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	<title>green.social blog &#187; Finanzkrise</title>
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		<title>green.social blog &#187; Finanzkrise</title>
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		<title>Europa. Wählen!</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 7. Juni wird das Europaparlament gewählt. Welche Themen stehen auf der Agenda, und wer wird sie umsetzen? Kurz vor der Wahl werfen wir einen Blick auf die politische Lage.
Fazit: Hauptsache, wählen gehen - denn Europa ist zu wichtig, um es in Frust untergehen zu lassen. Und was Europa braucht, ist soziale, ökologische Politik.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=205&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Juni 2009 finden die Wahlen zum europäischen Parlament statt. Und das in einer Zeit wo etliche dringende Probleme nach einer Lösung verlangen:</p>
<ul>
<li>Wirtschafts- und Finanzkrise,</li>
<li>Umweltprobleme und Klimawandel und</li>
<li>Demokratiedefizit</li>
</ul>
<p>sind, neben anderen, die zentralen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts &#8211; und auch aktuell. Viele dieser Themen lassen sich nicht mehr auf nationalstaatlicher Ebene lösen &#8211; und umso mehr gewinnt Europa an Bedeutung.</p>
<p>Denn was ist bisher? Europa ist in Sachen Finanzmarktregulierung weitaus konzept- und handlungsloser, als es sein müsste. Den Klimawandel bekämpft man nicht gemeinsam und setzt nur eine unzureichende Marke von maximal 2°C Erwärmung, während man gleichzeitig immer wieder vor Lobbyisten einknickt &#8211; obwohl gerade  hier wäre Standfestigkeit und vernetztes Handeln gefragt wäre. Und das Thema Demokratiedefizit wird überhaupt gar nicht erst als Problem erkannt.</p>
<p>Klar ist also: Bei europäischen Themen bleibt konservative Politik bislang hinter den Erwartungen zurück. <strong>Kompetenzen, die ein Europa von morgen braucht, werden in der politischen Landschaft Deutschlands eher von sozial-ökologischen Parteien vertreten</strong>.<br />
Während in der rechten Ecke des demokratischen Politsprektrums in Deutschland die Ansicht vorherrscht, dass Europa hauptsächlich ein neoliberales Modell der integrierten Märkte ist, wird &#8222;Europa&#8220; in der ganz linken Ecke konzeptionell abgelehnt: Die Linke macht sogar Werbung damit, gegen die künftige &#8222;EU-Verfassung&#8220; zu klagen. Schön &#8211; Destruktives Kopfschütteln hilft aber im Sinne handlungsorientierter, pragmatischer Politik auch nicht.</p>
<p>Vor allem aber bleibt die Ermahnung: Das wichtigste überhaupt ist die Wahlbeteiligung &#8211; sacken wir auf 30% Wahlbeteiligung ab für ein Gremium, das 90% der deutschen Gesetze beeinflusst, so ist das höchst nachteilhaft, und wird unschöne politische Konsequenzen nach sich ziehen: Erstarken der Extreme, Stillstand, Demokratiemangel, Bürgerferne, Frust. Ein Teufelskreis.</p>
<p>In diesem Sinne: Wählen gehen &#8211; und vor dem Kreuz machen nachdenken, was wirklich gut ist im Sinne der Nachhaltigkeit und Zukunft. Wollen wir ein Europa, das einer marktradikalen, menschenfeindlichen Wüste gleicht &#8211; was der konservativen Politik momentan am nächsten kommt? Oder ein Europa, das ökologisch und sozial ist, für alle Menschen und zukunftsgewandt denkt?</p>
<p>Die Wahllokale sind von 8 &#8211; 18 Uhr geöffnet. Attacke.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/205/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=205&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wäre die Welt eine Bank&#8230;</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/05/30/ware-die-welt-eine-bank/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 15:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrundartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[...hättet ihr sie längst gerettet! Eigentlich wäre es das Gebot der Stunde, intelligente Lösungen zur Überwindung zweier Krisen zu finden - der ökologischen Klimakrise auf der einen, und der ökonomischen Wirtschaftskrise auf der anderen Seite. Ideen gibt es genug: erneuerbare Energien, Effizienz, Innovationen.

Und mangelnder Aktionismus ist nicht das Problem: Der Staat wirft mit Geld um sich, und die Schuldenuhr tickt weiter.
Doch was man tut, ist oftmals falsch, beklagen unsere Autoren, und stellen einmal mehr fest: Wirtschaft und Soziales geht nur mit Umwelt - und umgekehrt. Doch diese Erkenntnis fehlt in der Politik bisher, und von selbst bewegt sich nichts.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=195&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So mancher schüttelt in diesen Tagen seinen Kopf. die Bundesregierung <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE54Q01720090527" target="_blank">verabschiedete soeben einen Nachtragshaushalt</a>, der nicht etwa regelt, wie die zur Verfügung stehenden Gelder verteilt werden. Nein &#8211; der zweite Nachtragshaushalt 2009 regelt, in welchen Bereichen die Neuverschuldung angesiedelt wird.</p>
<p>Während die Sorgen von Otto Normalverbraucher eher in Richtung des übelasteten Dispokredits gehen, wirft der Staat mit vollen Händen Geld durch die Gegend &#8211; <a title="green social blog: Plädoyer für`s Fahrrad" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">wie etwa bei der Abwrackprämie</a>, über deren (etwas zweifelhaften) Sinn wir schon <a title="green social blog: Plädoyer für`s Fahrrad" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/05/13/fahrradplaedoyer/" target="_blank">geschrieben</a> hatten.</p>
<p>Dabei tickt die Schuldenuhr &#8211; <a title="BdSt: Schuldenuhr" href="http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html" target="_blank">4.439€ beträgt der sekündliche Schuldenzuwachs der BRD laut Angaben des Bundes der Steuerzahler (BdSt)</a>. Die Verschuldung pro Kopf liegt damit bei über 19.000€ (Stand Ende 5/2009) &#8211; egal, ob bei Kleinkindern, Erwachsenen, Alten, Frauen oder Männern: Der Durchschnitt ist gemein, und er kennt keine Gnade.</p>
<p>Eine<a title="Wikipedia: Schuldenbremse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_(Deutschland)" target="_blank"> &#8222;Schuldenbremse&#8220; in die Verfassung</a> aufzunehmen, ist deswegen absolut richtig &#8211; gerade in der sogenannten Finanzkrise sollte uns klar sein: Immer mehr Schulden abzuwälzen auf zukünftige Generationen ist nicht nur unfair, sondern führt irgendwann &#8211; ganz automatisch &#8211; zum Crash.</p>
<p>Doch  das komplette Ausmaß der krisenhaften globalen Situation ist damit noch gar nicht erfasst. Denn <strong>die Finanzkrise kommt vom Zeitpunkt her sehr unpassend</strong>: Für Umweltschutz ist meistens nur dann Geld da, wenn die Wirtschaft &#8222;brummt&#8220;.<a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-201" style="margin:10px;" title="Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!" src="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/05/d030515.jpg?w=240&#038;h=158" alt="Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!" width="240" height="158" /></a></p>
<p>Fatal &#8211; gerade, wo wir jetzt die entscheidenden Schritte tun müssten, um über unsere Zukunft zu entscheiden. Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung, schon der kommenden Jahre, erst recht der kommenden Generationen. Diese Entwicklung zu verschlafen und nicht zu handeln, nur weil gerade eine Wirtschaftskrise zu bewältigen ist, wird in einem viel größeren Crash münden, als Finanzmarktvolatilitäten ihn je verursachen könnten.</p>
<blockquote><p>Soziale Erungenschaften lassen sich nur verteidigen, wenn die Grundlagen unserer Existenz &#8211; die Umwelt &#8211; intakt sind. Und umgekehrt.</p></blockquote>
<p>Doch das will heute niemand wahrhaben:</p>
<p><strong>Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet! </strong>- ein  Banner mit diesem Aufdruck haben Greenpeace-Aktivisten kürzlich an einem Bankentower in der Frankfurter Innenstadt befestigt.</p>
<p>Genau den staatlichen und privatwirtschaftlichen Aktionismus, der im Hinblick auf &#8222;die Krise&#8220; um sich greift, brauchen wir zu Bewältigung der (viel gefährlicheren) Klimakrise. In den letzten Tagen befasste sich eine <a title="FAZ: Entwaffnet die Industrie!" href="http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EDA41E475128646DCBBB7C72DF1606712~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Konferenz von Nobelpreisträgern mit genau diesem Thema und hat dazu eindringliche Zeilen vorgelegt (unbedingt lesenswert!)</a>.</p>
<p>Doch <strong>obwohl die Problematik des Klimawandels empirisch fassbar und wissenschaftlich unumstritten ist, verharren wir</strong> in unseren Verhältnissen. Wieso? Ist es eine Schrecksekunde, sind wir zu bequem, oder begreifen wir nur nicht, was uns bevorsteht?</p>
<p>&#8222;Rationalität überfordert den Menschen&#8220;, sagt Prof. Dr. Erich Weede, Soziologe, Psychologe und Politikwissenschaftler an der Uni Bonn und befindet trocken:</p>
<blockquote><p>&#8222;Während die Rationalitätsprämisse den Menschen kognitiv überfordert, wird die Eigennutzprämisse unseren kognitiven Möglichkeiten eher gerecht. (&#8230;) Nur wer für die Folgen seines Handelns (und Unterlassenes) verantwortlich gemacht wird, hat den Anreiz, sich um Rationalität zu bemühen (&#8230;)&#8220;. (FAZ, 25.5.09, S.12)</p></blockquote>
<p>Oder, einfacher formuliert:  <strong>Wir handeln nur, wenn wir dazu gezwungen werden, und nicht aus eigenem Antrieb</strong> &#8211; schon gar nicht, wenn es unbequem wird. Und da die Politik nicht handelt, bleibt alles beim alten.</p>
<p>Düstere Aussichten. Die Hoffnung dürfen wir deswegen trotzdem nicht aufgeben. Denn in zehn Jahren nagt der gestiegende Meeresspiegel schon an Amsterdam. Und dabei wird es nicht bleiben. Handeln: Jetzt!</p>
<blockquote><p><span style="color:#888888;">Foto: (c) Bert Bostelmann/Greenpeace</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/195/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/195/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=195&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wirtschaft und Politik. Ein Lobbymärchen.</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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		<description><![CDATA[Einmal mehr gibt uns die Wirtschaftskrise Anlass für eine kritische Reflexion: Wir beleuchten das Verhältnis von Wirtschaft und Politik - das wohl allzu häufig von übergroßem Wohlwollen geprägt ist.

Korrumpiert Lobbyismus unsere Politik, und schädigt er nicht unsere Gesellschaft?
Ist es nicht eine Frage der Anständigkeit, als Politiker nicht gleich zum nächstbesten Beratervertrag zu hechten? Können wir solche Werteforderungen überhaupt an unsere gesellschaftlichen Eliten stellen? Oder ist es doch Gewissenlosigkeit, die die Verflechtung zwischen Wirtschaft und Politik zulässt?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=173&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschen sind fassungslos. Gestern waren sie noch nichtsahnend im Büro, heute fischen sie ihre Kündigung aus dem Briefkasten. Es ist kein Einzelfall, der sich so skizzieren lässt &#8211; Arbeitsplätze in der Finanzbranche sind heute nicht die sichersten. Aber wo gibt es die schon noch? Gerade nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers zeigte sich, wie hurtig Arbeitsplätze mitunter den Bach hinunter sind. Doch (nicht nur) das Beispiel des Staates Island zeigt, dass sich diese Krise der Finanzindustrie nur allzu schnell auch auf die Realwirtschaft, gar auf Staaten ausweiten kann.</p>
<p>Szenenwechsel. Eine große Einkaufsstraße einer deutschen Metropole. Ein Aktivist an einem Infostand drückt mir einen Zettel in die Hand:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Lobby der Finanzbranche hat viele Jahre darauf hingearbeitet, optimale Bedingungen für ihre<br />
Geschäfte zu schaffen. Sie hat mitgestrickt an den Gesetzen, die ihre spekulativen Geschäfte ermöglicht<br />
haben. Die Regeln für die Finanzbranche wurden gelockert und spekulative Anlagen erleichtert,<br />
ohne wirkungsvolle Kontrollen zu schaffen. Die Folgen bekommen nun wir alle zu spüren&#8220;,</p></blockquote>
<p>steht darauf (Quelle: <a title="LobbyControl: Flyer Finanzlobby [pdf!]" href="http://www.lobbycontrol.de/blog/wp-content/uploads/0903-demoflyer-finanzlobby.pdf" target="_blank">LobbyControl</a>).</p>
<p>Und wahr ist es &#8211; wer einmal genau hinschaut, entdeckt eine immense Verflechtung von Wirtschaft und Politik. Die Krise gibt einmal mehr Anlass, diesen Zustand kritisch zu hinterfragen &#8211; denn er ist eng verkettet mit Wirtschaftsethik und Werten, die unsere Gesellschaft prägen.</p>
<p>Wirtschaftsunternehmen haben riesige Budgets für die Beeinflussung der Politik &#8211; mitunter versteckt unter Bilanzposten wir &#8222;Sonderausgaben&#8220;, &#8222;Verschiedenes&#8220;, oder &#8222;Werbungskosten&#8220;. <strong>Im Deutschen Bundestag gibt es 612 Abgeordnete, die gewählte Volksvertreter sind. Doch sie entscheiden nicht alleine: Es gibt allein 6000 Lobbyisten, die sogar einen Hausausweis des Bundestags besitzen!</strong> Und auch vor den Türen des Parlaments warten sie, die Abgesandten von Pharma-, Tabak- und Rüstungsindustrie, von Vereinen und Verbänden, in Hundertschaften. Allzu einfach kann man es sich zwar nicht machen &#8211; nicht jede Interessensvertretung ist grundsätzlich zu verdammen. Fragt man Bundestagsabgeordnete, so erhält man häufig zur Antwort, dass kein Abgeordneter alles wissen könne &#8211; und deswegen Hilfe und Beratung durch Dritte benötigt. Doch die Frage bleibt trotzdem: <strong>Wird unser politisches System nicht durch die Verflechtung von Wirtschaft und Politik korrumpiert?</strong></p>
<p>Denn es geht weiter: Kürzungen von Haushaltsposten haben die Budgets der Ministerien zusammenschnurren lassen. Wie Organisationen wie LobbyControl oder  investigative Medienvertreter aufzeigen, gibt es etliche dokumentierte Fälle, in denen Mitarbeiter von Lobbyverbänden als &#8222;Berater&#8220; und &#8222;Hilfskräfte&#8220; an deutsche Ministerien &#8222;ausgeliehen&#8220; wurden &#8211; und so etwa Vertreter der Finanzlobby an Gesetzen mitgeschrieben haben, die die Finanzindustrie eigentlich begrenzen sollten!</p>
<p>Von aufmerksamen Beobachtern könnte sich die Öffentlichkeit &#8211; so sie denn hingucken würde! &#8211; über den &#8222;Drehtür&#8220;-Effekt unterrichten lassen: Politiker und hochrangige Entscheidungsträger etwa aus Ministerien wechseln schamlos direkt nach ihrem Ausscheiden aus dem politischen Dienst in Lobbyorganisationen. Sie nehmen Beraterverträge an und lassen die Privatwirtschaft von ihrem Insiderwissen profitieren &#8211; womöglich zulasten der Gemeinschaft.</p>
<p>Ein besonders krasses Beispiel stellt Bert Rürup dar. Der Wirtschaftsweise hat im Dienst des Staates die nach ihm benannte &#8222;Rürup-Rente&#8220; entwickelt,  und wechselte nun für eine vermutlich nicht unwesentliche Summe zum Finanzoptimierer AWD &#8211; der genau solche Produkte verkauft (<a title="FTD: AWD bewahrt Rürup vor Rente" href="http://www.ftd.de/koepfe/:Wechsel-in-die-Wirtschaft-AWD-bewahrt-R%FCrup-vor-der-Rente/441150.html" target="_blank">Quelle: FTD</a>).</p>
<p>Die Menschen, die ihr Kündigungsschreiben fassungslos das dritte Mal lesen und es immer noch nicht fassen können, es auf dem Küchentisch glattstreichen und erkennen, dass sie als 50-Jährige womöglich keinen Job mehr finden &#8211; sie könnten da wohl zurecht empört sein, und vor Wut in die Tischkante beißen.</p>
<ul>
<li>Mehr Informationen zum Thema:</li>
<li><a title="LobbyControl - Hintergrundpapiere" href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/hintergrundpapiere/" target="_blank">LobbyControl &#8211; Initiative für Transparenz und Demokratie</a>.</li>
<li><a title="APuZ (bpb) Lobbyismus [pdf!]" href="http://www.bpb.de/files/NVFQ8X.pdf" target="_blank">&#8222;Aus Politik und Zeitgeschichte&#8220; &#8211; APuZ &#8211; Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema &#8222;Lobbyismus&#8220;</a></li>
<li><a title="Zeit Online: Lobbyismus" href="http://www.zeit.de/online/2006/10/lobbyismus" target="_blank">Lobbyismus &#8211; Die fünfte Gewalt. Von Thomas Leif und Rudolf Speth | © ZEIT online, 2.3.2006</a></li>
</ul>
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		<title>Demokratie in der Krise?</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 16:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie entwickelt sich die Demokratie in der derzeitigen Krise? Oder ist ob Politikverdrossenheit und sinkender Wahlbeteiligung sogar unsere Demokratie selbst in der Krise? Aufgehängt an einem Kommentar Gesine Schwans, werfen wir einen umfassenden Blick auf unser Politikmodell und betrachten die Hintergründe.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=163&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;In Deutschland haben wir momentan nicht nur eine Wirtschaftskrise, sondern auch eine politische, Kultur- und vor allem Vertrauenskrise&#8220;, wird <a href="http://www.gesine-schwan.de/" target="_blank">Gesine Schwan</a> dieser Tage nicht müde, zu betonen. <a href="http://http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Gesine-Schwan-Demokratie;art141,2723513" target="_blank">Im Tagesspiegel </a>erkennt sie heute gar eine &#8222;schleichende Erosion der Demokratie&#8220;.</p>
<p>Zwar schreibt die Intelektuelle deutlich vor dem Hintergrund ihrer Kandidatur um das Bundespräsidentenamt &#8211; und beweist damit nebenbei schon vor jeglichem Wahlgang ihre Eignung, obgleich um das formell höchste Staatsamt eigentlich kein Wahlkampf geführt wird.</p>
<p>Doch die &#8211; nicht nur, aber auch von ihr &#8211; aufgeworfene Frage nach dem Zustand unserer Demokratie ist berechtigt, mehr noch: sie ist nötig, um unser System zu bewahren.</p>
<blockquote><p>Die ganze Welt stand vor kurzem noch vor dem Abgrund eines Rezessionstals. Heute sind wir &#8211; einem platten Witz folgend &#8211; schon &#8222;einen Schritt weiter&#8220;.</p></blockquote>
<p>Längst ist es keine Neuigkeit mehr, dass die Welt von der amerikanischen Immobilienkrise in eine globale Finanzkrise schlitterte, und von da aus auf dem besten Weg in eine weltweite Wirtschaftskrise ist. Konzerne werden verstaatlicht, und die konservative &#8222;<a href="http://www.wiwo.de/politik/rettungspaket-weg-in-den-sozialismus-384141/" target="_blank">Wirtschaftswoche</a>&#8220; wittert gar einen neuen &#8222;Stamokap&#8220;, ein &#8222;zurück in den Sozialismus&#8220; &#8211; und das unter einer (zum Teil) konservativen Regierung!</p>
<p>Wie nur zu häufig, geht bei der Auseinandersetzung mit  marxistischen Theorien flugs der intellektuelle Anspruch verloren, wenn vorschnell abgewinkt wird, pfui. Der Begriff <a title="Stamokap" href="http://lexikon.meyers.de/wissen/staatsmonopolistischer+Kapitalismus" target="_blank">bedeutet </a>&#8222;dass [...] mit der Konzentration des Kapitals Wirtschaftsmonopole entstünden, die mit dem Staat umso stärker verschmelzen [...], je stärker der Konzentrationsprozess fortgeschritten [ist]. Die Monopole [beziehen] dabei den Staat unmittelbar in den Prozess der Profitaneignung ein und [organisieren ihn] mit seiner Hilfe.&#8220;</p>
<p>Die &#8211; streitbare &#8211; Theorie zeigt in ihrer Kernaussage auf, wie wirtschaftliche Prozesse (und deswegen erst recht Krisen!) in der Lage sind, Staat und Demokrtie zu affektieren.</p>
<blockquote><p>&#8222;Unsere durch Wohlstandsvermehrung legitimierte Demokratie steht ohne Frage vor einem Belastungstest&#8220;,</p></blockquote>
<p>schreibt Gesine Schwan in ihrem Kommentar, und bringt uns damit zurück zu unserem Titel. Wie verhält sich Demokratie in der derzeitigen Krise, kann sie sich weiterhin rechtfertigen? Oder ist die Demokratie selbst gar schon in einer Krise?</p>
<p>Rapide sinkende Wahlbeteiligung, grassiederend Politikverdrossenheit, ein abnehmender Organisierungsgrad (in Parteien, Gewerkschaften, Verbänden) &#8211; all das zeigt: <strong>Mit unserer Demokratie steht es wahrlich nicht zum Besten.</strong> Die politischen Mandatsträger genießen kein volles Vertrauen mehr. Unzufriedenheit generiert bei vielen Ablehnung und Politikferne statt mehr Einmischung. Die Wirtschaftskrise und mit ihr einhergehende Wohlstandsverluste werden diesen Trend verstärken.</p>
<p>Spätestens, wenn die Wahlbeteiligung dauerhaft unter 50% sinkt, muss sich die Demokratie selbst rechtfertigen. Geht nur jeder zweite Bürger zur Wahl, fällt es extremistischen Tendenzen leichter, sich durchzusetzen. Der Souverän der Bundesrepublik &#8211; das Volk &#8211; interessiert sich nicht für sein eigenes (politisches) Schicksal, vermag aber weiterhin zu klagen über die Arbeit der Politiker?</p>
<blockquote><p>Ist Demokratie am Ende nur Produkt und Auswuchs unseres Wohlstands, und geht mit schwindendem Wohlstand wieder verloren?</p></blockquote>
<p>Eine empirische Untersuchung über den womöglich proportionalen Zusammenhang zwischen Wohlstand und Demokratie wäre interessant. <strong>Fangen Menschen erst an, sich für Demokratie und Politik zu engagieren, wenn auch ihr eigenes Kapital &#8211; z.B. als Steuern &#8211; auf dem Spiel steht?</strong></p>
<p>Krisen können auch zu Massenbewegungen führen. Klischeehaft sind die Bilder, auf denen Demonstrationszüge während der letzten großen Weltwirtschaftskrise durch die Städte führten.</p>
<blockquote><p>Eine wesentliche Errungenschaft des 20. Jahrhunderts war es jedoch, dass es die Barikade als Mittel politischen Ausdrucks durch die Demokratie ersetzt hat.</p></blockquote>
<p>Wir müssen das erhalten!</p>
<p>In den USA rettete jüngst Barack Obama viele aus dem Tal der Politikverdrossenheit. <a href="http://http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/?em_cnt=1666908&amp;" target="_blank">In einem Kommentar in der FR</a> zeigte Herfried Münkler kürzlich auf, wieso das bei uns nicht zu erwarten steht: Die Grundgesetzautoren haben die bundesrepublikanische Verfassungsordnung unter dem Eindruck Hitlers, des Demagogen und Hetzers, gegen Massenrhetorik und politische Charismatiker abgeschottet. Wir können dem Phänomen Obama nahekommen, höchstens, aber erreichen können wir es nicht.</p>
<p>Fest steht: Demokratie muss um jeden Preis erhalten werden. Die Geschichte zeigt, wieso es sich lohnt, darum zu kämpfen.<br />
Die Demokratie leidet in einer Wirtschaftskrise, sie gerät unter Druck. Noch ist es nicht so weit, doch wir sind nicht weit davon entfernt, dass die Demokratie selbst in eine Krise gerät.</p>
<blockquote><p>&#8222;Wenn die Menschen begreifen, dass politische Aushandlungsprozesse in der pluralistischen Demokratie naturgemäß mühselig und unvollständig sind, wir aber ohne sie gar keinen Wandel zum Besseren hätten, trägt das zum Abbau von Enttäuschungen bei. Das Gelingen demokratischer Politik liegt in unser aller Möglichkeit und Verantwortung. Denn Zukunft haben wir nur gemeinsam.&#8220; (Schwan)</p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/163/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=163&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8230;immer wieder Krisen?</title>
		<link>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 16:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzeintrag/Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Blick in das Geschichtsbuch fällt auf: Immer wieder hat die Menschheit mit Krisen zu kämpfen. Wieso?, fragen wir uns. Und stellen fest: Die derzeitige Krise können wir nutzen, um uns für die Zukunft fit zu machen. Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten, ist das Credo unserer Ausführungen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wiederholt sich Geschichte?&#8220;, fragte sich der FAZ-Kolumnist Hanno Beck in seinem &#8222;Beck-Office&#8220; kürzlich. In der gleichen Zeitung wurden im letzten Monat Artikel veröffentlicht mit dem Titel &#8222;Mit der Finanzkrise wiederholt sich die Geschichte&#8220; sowie &#8222;Die Geschichte wiederholt sich nicht&#8220; &#8211; natürlich immer mit unterschiedlichen Autoren.</p>
<p>Doch ganz gleich, von welcher Seite man sich der Frage nähert,  ob es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der regelmäßig Krisen auftreten &#8211; eines ist klar. Es gab immer wieder in der Geschichte der Menschheit Krisen.</p>
<p>Dafür liegen drei Erklärungen nahe. Zum einen ist natürliche die keynesianische Periodik heranzuziehen, nach der Auf- und Abschwungsphasen aufeinander folgen. Zum anderen  liegt es in der menschlichen Natur, dem Gegenwärtigen krass entgegengesetzte Positionen zu ergreifen; dabei wird im gesellschaftlichen und ökonomischen Spektrum die &#8222;Wellenbewegung&#8220; verstärkt und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes" target="_blank">Keynes</a>-Effekt betont.</p>
<p>Zudem  ist aus sozio-ökologischer Perspektive eine weitere gesellschaftliche Erklärung aufzuweisen. Die Frage nach den &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; wird für so manchen, der sich mit Ökologie beschäftigt, zur Sinnfrage.</p>
<blockquote><p>Kann ein Kapitalismus, dessen marktwirtschaftliches System &#8222;immer mehr&#8220; will, wirklich ökologisch und ökonomisch ausgeglichen sein?</p></blockquote>
<p>Eine Wachstumsrate für jede Volkswirtschaft von mindestens 2% wird als geradezu selbstverständlich empfunden, um hohen Wohlstand wie in den westlichen Gesellschaften zu sichern.<br />
Doch führt man sich vor Augen, was das bedeutet, so fällt auf: Für einen Erhalt des Wohlstands soll Wachstum, auf Ressourcenausbeutung aufgebaut, notwendig sein? Jedes Jahr soll unsere Wirtschaft 2% erfolgreicher sein als zuvor, und im nächsten Jahr vom erhöhten Betrag nochmal 2% mehr, und immer so weiter? Da muss klar sein, dass es nicht unendlich weiter geht &#8211; die &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; werden erreicht werden. Die Wachstumsspirale nach oben wird sich nicht unendlich fortsetzen lassen und irgendwann ihr Ende finden.</p>
<p>In Rezessionszeiten über &#8222;<a href="http://http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a>&#8220; zu philosophieren, ist zwar bequem &#8211; man wirkt prophetisch &#8211; aber dennoch unabdingbar. Um eine Lösung zu finden, die zwar weiter Wohlstand sichert &#8211; zukünftig auch mehr Menschen als bisher -, aber dennoch <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">nachhaltig</a> ist, müssen wir uns anstrengen. Übertreiben wir die Sucht nach Wachstum nämlich, könnte es irgendwann zu einer &#8222;harten Landung&#8220; kommen, einem abrupten Versagen unserer globalökonomischen Systeme. Dies muss kein apokalyptisches Szenario sein &#8211; schließlich ist es möglich, Wachstum mehr an Nachhaltigkeit auszurichten.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten.</strong></p></blockquote>
<p>Die derzeitige Krise &#8211; mit international zu beobachtenden Staatseingriffen in die Märkte &#8211; bietet hervorragende Chancen, die globale Wirtschaft und Gesellschaft auf die Zukunft vorzubereiten, und die <em>&#8222;Chancen des Wachstums&#8220;</em> zu nutzen. Denn wenn mit Ressourcenausbeutung und Treibhausgasemission wie bislang fortfahren, werden wir an Umweltschäden nur allzu früh bemerken, dass dies langfristig nicht tragbar ist.</p>
<p>Besonders der Klimawandel schwebt hier als Damoklesschwert über uns, das baldiges Handeln erfordert. Die Reaktionen der Bundesregierung auf die derzeitige Weltwirtschaftskrise sind nicht durchweg sinnvoll, in manchem auch kontraproduktiv. Steuern für besonders große Autos als Anreiz zu senken &#8211; wie es angedacht ist -, erscheint schlichtweg wahnsinnig.<br />
Wer nun kurzfristig denkt und Geld verpulvert, gewinnt nichts.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Klimakrise ist langfristig gefährlicher als die Wirtschaftskrise&#8220;,</p></blockquote>
<p> schreibt auch die <a href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/qdie_klimakrise_ist_gefaehrlicher_als_die_wirtschaftskriseq/" target="_blank">Umweltschutzorganisation Greenpeace </a> in ihrer &#8222;Klimabilanz 2008&#8243;: &#8222;Es drohen Orkane und Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, das Auftauen der Arktis &#8211; die Folgen des Treibhauseffektes werden uns schneller ereilen als bislang angenommen&#8220;, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von <span lang="en">Greenpeace</span>. <q>&#8222;<strong>Die Regierung hat in der Bankenkrise schnell gehandelt, das muss sie endlich auch in der Klimakrise leisten.</strong> 2009 darf keine Chance für Klimaschutz verspielt werden.&#8220;</q></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/greensocial.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/greensocial.wordpress.com/155/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=155&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Beziehungskrise: Wirtschaft &amp; Umwelt</title>
		<link>http://greensocial.net/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 20:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise geht es hier um die Prioritäten, die zu setzen sind.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=greensocial.net&amp;blog=3736597&amp;post=103&amp;subd=greensocial&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt schlittert in eine Krise. Das tut sie zwar häufig, wenn nicht gar ständig &#8211; glaubt man den Medien. Doch dass wir global nun in der Tat eine schwierige Situation vorliegen haben, verkommt in diesen Tagen zum Gemeinplatz.</p>
<p><em>Eine gute Gelegenheit, sich einmal wesentliche Aspekte der Verknüpfung unserer Systeme anzusehen: Wirtschaft, Umwelt und Politik hängen eng zusammen.</em></p>
<p>Aber beginnen wir &#8211; von ganz vorne. Das heißt, beginnen wir vor einigen Jahren. Denn für die drei Handlungsstränge, denen wir nun folgen möchten, sind zunächst diese Jahre von Belang. Das erste Ereignis ist ein sich klar abzeichnender Klimawandel.<br />
<img class="alignleft" style="border:1px solid #000000;margin:4px 5px;" title="IPCC" src="http://joellegergis.com/wp-content/uploads/2007/02/ipcc-cartoon.jpg" alt="" width="192" height="262" />Im Jahr 2007 legte das IPCC, der UN-Klimaauschuss, einen Bericht vor. Erstmals wurde hier unumstritten, klar und deutlich ausgesagt, dass die Welt einem antrophogenen (=menschengemachten) Klimawandel unterliegt. War bislang noch eine immense Kontroverse um die Frage, ob es a) einen Klimawandel gebe und ob er b) vom Menschen verursacht sein, so war dies nun kein Streitpunkt mehr.<br />
Diesen &#8211; erst seit 2007 &#8211; wirklich gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, einem gesteigerten politischen Engagement vor allem linker Gruppen (als bekannte Protagonisten bei uns in Deutschland dürften u.A. Greenpeace, B90/Grüne, SPD, aber auch der US-Demokrat Al Gore stehen) und einer geänderten öffentlichen Wahrnehmung ist es zu verdanken, dass Klimawandel mehr als ein Jahr unangefochtenes Leitmotiv von Medien, Literatur, Intellektuellen und öffentlichem Diskurs war. Nie wurden mehr Bücher über Umweltschutz allgemein und den Klimawandel im besonderen veröffentlicht als in diesen knapp zwei Jahren.</p>
<p>Der Einsatz gegen den Klimawandel wurde immer mehr als gesellschaftliche Aufgabe anerkannt. Sigmar Gabriel (SPD), als Bundesumweltminister notwendigerweise auch ein Protagonist des deutschen Klima-Engagements, fasst diese Einstellung in einem Satz zusammen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Wir sind reich genug, uns Klimaschutz zu leisten &#8211;  und zu arm, um darauf zu verzichten!&#8220;</strong></p></blockquote>
<p>Die fatalen Auswirkungen des Klimawandels, wie wir ihn heute erleben, zeigen sich u.A. im angesprochenen <a title="Wikipedia (english) Publikationen IPCC 2007" href="http://en.wikipedia.org/wiki/IPCC_Fourth_Assessment_Report#External_links" target="_blank">IPCC-Bericht 2007 [hier Überblick über die Publikationen]</a>. Auf die ethische Dimension, die Klimawandel zweifelsfrei besitzt, <a title="Klimawandel - Ungerechtigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank">gehen wir hier ein</a>.</p>
<p>Doch im Spätsommer 2008 ereignet sich, was später als für dieses Jahr wesentlichstes Ereignis erkannt werden wird: Die <a title="Subprime US-Finanzkrise" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_2007/2008#M.C3.B6gliche_Auswirkungen_auf_die_Realwirtschaft" target="_blank">Finanzkrise, die schon seit 2007 in den USA wütet</a>, greift vollends auf die globalen Finanzmärkte über.<br />
Und mehr noch: Sie beendet mit der Gewalt, mit der sie sich über die gesamte Welt entlädt, eine Phase des Aufschwungs. Bei uns in Deutschland war sie eher vorsichtig und schwindet vollkommen, in asiatischen Boomregionen war sie intensiv und mächtig und wird zunächst nur abgeschwächt.<img class="alignright" style="border:1px solid #000000;margin:3px 4px;" title="Finanzkrise 07/08" src="http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,438985,00.jpg" alt="" width="146" height="113" /><br />
Doch zwei Dinge lassen sich charakteristisch feststellen:  Zunächst einmal sind wir &#8211; wie so häufig &#8211; natürlich selbst schuld. Eine Krise war unvermeidlich, sogar systemimmanent. Sowohl in den USA, wie auch in Europa und der gesamten Finanzwelt lagen faule Kredite und falsche Rechnungen herum. Das bricht nun alles hervor.</p>
<p>Und zum anderen lässt sich eine Feststellung treffen, die viel beunruhigender ist:</p>
<blockquote><p><strong>Umweltschutz ist meist zweite Priorität, nach wirtschaftlichem Wachstum.</strong></p></blockquote>
<p>Das lässt sich besonders gut beobachten bei Entwicklungs- und Schwellenländern. Als Beispiel sei die diktatorische VR China genannt: Dort geht jede Woche ein Kohlekraftwerk ans Netz, statistisch. Das geschieht, weil Kohle billig ist und man zunächst wachsen will. (Erst) ab einem bestimmten Wohlstandsniveau wird erfahrungsgemäß auch Umweltschutz zu einem gesellschaftlichen Interesse.</p>
<p>Deutschland war schon weit &#8211; wir hatten prinzipiell unsere erste Priorität auf Nachhaltigkeit ausgerichtet &#8211; <a title="Infos zu Nachhaltigkeit, Tragfähigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">ein verträgliches Wachstum, das Umwelt und Wirtschaft vereint.</a> Doch nun könnte die Gefahr bestehen, in wirtschaftliche Verbelendung zurückzufallen. Bankenbilanzen first, scheint das Motto zu sein.</p>
<blockquote><p><strong>Finanzkrise und Klimawandel haben Gemeinsamkeiten.</strong></p></blockquote>
<p>Wirtschaften auf Pump führt in den Finanzcrash. Das Überziehen unseres ökologischen Kontos, führt hingegen in den Klimawandel. Anders als die Finanzprobleme lässt sich der Klimawandel aber auch mit Milliarden Euro nicht rückgängig machen, überlegen BUND-Vorstand und Evangelische Kirchedieser Tage <a title="Klimawandel und Finanzkrise" href="http://www.focus.de/panorama/welt/klimawandel-parallelen-zwischen-finanzkrise-und-klimawandel_aid_345773.html" target="_blank">gemeinsam</a>.</p>
<p>Es ist richtig, gerade jetzt über Klimaschutz zu reden, wo alle nur über die Wirtschaftskrise reden. Dringende finanzielle Probleme dürfen die wichtigsten ökologischen Probleme der Zeit nicht verdrängen.</p>
<p>Das ist richtig, und wichtig erst recht. Denn soziale Wohlfahrt kann nicht auf Kosten der Umwelt erreicht werden, im Gegenteil: Soziales und Ökologisches bedingen sich gegenseitig.<br />
Daher ist es wichtig, in diesen Tagen auch vor dem Hintergrund der Medienberichterstattung eigene Prioritäten zu setzen. Und das kann nicht heißen, Wirtschaft vor Umwelt.</p>
<blockquote><p><strong>Wirtschaft und Umwelt müssen gleichberechtigt nebeneinander gepflegt und geschützt werden. Es gibt sie nur als Einheit. </strong></p></blockquote>
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