erreicht, so führt dies häufig so masiven ökologischen Problemen, Naturkatastrophen (wie hier) und einem Kippen der sozialen Balance, bis hin zu Kriegen &#8211; ausgelöst allein durch die Ökosysteme.</p>
<p><a title="FR-Blog" href="http://www.frblog.de/immerhin" target="_blank">http://www.frblog.de/immerhin/</a></p>
<p>Der FR-Blogger Bronski hat dazu unlängst einen wunderbaren Post geschrieben, auf den ich hier einmal verlinken möchte.<br />
Eigentlich war das gar nicht geplant, deswegen tanzt dieser Eintrag auch ein bisschen aus der Reihe und ist unter &#8222;Kurzeintrag/Aktuelles&#8220; kategorisiert. Im nächsten Post geht es dann um die Bedeutung intakter Ökosysteme für Menschen.  Und dann widmen wir uns weiter, wie geplant, Marktformen und der Industrialisierung als Auslöser für globalen Wandel. Und dann später dessen Folgen und weitergehenden Theorien.</p>
<p>Bis dann!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/greensocial.wordpress.com/12/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/greensocial.wordpress.com/12/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/12/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=12&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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