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	<title>green.social blog &#187; Kapitalismus</title>
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		<title>kn = k0 (1+p/100)n</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der spannendsten und zugleich kaum beachteten Themen unserer Zeit: Der Effekt des Zinseszins. Wir werfen einen kontroversen Blick darauf - und erkennen geradezu revolutionäre Tendenzen. Unsere Wirtschaft steht unter dem Dauerbeschuss des Wachstumszwangs durch Zinsen... Und keiner merkt etwas.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=290&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kontoauszug meines Tagesgeldkontos hat mir noch vor <span style="text-decoration:line-through;">(gefühlt)</span> gar nicht so langer Zeit Zinsen in Höhe von über drei Prozent versprochen. Aktienfonds warben zur gleichen Zeit mit einer langfristigen Rendite, die bisweilen im zweistelligen Bereich liegen sollte. <a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/11/renditeversprechen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-292" style="margin:20px;" title="renditeversprechen" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/11/renditeversprechen.jpg?w=133&#038;h=300" alt="Werbung für Investments mit hoher Rendite" width="133" height="300" /></a></p>
<p>Traumhaft! <em>Während man sich selbst auf einer Südseeinsel die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, arbeitet das eigene Geld und vermehrt sich rasant, ohne dass der Besitzer einen Finger krümmt</em> &#8211; dieses Versprechen macht der Zins-Dämon. <strong>Hinterfragt wird das selten:</strong> Schon so landet bei den meisten zu wenig Geld auf dem Konto, da beschwert man sich nicht über die Centbeträge, die als &#8222;Zins&#8220; vom mageren Ersparten abfallen. Und wer viel Geld hat, beschwert sich ohnehin nicht.</p>
<p>Doch nimmt man sich einmal die Zeit, genauer auf dieses wirtschaftliche Phänomen zu blicken, scheint die nützliche Fassade abzubröckeln und einen selbstzerstörerisches Moment der Wirtschaft zu offenbaren.</p>
<p><strong>Die Wirtschaft ist dieser Tage &#8211; systembedingt und absolut gewollt &#8211; die treibende Kraft hinter allen Veränderungen, die Menschen vornehmen.</strong> Denn in den wenigsten Fällen tun wir irgendetwas, ohne anschließend kurz- oderlangfristig davon zu profitieren. Ökonomen bezeichnen das als &#8222;Sanktionssystem&#8220; der Wirtschaft, das mit für die Koordination des freien Marktes sorgt.</p>
<p><img class="alignright" style="margin:10px 20px;" title="Bankensystem" src="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/C96.JPG" alt="" width="253" height="172" /></p>
<p>Damit sind wir wieder bei den Zinsen: Wer sein Geld nicht ausgibt, legt es in der Regel bei Banken an. Der Grund, warum man den Sparstrumpf nicht einfach unter der Matratze versteckt, ist einfach: Denn Banken zahlen in der Regel eine &#8222;Belohnung&#8220; für das ihnen überlassende Kapital &#8211; nämlich Zinsen.</p>
<p>Das so eingenommene Geld verleihen die Banken nun weiter &#8211; und kassieren dafür ihrerseits Zinsen.</p>
<p>Das Problem beginnt, sobald man einen Blick auf die langfristige Perspektive wirft. Werden nach einem Jahr dem angelegten Kapital die Zinsen zugeschlagen und mitverzinst, entsteht im darauf folgenden Jahr der Zinseszins.</p>
<blockquote><p>&#8222;Mit Zins und Zinseszins verdoppeln sich Geldvermögen in regelmäßigen Zeitabständen. Je höher der Zinssatz, umso schneller verdoppelt sich das verzinste Geld: bei 1 Prozent ca. alle 72 Jahre, bei 3 Prozent alle 24 Jahre, bei 6 Prozent alle 12 Jahre, bei 12 Prozent alle 6 Jahre. Diese Form des Wachstums findet sich in der Natur beim „Krebsgeschwür“. Es frisst den Wirt und tötet damit sich selbst.&#8220; (<a href="http://www.neuesgeld.com/page.php?id=25" target="_blank">Quelle: hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Geld arbeitet nicht</strong>, es kann sich nicht vermehren. Zur Wertschöpfung gibt es bislang eigentlich nur zwei bekannte Methoden: Arbeitsleistung durch Menschen, und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen.</p>
<p>Beides ist problematisch: Wertschöpfung durch Arbeit führt in der Regel zu einer Umverteilung von arm zu reich: Die Reichen können ihr Kapital anlegen und entspannen (Stichwort Südseeinsel), während die weniger Begünstigten quasi den Zins für die Reichen miterarbeiten müssen.<br />
Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen kann ebenfalls kein dauerhafter Weg zur Wertschöpfung sein: Denn die Erde ist kein Warenhaus, das unendlich Güter zur Mehrung des menschlichen Wohlstands bereithält, im Gegenteil, unsere Ressourcen sind knapp bemessen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Zins und Zinseszins lassen Geldvermögen wachsen und setzen die Wirtschaft unter einen Wachstumszwang. Das verleitet zu unmoralischen Geschäften&#8220;,</p></blockquote>
<p><a href="http://www.evangelisch.de/themen/wirtschaft/wozu-brauchen-wir-eigentlich-zinsen5622" target="_blank">sagen Kritiker</a> daher über das Zinssystem. Und sie haben noch einen weiteren wesentlichen Kritikpunkt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es gibt schon längst keinen physikalischen Gegenwert auf der Welt mehr für das Geld&#8220;,</p></blockquote>
<p>sagt <a href="http://www.rheinahrcampus.de/Prof-Dr-Juergen-Kremer.1499.0.html?&amp;L=0" target="_blank">Prof. Dr. Kremer</a>, ein süddeutscher Mathematikprofessor, der sich schon seit längerem mit der Thematik befasst. Bildhaft dargestellt wird das durch die Anekdote des &#8222;Josefspfennigs&#8220;: Legte man zur Zeit Jesu den Gegenwert von 1 Mark zu 1% Zins p.a. an, so wäre daraus durch Zins und Zinseszins bis heute ein so großer Wert erwachsen, dass man damit eine <strong>Goldmenge</strong> kaufen könnte, <strong>die größer als die Erdkugel ist</strong>.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin:20px 30px;" src="http://www.neuesgeld.com/getfile.php?id=39" alt="" width="216" height="307" /></p>
<p>Spätestens hier wird deutlich: Das Zinssystem hat einen gewaltigen Haken, und <strong>eines der grundlegenden Paradigmen unseres Wirtschaftsmodells ist nicht zukunftsfest</strong>.</p>
<p>Was also tun?</p>
<p>Für fanatische Kapitalismus-Gegner gibt es nur eine Lösung: Revolution, Umsturz, Weg mit dem System.</p>
<p>Realistisch ist das nicht. Wir brauchen die Möglichkeit, uns auch mal Geld leihen zu können. Nur so können Innovationen entstehen und Täler überwunden werden. Hätte niemand Thomas Eddison Geld geliehen, hätte er nie die Erfindung der Glühbirne machen können. Auch heute sind wir Entrepreneure angewiesen, die Zukunfts-Technologie entwickeln. Aber <strong>die Finanzwirtschaft muss von einem der am wenigsten regulierten Sektoren zu einem hochgradig Kontrollierten werden</strong>. Volatile Schwankungen der Weltwirtschaft können durch eine fortentwickelte Tobin-Tax und eine Deckelung von Zinssätzen &#8211; z.B. auf 7% &#8211; erfolgen.</p>
<p>Dabei ist jede Festlegung willkürlich &#8211; aber je niedriger sie ist, desto besser. Es könnte uns einmal das Genick retten.</p>
<blockquote><p><span style="color:#888888;">Die Überschrift dieses Posts ist übrigens die</span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zinseszins" target="_blank"><span style="color:#888888;"> Zinseszinsformel</span></a><span style="color:#888888;"> in Klarschrift.</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/290/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=290&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Krise längst vergessen?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/10/22/krise-langst-vergessen/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 17:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr und mehr grassiert der Hunger auf der ganzen Welt. Trotzdem werden nun, so kurz nach der Finanzkrise, schon wieder Bonuszahlungen an Top-Banker ausgelobt - in Rekordhöhe! Das Kasino läuft wieder - und darüber scheint die Krise längst vergessen. Zumindest für die, die nicht zu den 1,2 Milliarden Hungernden gehören.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=282&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer am vergangenen Donnerstag die Zeitung aufschlug, konnte interessante Beobachtungen machen. Agenturmeldungen über einen Brandbrief der Welternährungsprogramm (WFP) an das UNO-Generalsekretariat wurden in den Redaktionen höchst unterschiedlich verarbeitet: Mal tauchten sie gar nicht auf, mal in der Randspalte als kleine Notiz, mal sogar als Nebensatz in einem Artikel. Unter den großen deutschen Zeitungen machte einzig der Berliner Tagesspiegel die katastrophale weltweite Situation, in der weltweit 1,2 Milliarden Menschen hungern, zum Thema. <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages-Hunger;art693,2923874" target="_blank">Auf Seite 2 erklärte er die Suche nach dem Grund dafür zur &#8222;Frage des Tages&#8220;</a>. Darin heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Weltwirtschaftskrise setzt die armen Haushalte in den Ländern mit einer unsicheren Ernährungssituation noch weiter unter Druck. (&#8230;) Die Hungersituation [ist] in 29 Ländern als sehr ernst oder sogar gravierend einzuschätzen ist. Auch Indien zählt mit einem Indexwert von 23,9 zu den Ländern mit einem sehr ernsten <strong>Hungerproblem</strong>.&#8220;</p></blockquote>
<p>Grund dafür, dass dort auch die Sterberate von Kindern eine der weltweit höchsten ist, sei auch die mangelnde soziale Versorgung der Frauen, die &#8222;einen schlechten Ernährungs-, Bildungs- und Sozialstatus&#8220; hätten. Auch hier zeigt sich wieder: Der weltweite Kapitalismus erzeugt mit seinen Volatilitäten viele Gewinner &#8211; und die Millionen Verlierer sitzen meist auf der anderen Seite der Erde. Wer täglich virtuelle Devisen- und Aktienmillionen in den Händen hält und damit handelt, der ist vom grassierenden Hunger auf der Welt weit weg. Ursache für das viele Elend sind hier unter anderem globale Verteilungsprobleme und Unzulänglichkeiten des Wirtschaftssystems. Folge sind soziales Elend, und Konsequenz dessen ist nur zu häufig auch ökologische Destruktion, die die Lebensgrundlagen Stück für Stück zerstört, und letztendlich oft auch regionale und sogar globale Ressourcenkonflikte, wie Harald Welzer in seinem Buch &#8222;Klimakriege&#8220; <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/415/439158/text/" target="_blank">überzeugend darlegt</a>.</p>
<p>Ganz weit weg von all dem sind in der Tat auch die, die vom gleichen ungerechten Lauf der Globalwirtschaft profitieren. Makaber ist, dass sich die dazu passende Schlagzeile in der gleichen Zeitung findet &#8211; jedoch weiter hinten und nicht so groß, das Thema soll schließlich nicht zu öffentlich werden:</p>
<blockquote><p>&#8222;<strong>Millionen-Boni </strong>fließen wieder&#8220;,</p></blockquote>
<p>schreibt der <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzkrise-Bonuszahlungen-Wall-Street;art271,2923685" target="_blank">Tagesspiegel ebenfalls am 15.10., hier auf S.19</a>.  An der Wall Street, aber auch in Deutschland, würden sich große Bankhäuser Bonus-Wettläufe liefern. Und nicht nur dass &#8211; so kurz nach dem erstmaligen internationalen Konsens, an der kurzfristigen Boni-Praxis etwas zu ändern: &#8222;mehr als je zuvor&#8220;, kann die dpa nur nüchtern in Worte fassen, was die Menge der Zahlungen betrifft.</p>
<p><strong>Das Kasino läuft wieder</strong> &#8211; ist die Krise schon wieder vergessen?</p>
<p>Noch sind längst nicht alle Folgen der größten weltumspannenden Wirtschaftskrise seit etlichen Jahrzehnten aufgeräumt worden, zum Teil werden sie erst sichtbar. Aber nach dem  munteren Prinzip der Sozialisierung der Verluste wird weitergearbeitet, munter ins Blaue, unsere Zukunft, hinein.<br />
Wir sitzen global auf zu vielen Problemen, als dass es nach der Krise einfach &#8222;Weiter so!&#8220; heißen könnte. Müsste man eigentlich denken. Aber die Wirtschaftsbosse haben ja schon immer ein bisschen anders gedacht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=282&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Andreas Weber: Biokapital</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[greensocial.net-Leserservice: Buchempfehlung und "Abstract". Andreas Weber schreibt über Natur und Umwelt, Wirtschaft und Glücksgefühl. Dabei geht es ihm vor allem um den Menschen: Wie gehen wir mit unserem Planeten um? Wieso steigt das Wirtschaftswachstum immer weiter, aber das persönliche Glück nicht? Widerspricht der Kapitalismus der Natur des Menschen? Das alles und mehr - in diesem Blogeintrag.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=250&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute erwartet den geschätzten Leser, die geschätzte Leserin dieses Blogs nicht ein erneuter Erguss weltverbessernder Ideen dieses Blogteams.</p>
<p>Nein, vielmehr möchten wir heute die Ferien-Stimmung nutzen, um hier im Blog in aller Ruhe ein Stück guter Lektüre zu empfehlen. Andreas Weber hat die Welt der Publizistik unlängst mit einem Buch über den Umgang unserer Zivilisation mit dem Ökosystem beglückt.</p>
<p><a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/08/abstract-biokapital.pdf"><img class="alignleft" style="margin-top:20px;margin-bottom:20px;" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51s6Vwl2IjL._SL500_AA240_.jpg" alt="&quot;Biokapital&quot; von Andreas Weber" width="240" height="240" /></a>Auf philosophischen, wissenschaftlichen, historischen und moralischen Pfaden gleitet der Autor durch reportagenhafte Schilderungen und sorgsam ausformulierte Gedankengänge.</p>
<p>Obgleich hin und wieder leicht entrückt, gelingt es Andreas Weber, seine Botschaft zu transportieren &#8211; und im Kern ist vieles dran an seinen Theorien. Mit der wesentlichen Philosophie dieses Blogs harmoniert das gut: <strong>Soziales muss mit Ökologischen verbunden werden, um eine Gesellschaft der Zukunft zu schaffen</strong> und globalgesellschaftliche Probleme wie Klimawandel und Ungerechtigkeit zu lösen. Vielleicht fällt es einem Biologen und Philosophen (wie der Autor es ist) leichter, das zu begreifen, als anderen.</p>
<p>Weber konstatiert zunächst die problematische Situation des globalen Geoökosystems &#8211; Ausbeutung und Überlastung machen es für uns als abhängige Erdbewohner notwendig, den kurs zu ändern. Umso mehr macht das laut Weber Sinn, weil  das dauernde Wirtschaftswachstum, nach dem unser System strebt, gar nicht mehr den gewünschten Effekt hat: Die Menschen werden dadurch nicht glücklicher -im Gegenteil: „Wirtschaftswachstum und Deppressionszunahme sind statistisch miteinander verbunden“, sagt Robert E. Lane, US-Glücksforscher.</p>
<p>Andreas Weber sieht eine wesentliche Chance und Antwort auf unsere Probleme in der Re-Lokalisierung und in der Umkehrung  des Zinstriebs des Kapitalismus. Was bis hierhin eine klare Ausführung war, driftet nun ab in Richtung schwammiger Globalisierungsskepsis. Die ist in Ordnung &#8211; aber einfach die Globalisierung verantwortlich zu machen für globale Probleme, ist zu einfach.</p>
<p>Der Autor vermag es, eine umfassende Analyse abzugeben &#8211;  es mangelt ihm jedoch an Konsequenz, seine Gedankengänge zu einer in sich geschlossenen Zukunftsvision fortzuentwickeln. Aber vielleicht ist das auch zu viel verlangt. Folglich schließt Weber mit einer ernüchternden Erkenntnis:</p>
<blockquote><p>&#8222;Vielleicht kann gesellschaftliche Veränderung heute nur als kalter Drogenentzug ablaufen: Auch hier weiß der Patient unterschwellig, was sein Problem ist, will es aber nicht wahrhaben und sein Verhalten nicht ändern.&#8220;</p></blockquote>
<p>Wir haben die wesentlichen Gedanken des Buches in einem <strong>&#8222;Abstract&#8220;</strong> zusammengefasst &#8211; <a title="ABSTRACT: Biokapital von Andreas Weber [pdf!]" href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/08/abstract-biokapital.pdf" target="_blank"><strong>das findet sich hier</strong></a>.<br />
Wer sich einige Stunden Zeit nehmen möchte, dem sei die Lektüre des Buches ausdrücklich empfohlen!</p>
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		<title>&#8230;immer wieder Krisen?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 16:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Blick in das Geschichtsbuch fällt auf: Immer wieder hat die Menschheit mit Krisen zu kämpfen. Wieso?, fragen wir uns. Und stellen fest: Die derzeitige Krise können wir nutzen, um uns für die Zukunft fit zu machen. Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten, ist das Credo unserer Ausführungen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wiederholt sich Geschichte?&#8220;, fragte sich der FAZ-Kolumnist Hanno Beck in seinem &#8222;Beck-Office&#8220; kürzlich. In der gleichen Zeitung wurden im letzten Monat Artikel veröffentlicht mit dem Titel &#8222;Mit der Finanzkrise wiederholt sich die Geschichte&#8220; sowie &#8222;Die Geschichte wiederholt sich nicht&#8220; &#8211; natürlich immer mit unterschiedlichen Autoren.</p>
<p>Doch ganz gleich, von welcher Seite man sich der Frage nähert,  ob es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der regelmäßig Krisen auftreten &#8211; eines ist klar. Es gab immer wieder in der Geschichte der Menschheit Krisen.</p>
<p>Dafür liegen drei Erklärungen nahe. Zum einen ist natürliche die keynesianische Periodik heranzuziehen, nach der Auf- und Abschwungsphasen aufeinander folgen. Zum anderen  liegt es in der menschlichen Natur, dem Gegenwärtigen krass entgegengesetzte Positionen zu ergreifen; dabei wird im gesellschaftlichen und ökonomischen Spektrum die &#8222;Wellenbewegung&#8220; verstärkt und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes" target="_blank">Keynes</a>-Effekt betont.</p>
<p>Zudem  ist aus sozio-ökologischer Perspektive eine weitere gesellschaftliche Erklärung aufzuweisen. Die Frage nach den &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; wird für so manchen, der sich mit Ökologie beschäftigt, zur Sinnfrage.</p>
<blockquote><p>Kann ein Kapitalismus, dessen marktwirtschaftliches System &#8222;immer mehr&#8220; will, wirklich ökologisch und ökonomisch ausgeglichen sein?</p></blockquote>
<p>Eine Wachstumsrate für jede Volkswirtschaft von mindestens 2% wird als geradezu selbstverständlich empfunden, um hohen Wohlstand wie in den westlichen Gesellschaften zu sichern.<br />
Doch führt man sich vor Augen, was das bedeutet, so fällt auf: Für einen Erhalt des Wohlstands soll Wachstum, auf Ressourcenausbeutung aufgebaut, notwendig sein? Jedes Jahr soll unsere Wirtschaft 2% erfolgreicher sein als zuvor, und im nächsten Jahr vom erhöhten Betrag nochmal 2% mehr, und immer so weiter? Da muss klar sein, dass es nicht unendlich weiter geht &#8211; die &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; werden erreicht werden. Die Wachstumsspirale nach oben wird sich nicht unendlich fortsetzen lassen und irgendwann ihr Ende finden.</p>
<p>In Rezessionszeiten über &#8222;<a href="http://http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a>&#8220; zu philosophieren, ist zwar bequem &#8211; man wirkt prophetisch &#8211; aber dennoch unabdingbar. Um eine Lösung zu finden, die zwar weiter Wohlstand sichert &#8211; zukünftig auch mehr Menschen als bisher -, aber dennoch <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">nachhaltig</a> ist, müssen wir uns anstrengen. Übertreiben wir die Sucht nach Wachstum nämlich, könnte es irgendwann zu einer &#8222;harten Landung&#8220; kommen, einem abrupten Versagen unserer globalökonomischen Systeme. Dies muss kein apokalyptisches Szenario sein &#8211; schließlich ist es möglich, Wachstum mehr an Nachhaltigkeit auszurichten.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten.</strong></p></blockquote>
<p>Die derzeitige Krise &#8211; mit international zu beobachtenden Staatseingriffen in die Märkte &#8211; bietet hervorragende Chancen, die globale Wirtschaft und Gesellschaft auf die Zukunft vorzubereiten, und die <em>&#8222;Chancen des Wachstums&#8220;</em> zu nutzen. Denn wenn mit Ressourcenausbeutung und Treibhausgasemission wie bislang fortfahren, werden wir an Umweltschäden nur allzu früh bemerken, dass dies langfristig nicht tragbar ist.</p>
<p>Besonders der Klimawandel schwebt hier als Damoklesschwert über uns, das baldiges Handeln erfordert. Die Reaktionen der Bundesregierung auf die derzeitige Weltwirtschaftskrise sind nicht durchweg sinnvoll, in manchem auch kontraproduktiv. Steuern für besonders große Autos als Anreiz zu senken &#8211; wie es angedacht ist -, erscheint schlichtweg wahnsinnig.<br />
Wer nun kurzfristig denkt und Geld verpulvert, gewinnt nichts.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Klimakrise ist langfristig gefährlicher als die Wirtschaftskrise&#8220;,</p></blockquote>
<p> schreibt auch die <a href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/qdie_klimakrise_ist_gefaehrlicher_als_die_wirtschaftskriseq/" target="_blank">Umweltschutzorganisation Greenpeace </a> in ihrer &#8222;Klimabilanz 2008&#8243;: &#8222;Es drohen Orkane und Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, das Auftauen der Arktis &#8211; die Folgen des Treibhauseffektes werden uns schneller ereilen als bislang angenommen&#8220;, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von <span lang="en">Greenpeace</span>. <q>&#8222;<strong>Die Regierung hat in der Bankenkrise schnell gehandelt, das muss sie endlich auch in der Klimakrise leisten.</strong> 2009 darf keine Chance für Klimaschutz verspielt werden.&#8220;</q></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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