Klimawandel rückt erneut näher. Blick in die Presse

6. September 2008

Wir haben uns erneut in der aktuellen Berichterstattung umgesehen. Hier dokumentieren wir neue Erkenntnisse und Entwicklungen in Sachen Klimawandel.

Das in Hamburg ansässige Max-Planck-Institut (MPI) für Metereologie war fleißig in diesen Tagen. Anfang September legte es eine Klima-Prognose für Deutschland vor, die laut SpOn [Quelle] mehr als “20-mal genauer” als die IPCC-Werte sei. Ermittelt wurden die Werte anhand eines Rastermodells, bei denen Deutschland quasi in Quadranten unterteilt wurde und Klimafolgen für diese Einzelgebiete ermittelt wurden.

Die Prognose sieht viele Veränderungen voraus – zum Teil relativiert sie aber geschürte Ängste. Die Nachteile im Überblick:

  • sinkende Grundwasserspiegel im Sommer, insbesondere in Südwestdeutschland,
  • eine erhöhte Waldbrandgefahr, besonders in Südwestdeutschland und Nordostdeutschland,
  • eine Zunahme hitzebedingter Krankheiten vor allem in Süddeutschland,
  • eine Gefährdung der Kühlung von Atomkraftwerken im Sommer, auch dies insbesondere in Süddeutschland
  • eine größere Hochwassergefahr im regenreichen Herbst, vor allem an der Elbe.

Auch Chancen werden von den MPI-Forschern für Deutschland prognostiziert:

  • höhere Ernten in der Landwirtschaft vor allem in Norddeutschland,
  • eine ertragreichere Weinlese in Süddeutschland,
  • weniger kältebedingte Krankheiten+
  • einen Boom des Tourismus in Deutschland, insbesondere an der Küste.

Nicht außer Acht gelassen werden sollte dabei, dass die Situation z.B. in Entwicklungsländer deutlich weniger chancenreich, mitunter dramatisch ist.
Weitere Hintergrundinformationen von green.social zum Thema Klimawandel gibt es zum Beispiel hier. Den ausführlichen SpOn-Bericht findet man hier, und die Studie im Auftrag des UBA (Umweltbundesamt) ist hier abzurufen.

Global gesehen hat der Klimawandel auch andere Auswirkungen, u.A. zählt die Erwärmung von Meerwasser – besonders an der Oberfläche – dazu. Dies ist physikalisch die Ursache für Hurrikanes. Forscher verschiedener Coleur hatten zuletzt dennoch darüber debattiert,  ob der Klimawandel als Ursache für eine steigende Anzahl von Stürmen heranzuziehen ist.
Ja – sagt nun ein Forscherteam, und belegt die eigene Antwort mit aktuellen Zahlen. [SpOn berichtete, 4.9.08]

“Den Berechnungen zufolge erhöht die Erwärmung der Meeresoberfläche um ein Grad Celsius die Zahl starker Wirbelstürme um fast ein Drittel – von weltweit 13 auf 17 im Jahr.”

Auf die aktuelle MPI-Studie in Regierungsauftrag zeigen sich die ersten Reaktionen. Hans von Storch und Nico Stehr schreiben auf Spiegel Online über Maßnahmen, die ergriffen werden müssen – und die nicht mehr nur präventiv sein können. Denn schnell genug können wir gar nicht mehr reagieren, sagen sie: Wir müssen “nicht nur über CO2-Reduzierung nachzudenken, sondern (…) uns [auch] für das Unvermeidliche zu rüsten.”
Ihr Artikel ist hier zu finden.

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2 Comments Add your own

  • 1. Heinz  |  4. Oktober 2008 at 20:54

    da hat hans v. storch wohl
    Was soll man! sparen? wenn ich mir diese daten anschaue vergeht mir jegliches.
    China ist zurzeit überall vorne. bei einen ausstoß von etwa 1,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid gefolgt von den USA 1.5 Milliarden Tonnen na supie nach mir die sinnflut. Es gibt da mehr infos auf renatura.net
    thanks vor posting

  • 2. Atomkraft, nein danke 2.0 « green.social blog  |  7. Juli 2009 at 20:07

    [...] wir uns hier hin und wieder Gedanken über den Klimawandel machen, ist ja bekannt. In der Debatte um eine zukünftige Energieversorgung, [...]

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