Wirtschaftswachstum: Quelle allen Wandels

16. Juni 2008 at 16:25 1 Kommentar

An dieser Stelle ging es zuletzt um Effekte des globalen Wandels und um die Grenzen des Wachstums, um Tragfähigkeit und auch um die Wichtigkeit intakter Ökosysteme.

In all diesen Themenbereichen geht es im weitesten Sinne darum, dass sich in komplexen Systemen Wandel ergeben. Doch wie kommt es überhaupt zu diesem Wandel?
Um eine Ursache soll es heute gehen. Wir beginnen eine Grundlektion über wirtschaftliche Systeme und über Wirtschaftswachstum.

Fangen wir ganz einfach an. Jeder möchte ab und zu etwas Neues haben: einen mp3-player, ein Handy,  eine Jeans, ein Auto, eine Reise. Und natürlich will jeder, dass seine Grundbedürfnisse immer befriedigt werden: Nahrung, Wasser, Wohnung, Wärme, Strom. Damit man sich das leisten kann, freut man sich über jede Gehaltserhöhung (schließlich steigen ja auch die Preise).
Und damit sind wir schon beim Wirtschaftswachstum – denn die meisten unserer Wünsche können nur erfüllt werden, wenn jedes Jahr mehr Möglichkeiten  und mehr Geld zur Verfügung stehen. Oder kurz:

Jeder möchte, dass es ihm im kommenden Jahr noch etwas besser geht als im vergangenen Jahr. Und deswegen gibt es Wirtschaftswachstum.

Bei uns ist es sogar so, dass „Wachstum“ als Normalzustand empfunden wird. Bleibt das Wirtschaftswachstum in einem Jahr gleich (Stagnation), so spricht man von „Nullwachstum“ – das ist dann gleich negativ belegt. Wenn man sich nocheinmal ansieht, was wir zu den Grenzen des Wachstums überlegt hatten, ist das eigentlich unnatürlich:  Wie um alles in der Welt soll ein Planet das aushalten, dass alle 6 Milliarden Menschen jedes Jahr ein bisschen mehr haben wollen? Einfach gesagt, es geht nicht – genau da ist im Prinzip das Problem:

Jedes Jahr wächst die Weltbevölkerung um etwa 75 Millionen Menschen, und zudem wollen alle mehr Wohlstand erreichen. Gleichzeitig stehen lebenswichtige Ressourcen wie Wasser, Ackerland, Fischgründe und Wälder nur begrenzt zur Verfügung.

Wer die Frage löst, wie mit diesem Dilemma umzugehen ist, bringt die Menschen einen großen Schritt weiter. Grundsätzlich ist die volkswirtschaftliche Antwort: Steigerung der Effizienz (also aus den eingesetzten Gütern „mehr“ herausholen) und Steigerung der Produktion (also schlicht und einfach mehr herstellen). Aber da zeigt sich wieder: Ewig kann es so nicht weitergehen – und schon relativ bald wird man sich Gedanken machen müssen um eine langfristige Lösung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens.

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Von der Hand in den Mund: Bedeutung intakter Ökosysteme Ölpreis stoppt Globalisierung

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  • 1. Öl und Wirtschaft - Dreamteam ohne Zukunft «  |  24. Juni 2008 um 18:36

    [...] Öl und Wirtschaft – Dreamteam ohne Zukunft Das heutige Thema ist hochaktuell: An den Zapfsäulen steigen die Preise, die OPEC-Ölförderländer werfen ein bisschen Öl auf den Markt – ein Tropfen auf den heißen Preis – und in den letzten Jahren ist der Energiepreis nirgends mehr gefallen. Öl ist der zentrale Schmierstoff unserer Weltwirtschaft und die wichtigste globale Ressource. Würde uns augenblicklich das Öl ausgehen, bedeutete das den Zusammenbruch des industriewirtschaftlichen Systems. Die ganze Welt wäre aufgeschmissen – das zeigt auch ein Blick ins Geschichtsbuch: Die erste Ölkrise 1973, verursacht durch einen Lieferboykott der arabischen Ölförderstaaten löste eine weltweite Stagnation der Wirtschaft aus. Im folgenden Jahr `74 kam es in Deutschland gar zu einem Nullwachstum (siehe: Wirtschaftswachstum). [...]

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