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		<title>Krise längst vergessen?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/10/22/krise-langst-vergessen/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 17:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr und mehr grassiert der Hunger auf der ganzen Welt. Trotzdem werden nun, so kurz nach der Finanzkrise, schon wieder Bonuszahlungen an Top-Banker ausgelobt - in Rekordhöhe! Das Kasino läuft wieder - und darüber scheint die Krise längst vergessen. Zumindest für die, die nicht zu den 1,2 Milliarden Hungernden gehören.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=282&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer am vergangenen Donnerstag die Zeitung aufschlug, konnte interessante Beobachtungen machen. Agenturmeldungen über einen Brandbrief der Welternährungsprogramm (WFP) an das UNO-Generalsekretariat wurden in den Redaktionen höchst unterschiedlich verarbeitet: Mal tauchten sie gar nicht auf, mal in der Randspalte als kleine Notiz, mal sogar als Nebensatz in einem Artikel. Unter den großen deutschen Zeitungen machte einzig der Berliner Tagesspiegel die katastrophale weltweite Situation, in der weltweit 1,2 Milliarden Menschen hungern, zum Thema. <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages-Hunger;art693,2923874" target="_blank">Auf Seite 2 erklärte er die Suche nach dem Grund dafür zur &#8222;Frage des Tages&#8220;</a>. Darin heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Weltwirtschaftskrise setzt die armen Haushalte in den Ländern mit einer unsicheren Ernährungssituation noch weiter unter Druck. (&#8230;) Die Hungersituation [ist] in 29 Ländern als sehr ernst oder sogar gravierend einzuschätzen ist. Auch Indien zählt mit einem Indexwert von 23,9 zu den Ländern mit einem sehr ernsten <strong>Hungerproblem</strong>.&#8220;</p></blockquote>
<p>Grund dafür, dass dort auch die Sterberate von Kindern eine der weltweit höchsten ist, sei auch die mangelnde soziale Versorgung der Frauen, die &#8222;einen schlechten Ernährungs-, Bildungs- und Sozialstatus&#8220; hätten. Auch hier zeigt sich wieder: Der weltweite Kapitalismus erzeugt mit seinen Volatilitäten viele Gewinner &#8211; und die Millionen Verlierer sitzen meist auf der anderen Seite der Erde. Wer täglich virtuelle Devisen- und Aktienmillionen in den Händen hält und damit handelt, der ist vom grassierenden Hunger auf der Welt weit weg. Ursache für das viele Elend sind hier unter anderem globale Verteilungsprobleme und Unzulänglichkeiten des Wirtschaftssystems. Folge sind soziales Elend, und Konsequenz dessen ist nur zu häufig auch ökologische Destruktion, die die Lebensgrundlagen Stück für Stück zerstört, und letztendlich oft auch regionale und sogar globale Ressourcenkonflikte, wie Harald Welzer in seinem Buch &#8222;Klimakriege&#8220; <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/415/439158/text/" target="_blank">überzeugend darlegt</a>.</p>
<p>Ganz weit weg von all dem sind in der Tat auch die, die vom gleichen ungerechten Lauf der Globalwirtschaft profitieren. Makaber ist, dass sich die dazu passende Schlagzeile in der gleichen Zeitung findet &#8211; jedoch weiter hinten und nicht so groß, das Thema soll schließlich nicht zu öffentlich werden:</p>
<blockquote><p>&#8222;<strong>Millionen-Boni </strong>fließen wieder&#8220;,</p></blockquote>
<p>schreibt der <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzkrise-Bonuszahlungen-Wall-Street;art271,2923685" target="_blank">Tagesspiegel ebenfalls am 15.10., hier auf S.19</a>.  An der Wall Street, aber auch in Deutschland, würden sich große Bankhäuser Bonus-Wettläufe liefern. Und nicht nur dass &#8211; so kurz nach dem erstmaligen internationalen Konsens, an der kurzfristigen Boni-Praxis etwas zu ändern: &#8222;mehr als je zuvor&#8220;, kann die dpa nur nüchtern in Worte fassen, was die Menge der Zahlungen betrifft.</p>
<p><strong>Das Kasino läuft wieder</strong> &#8211; ist die Krise schon wieder vergessen?</p>
<p>Noch sind längst nicht alle Folgen der größten weltumspannenden Wirtschaftskrise seit etlichen Jahrzehnten aufgeräumt worden, zum Teil werden sie erst sichtbar. Aber nach dem  munteren Prinzip der Sozialisierung der Verluste wird weitergearbeitet, munter ins Blaue, unsere Zukunft, hinein.<br />
Wir sitzen global auf zu vielen Problemen, als dass es nach der Krise einfach &#8222;Weiter so!&#8220; heißen könnte. Müsste man eigentlich denken. Aber die Wirtschaftsbosse haben ja schon immer ein bisschen anders gedacht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/282/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=282&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Welt-AIDS-Tag</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/12/01/welt-aids-tag/</link>
		<comments>http://greensocial.net/2008/12/01/welt-aids-tag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 19:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Welt-AIDS-Tag. Wir von green.social zeigen Schleife und betonen die Bedeutung und Gefahr von AIDS vor einem globalen Entwicklungshintergrund.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=137&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-138" style="border:0 none #000000;margin:20px;" title="aids-schleife" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2008/12/aids-schleife.gif?w=200&#038;h=300" alt="aids-schleife" width="200" height="300" />Über 40 Millionen Menschen sind von AIDS betroffen. Eine so große Menge, wie sie die Bevölkerung von halb Deutschland darstellt.</p>
<p>Über zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr direkt an den Folgen von AIDS.</p>
<p>Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Und: noch nie wurden mehr Neuinfektionen festgestellt als im letzten Jahr.</p>
<p>Aber auch eine große Zahl Kranker ist vielleicht heilbar &#8211; AIDS-Kranke jedoch nicht. Und das ist das wirklich schlimme:</p>
<p>AIDS ist nicht heilbar.</p>
<p>Die Immunschwächekrankheit, verursacht durch das HI-Virus (HIV), kann aufgehalten werden, aber nicht bekämpft. Betrachten wir es vor unserem üblichen, analytisch-trockenen Hintergrund der globalen Vernetzung:</p>
<p>Das ist schon in fortschrittlichen Ländern wir Deutschland eine Katastrophe: Nämlich zu wissen, dass viele hundert Einzelschicksale AIDS zum Opfer fallen werden, zum Teil ohne eigenes Verschulden, und schon nach dem &#8222;postiv&#8220;-Testergebenis in der Gewissheit, nie mehr ein unbeschwertes Leben führen zu können.</p>
<p>Doch in Volkswirtschaften, die sich noch in Entwicklung befinden, hat AIDS auch wirtschaftlich noch fatale Auswirkungen. Und das auf zwei Ebenen: Einerseits sind meist die Ernährer von Familien betroffen; im Falle der Erwerbsunfähigkeit oder des Todes bricht ganzen Familien die Lebensgrundlage weg.<br />
Und zum anderen sind soziale Sicherungssysteme dort nicht in der Lage, den Erkrankten sinnvoll beizustehen. Hinzu kommt, dass die Leistungsfähigkeit ganzer Länder durch AIDS entscheidend geschwächt wird.</p>
<p>Besonders in Afrika wütet die Epidemie, und das südliche Afrika ist am stärksten betroffen. In Swaziland, östlich der Republik Südafrika gelegen, ist der Staat nicht mehr lebensfähig:Um Alte und Kinder bereinigt, weiß <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lesotho#Aids_in_Lesotho" target="_blank">Wikipedia</a>, beträgt die Infektionsquote dort 63% [sic!]. Ein Kind, das dort auf die Welt kommt, hat eine Lebenserwartung von nur 34 Jahren &#8211; wenn es nicht der hohen Kindersterblichkeit unterliegt.</p>
<p>Im Hinblick auf internationale Solidarität haben wir eine große Verantwortung. Wir können zwar nicht heilen &#8211; niemand kann das -, aber helfen. Wir müssen unsere Pharmakonzerne an die kurze Leine nehmen. Denn diese versuchen mit AIDS-Medikamenten ein Geschäft zu machen.<br />
Die Herstellung sog. Generika (preiswerter, nachgemachter Medikamente) muss ermöglicht, unterstützt und gefördert werden.<br />
Die Bekämpfung der Krankheit muss weltweit verstärkt werden, Regierungen besonders betroffener Länder müssen verstärkt beraten werden.<br />
Die Benutzung von Kondomen muss weltweit weiter salonfähig gemacht werden, unermüdlich ist auf die Gefahren von AIDS hinzuweisen.</p>
<p>Und da kommen wir zu einem entscheidenden Punkt: Die Krankheit darf zum einen nicht stigmatisiert werden, auf der anderen Seite müssen ihre Gefahren verdeutlicht werden. Breitet sie sich wie bisher exponentiell aus (gleiches Prinzip wie beim <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/17/globaler-wandel-bevolkerungswachstum/" target="_blank">Bevölkerungswachstum</a>), so stellt sie reell eine unglaubliche Gefährdung der Menschen dar. Das müssen wir uns vor Augen führen: AIDS hat das Potential, der Pest-Seuche ähnlich, große Teile der Menschheit hinzuraffen!</p>
<p>Deswegen gilt: Alle Anstrengungen, die wir ergreifen können, müssen wir auch ergreifen. Aus Eigeninteresse und ethischer Verantwortung.</p>
<p>Den Papst, der die Verwendung von Kondomen aus einem überholten und unzeitgemäßen Weltbild heraus ablehnt, muss man in dieser Hinsicht scharf zurechtweisen.<br />
Wer von sich behauptet, der &#8222;Stellvertreter Gottes&#8220; zu sein und &#8222;ex cathedra&#8220; (mit dem Anspruch auf Unfehlbarkeit) spricht &#8211; und deswegen gleichzeitig einen hohen Einfluss auf Millionen von Katholiken und Christen in aller Welt hat &#8211; der muss so verantwortlich sein, die Folgen seines Handelns zu bedenken.</p>
<p>Gerade in Gebieten mit hoher AIDS-Rate ist ein fundamental katholisch-christlicher Einfluss besonders stark gegeben. Liegt nun die Situation wechselnder Sexualpartner vor &#8211; über die zu streiten nicht Sache dieses Blogs, aber auch nicht des Papstes ist! -, so gehört sich die Benutzung von Kondomen als selbstverständlich.</p>
<p>Doch der Oberhirte der Katholiken lehnt dies ab &#8211; und verschuldet damit indirekt Tausende Tote, jedes Jahr. Hunderte Tote, jede Minute.</p>
<blockquote><p>Wir brauchen mehr Engagement, mehr Emotionen &#8211; und vielleicht auch mehr Intelligenz &#8211; im Kampf gegen AIDS. Mögen wir siegen.</p></blockquote>
<ul>
<li>Mehr Informationen auch auf http://www.welt-aids-tag.de</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/137/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=137&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>globale Ungerechtigkeit und Klimawandel</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 19:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
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		<description><![CDATA[Obwohl nicht Verursacher, sind die Armen sind am meisten betroffen vom Klimawandel.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=31&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorläufig beenden wir unsere kurze Serie über das Öl &#8211; ganz verlassen werden wir das Thema nicht, dazu ist es zu wichtig. Aber räumen wir noch einmal hinter uns auf. In der Diskussion um Umweltfragen, soziale Aspekte oder Wirtschaftsanliegen bleiben häufig jeweils die anderen Themengebiete außen vor.<br />
Doch schließlich ist es gerade das <a href="http://greensocial.wordpress.com/about/" target="_blank">Anliegen dieses Blogs</a>, all jene Aspekte zu verbinden, die mit in die Thematik einwirken.</p>
<blockquote><p>In der Lösung von Klimafrage und sozialem Ungleichgewicht entscheidet sich die Zukunft unseres Planeten. Nicht mehr, und nicht weniger.</p></blockquote>
<p>Zu diesem Schluss <a title="Weg vom Öl! Alternativen" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/" target="_blank">waren wir zuletzt gekommen</a>. Heute soll es darum gehen, dies zu vertiefen. Das Klimaproblem steht als solches fest &#8211; ein Diskurs über die Existenz des Klimawandels würde jede Ernsthaftigkeit zunichte machen. Spätestens der <a title="BMU - IPCC 2007 Sachstandsbericht" href="http://www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik/ipcc/doc/39274.php" target="_blank">aktuelle Bericht des UN-Klimarates</a> [Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC 2007] hat in die Wissenschaftlerwelt einen (weitgehenden) Konsens getragen.<br />
Ebenso wie das Bestehen des Klimawandels ist seine Herkunft eine unbestreitbare Tatsache &#8211; antrophogene, sprich menschliche, Einflüsse haben ihn hervorgerufen. Hauptursache für den Klimawandel ist die exzessive Verbrennung fossiler Rohstoffe.</p>
<p>Das Ideal der Gerechtigkeit, welches für menschliches Zusammenleben angewendet werden sollte, hängt nicht nur in diesem Punkt schief &#8211; aber hier ganz besonders. Die USA emittieren 30,3% des globalen Treibhausgas-Ausstoßes. Demgegenüber hat ganz Europa &#8222;nur&#8220; einen Anteil von 27,7% an den Emissionen.<br />
Bleiben wir ein bisschen bei den Zahlen &#8211; denn sie sind wahr, authentisch, und deswegen umso bitterer. Die Menschen der globale Oberschicht (die reichsten 20% der Bevölkerung) verursachen mehr als zwei Drittel des Treibhausgasausstoßes.<br />
Der gewöhniche US-Bürger übertrifft allein den globalen Emissiondurchschnitt um fünf mal &#8211; pumpt also nicht doppelt so viel wie jeder andere Weltbewohner in die Luft, sondern gleich die fünffache Menge. Und im Vergleich mit Entwicklungsländern schneiden die Amerikaner noch schlechter ab: Der US-Bürger verursacht achtzehn mal so viele Emissionen wie ein Inder.</p>
<p>Klimwandel durch Treibhausgase; die meisten Treibhausgase werden von Industriestaaten und besonders den USA emittiert. <span style="text-decoration:line-through;">Deswegen hat die USA jetzt auch eine Bankenkrise als Gottesstrafe</span>.<br />
Es sind dennoch die Milliarden von Menschen in den Entwicklungsländer, die am meisten von der Katastrophe getroffen werden. <a title="Von der Hand in den Mund" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/" target="_blank">(vgl. diesen Eintrag!)</a></p>
<p>Die Vorsitzende von <a title="Friends of the Earth International" href="http://www.foei.org/" target="_blank">Friends of the Earth International</a>, Meena Raman schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es ist in der Tat zutiefst unmoralisch, dass dank eines derart verzerrten Wirtschaftssystems [wie wir es in der Welt haben], die Ärmsten weiterhin verdammt sind, mit Tod, Hunger, Seuchen und Mittellosigkeit zu leben. Ihr Menschenrecht auf Entwicklung, ja ihr fundamentales Recht auf Überleben bleibt ihnen aufgrund der Folgen des Klimwandels verwehrt.&#8220;</p></blockquote>
<p>Sie kommt aus Malaysia und ist dort, wie auch international aktiv. Eine besondere Beurteilungskraft muss ihr deswegen ebenso zugestanden werden, wie auch Verbitterung deutlich wird.<br />
Das Zitat verdeutlicht jedoch ein wesentliches Problem im Spannungsfeld zwischen Industrie- und Entwicklungsstaaten einerseits sowie Umwelt und Sozialem andererseits:</p>
<p>Den ärmsten Staaten der Welt widerfährt Ungerechtigkeit. Historisch ist der Beginn dessen mit der Kolonialisierung anzusetzen (was nicht übertrieben ist und bis heute die Staaten beeinträchtigt, da so keine Infrastruktur aufgebaut wurde, die ausreichend ist). Das Welthandelssystem &#8211; eher als das Wirtschaftssystem! &#8211; ist in der Tat unglücklich ausgelegt, so dass es die Armen benachteiligt. Ob bewusst oder nicht, sei dahingestellt. Und dann kommen noch Umweltprobleme hinzu.<br />
Auch hier ist die Situation doppelt unangenehm: Die Ärmsten der Armen sind Opfer eines unverantwortlichen Umgangs mit der Umwelt in westlichen, reichen Ländern und leiden darunter. Die gleichen Umweltschäden sollen aber als Argument angeführt werden, um ihnen Entwicklung zu versagen.</p>
<p>Was wir uns genommen haben, um Aufschwung zu generieren, dürfen Entwicklungsländer nicht haben, weil es &#8222;Umweltschäden hervorrufen&#8220; könne, z.B. fossile Energie. Das ist mit ein Grund, wieso Vertreter der entsprechenden Staaten bei Klimaverhandlungen immer sehr kritisch sind: Solange sie das Gefühl haben müssen, ihre ohnehin gebeutelten Staaten hätten weitere Nachteile, bekennen sie sich nicht zu Umweltschutz.</p>
<p>Kommen wir noch einmal zurück zu Meena Raman. Ihre Verbitterung erzeugt möglicherweise Überschwang. Das Wirtschaftssystem als quasi alleinigen Schuldträger hinzustellen, ist nicht angemessen &#8211; aber es darf nicht verleugnet werden, dass es ebenfalls zur Misere beiträgt.<br />
Die Klimadebatte muss von Rationalität geprägt sein. Und es muss klar sein: Die Armen dürfen nicht weiter übergangen werden, vielmehr muss die Klimaschuld an sie zurückgezahlt werden. In welcher Form man das macht, bleibt strittig.<br />
Verschiedene Richtungen dazu werden hier demnächst aufgezeigt.</p>
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